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Stickstoffdüngung: Mit der Biomassekarte zur effizienten Ausbringung

AGRAVIS aktuell digital 2202

Hohe Stickstoffpreise, gesetzliche Begrenzungen, erhöhte Anforderungen an die Dokumentation – landwirtschaftliche Betriebe sind mehr denn je gefordert, ihre Kulturen kosten- und ressourcensparend, zugleich aber auch effizient zu düngen. Stickstoff wird zum teuren und zudem begrenzenden Faktor. Die verpflichtende Düngebedarfsermittlung und Düngeplanung verzeiht keine Fehler mehr durch ineffizienten Einsatz N-haltiger Dünger. Die Lösung: Mit der teilflächenspezifischen Düngung von AGRAVIS NetFarming wird die Verteilung von Stickstoff innerhalb der Fläche optimal geplant und die Stickstoffausnutzungseffizienz erhöht.


Kurz und knapp

  • Stickstoff wird immer mehr zum teuren und begrenzenden Faktor bei der Düngung.
  • Mit der teilflächenspezifischen Düngung von AGRAVIS NetFarming wird die Verteilung von Stickstoff innerhalb der Fläche optimal geplant und die Stickstoffausnutzungseffizienz erhöht.
  • Jens Fleige, Vertriebsberater NetFarming bei der AGRAVIS, informiert über die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche und effiziente Stickstoffdüngung.

Jens Fleige, Vertriebsberater NetFarming, fasst die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche und effiziente Stickstoffdüngung zusammen:

  • eine sorgfältige und genaue Düngeplanung,
  • ein effizienter Einsatz der zur Verfügung stehenden organischen Dünger,
  • und die optimale Ausbringung des mineralischen Stickstoffs.

Wie können die Landwirt:innen die Verteilung optimal gestalten?

Fleige: „Neben einem gut eingestellten Streuer und guter Düngerqualität kann der Betrieb durch teilflächenspezifische Ausbringung die Nährstoffe passgenau an die Pflanze bringen. Denn der Nährstoffbedarf kann sich innerhalb einer Fläche stark unterscheiden. Mit Hilfe des NetFarming-Online-Portals kann er aktuell reagieren und den Stickstoff dorthin verteilen, wo er von den Pflanzen benötigt und in Ertrag und Qualität umgesetzt wird. Das passiert anhand einer aktuellen Biomassekarte.“

Wie kommt der Betrieb an die Biomassekarte?

Fleige: „Wenn der Betrieb mit seinen Flächen noch nicht im Portal von NetFarming oder Delos angelegt ist, dann zeichnet er entweder selbst die Flächen ein oder überträgt sie aus den Antragsdaten. Daten wie zum Beispiel die Feldgrenzen im Schlepper, im Antrag oder aus einer Dokumentationssoftware können wir natürlich auch ganz einfach ins NetFarming-Portal importieren. Übrigens: Auch im Raps empfehlen wir die Düngung nach Biomassekarte. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Der Raps kommt mit sehr unterschiedlicher N-Aufnahme in der Teilfläche aus dem Winter. Da können wir mit NetFarming sehr gut einen Ausgleich schaffen.“

Expertentipp

Wer bereits seine Maisausaat teilflächenspezifisch mit AGRAVIS NetFarming betreibt, kann dieselbe Managementzonenkarte auch für das Modul Grunddüngung oder die Stickstoffdüngung nutzen. Zu gewissen Stadien und für gewisse Regionen kann es sinnvoller sein, nach der Managementzonenkarte umzuverteilen, anstatt mit der aktuellen Biomassekarte zu arbeiten.

Die Biomassekarte ist da. Was passiert nun?

Fleige: „Wir haben nun eine Zonierung, in der angegeben wird, wo mehr oder weniger Pflanzenaufwuchs ist. Aus diesen Informationen heraus entwickeln wir eine Düngerstrategie. Dafür nutzen wir das Satellitenbild der Biomasse der Pflanzen auf der Fläche, um danach eine Umverteilung zu planen. Die Pflanze ist unser Indikator.

Anhand der Biomassekarte entscheiden wir, wo wir mehr oder weniger Menge ausbringen möchten. Die Strategie ist entweder, schlechtere Bereiche weniger zu düngen und uns auf die guten zu konzentrieren, oder aber schwächere stärker zu düngen, um einen Ausgleich zu schaffen. Die Entscheidung, was sinnvoller ist, ist je nach Region unterschiedlich und eine Betriebsleiterentscheidung.

Wir aktivieren die Zonierung, gehen in die Planung der Menge hinein und weisen die Mengen zu. Anhand des aktuellen Biomassebildes oder, je nach Standort, auch anhand der langjährigen Managementzonenkarte können die Landwirt:innen tagesaktuell aufbauend düngen.“

Immer im Blick: Gesetzliche Rahmenbedingungen

Fleige: „Die Landwirtinnen und Landwirte müssen für ihre Flächen aufzeichnen, wie viel Stickstoff sie benötigen. In der Teilfläche hingegen können sie dann selbst schauen und entscheiden, was Sinn macht. Es geht darum, intelligent nach Bedarf zu düngen. Dort, wo schon viel Biomasse ist, müssen wir nicht so viel Nährstoffe in den Boden bringen. Das ist ressourcenschonend und spart Betriebsmittel.“

Noch ein Tipp zum Abschluss

Fleige: „Die Abschlussdüngung mit Stickstoff gibt dem Getreide noch einmal richtig Schwung: Sie ist der Booster für eine gleichmäßigere Erntequalität und für höhere Erträge und Proteingehalte. Je nach Standort planen wir sie im April/Mai. Dabei sollten die Landwirtinnen und Landwirte Stickstoff als limitierenden Faktor optimal ausnutzen. Die teilflächenspezifische Düngung mit AGRAVIS NetFarming unterstützt bei der zielgenauen Verteilung.“

Bei der Planung im NetFarming-Portal unterstützen die Genossenschaften vor Ort und die Experten von AGRAVIS NetFarming.

Weitere Informationen gibt es bei ...

Jens Fleige, Vertriebsberater NetFarming,
Telefon 0173 6955193,
E-Mail jens.fleige@agravis.de oder

Dr. Thomas Steinmann, Leiter Digitalvertrieb der AGRAVIS Raiffeisen AG,
Telefon 0251 682-3886,
E-Mail thomas.steinmann@agravis.de,
oder unter der Telefonnummer 0511 8075-3395

www.netfarming.de

AGRAVIS Podcast: Düngemittelmarkt im Frühjahr 2022

Die beiden Düngemittel-Experten Ralf-Georg Dinter (AGRAVIS) und Malte Sangel (Ceravis AG) werfen nicht nur einen Blick auf die Marktentwicklung, sondern gehen auch darauf ein, welche Lösungen die AGRAVIS Ihnen anbieten kann und warum es so wichtig ist, Dünger rechtzeitig zu kaufen.

Alle Podcast-Folgen finden Sie unter agrav.is/podcast.