Getreide sicher konservieren

Erntefrisches Getreide ist nur selten ausreichend lagerfähig. Demzufolge gewinnt die Getreidekonservierung immer mehr an Bedeutung. Durchgesetzt hat sich dabei die chemische Konservierung mit Hilfe geeigneter Säuren.

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Sie gilt heute als leistungsstärkstes und kosteneffizientestes Verfahren. Die zur Getreidekonservierung am häufigsten verwendete Säure ist nach wie vor Propionsäure. Sie findet sowohl als reine Säure als auch in ihrer abgepufferten Variante Grain Save NC Anwendung. Grain Save NC ist die anwenderfreundliche Variante mit hoher Wirkungssicherheit (90 Prozent PS, pHWert 4,1). Aufgrund der speziellen Formulierung ist es weniger korrosiv, Mahl- und Mischanlagen und auch das Lager werden geschont.

Propionsäure wirkt auf drei verschiedenen Wegen gegen Mikroorganismen. Zum einen senkt reine Propionsäure den pH-Wert auf der Kornoberfläche so weit ab, dass Wachstum und Vermehrung bestimmter Mikroorganismen nicht mehr beziehungsweise nur stark eingeschränkt möglich sind. Des Weiteren ist das nicht dissoziierte Säuremolekül in der Lage, die Zellwand von Mikroorganismen zu durchdringen und vermindert so im Zellinneren den pH-Wert und damit den osmotischen Druck, der zum Zelltod führt. Außerdem blockiert Propionsäure die Aktivität verschiedener Enzyme in der Mikrobenzelle.

Entscheidend für die Wirkung ist der pH-Wert in Verbindung mit dem Gehalt an wirksamer Säure. Je höher der pH-Wert ist, desto weniger ist von der enthaltenen Säure mikrobiell wirksam beziehungsweise desto mehr muss dosiert werden. Liegt zum Beispiel der Anteil an wirksamer Säure bei 90 Prozent, ist die Aufwandmenge um zehn Prozent zu erhöhen. Der Verlauf der Kurve zeigt deutlich, wie schnell die Wirksamkeit einer Säure in Abhängigkeit vom pH-Wert absinkt. Wird der pH-Wert des Produktes angegeben, kann der Anwender sehr leicht kontrollieren, wie wirksam das gewählte Produkt ist oder um wie viel höher die Aufwandmenge sein sollte, um eine mit der reinen Propionsäure vergleichbare Wirksamkeit zu erreichen. Diese Gesetzmäßigkeit gilt auch für alle anderen in der Tierernährung eingesetzten Säuren.

Weitere Informationen gibt es bei Dr. Sabine Rahn, Tel. 0251 . 682-2289, sabine.rahn@agravis.de oder unter www.getreidekonservierung.de www.getreidekonservierung.de .

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