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Vegetationsplanung im Futterbau

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Zu Beginn der Sommermonate stehen im Grünland die nächsten Schritte an: Aktuelle Bestandsaufnahme aller Flächen vornehmen, den Erfolg der Pflegemaßnahmen aus dem Frühjahr überprüfen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen über die restliche Vegetation planen. Was dabei zu beachten ist und wie der ideale Grünland-Fahrplan aussieht – wir geben den Überblick.


Die nächsten Schritte im Grünland

Kurz und knapp

  • Für eine erfolgreiche Etablierung der Futtergräser sollten Landwirt:innen die Pflegeintensität im Grünland zu Beginn der Sommermonate aufrechterhalten und günstige Zeitfenster zwischen den Schnitten bei entsprechender Witterung ausnutzen.
  • Je nach Zustand der Grasnarbe und bei positiver Witterungsprognose ist eine Nachsaat empfehlenswert.
  • Im Spätsommer ist der richtige Zeitpunkt, um Ungräser bei anhaltendem Unkrautdruck auf Weideflächen sowie auf Schnittflächen mit einer Flächenspritzung gezielt zu bekämpfen.
  • Um die entstandenen Lücken aktiv mit hochwertigen Gräsern zu schließen, ist eine Nachsaat nach erfolgtem Herbizideinsatz notwendig.

Die Ausgangssituation:
Aufgrund der intensiven Niederschläge und des kleinen Wintereinbruchs zu Vegetationsbeginn ist vielerorts die Nachsaat beziehungsweise Ansaat wegen der mangelnden Befahrbarkeit ausgefallen. Aber auch dort, wo eine Nachsaat durchgeführt wurde, war eine erfolgreiche Etablierung der Futtergräser gefährdet. Die Pflegeintensität sollten Landwirt:innen auch jetzt aufrechterhalten und günstige Zeitfenster zwischen den Schnitten bei entsprechender Witterung ausnutzen.

Die Bestandsaufnahme:
Nach den ersten Nutzungen sollte erneut eine Bestandsaufnahme erfolgen, da viele Schäden erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind – Lücken konnten mit einer Nachsaat im Frühjahr nicht ausreichend geschlossen werden und vermeintlich „grüne“ Narben weisen hohe Anteile Jähriger beziehungsweise Gemeiner Rispe auf. Bei positiver Witterungsprognose sollten Landwirt:innen abhängig vom Zustand der Narbe erneut nachsäen. Zum einen, um das Einwandern von Unkräutern in den lichten Bestand zu verhindern, zum anderen, um einen Beitrag der Nachsaat zur Ertragsbildung in den Folgenutzungen bis zum Vegetationsende sicherzustellen.

Die Nachmahd:
Ein zu starker Unkrautbesatz verdrängt wertvolle Gräser, wobei eine Nachsaat allein oft nicht mehr ausreichend ist. Auf den beweideten Flächen kann die Ausbreitung der Unkrautnester durch eine regelmäßige Nachmahd begrenzt werden.

Die Flächenspritzung:
Bei anhaltendem Unkrautdruck auf Weideflächen sowie auf Schnittflächen bietet sich die Flächenspritzung im Spätsommer mit einem Herbizid im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Zulassungen und Wartezeiten an. Durch eine intensive Nutzung werden die Schadpflanzen zurückgedrängt und ausgehungert, da diese zum Wiederaustrieb auf Reserven zurückgreifen müssen. Im Spätsommer ist dann der richtige Zeitpunkt, um ihnen gezielt den Garaus zu machen. Des Weiteren sind die Maßnahmen in Richtung Vegetationsende für den wertvollen Gräserbestand am verträglichsten und das Einhalten der Wartezeiten unproblematisch.

Die Nachsaat:
Nach erfolgtem Herbizideinsatz ist die Nachsaat zwingend notwendig, um die entstandenen Lücken aktiv mit hochwertigen Gräsern zu schließen, bevor weitere Unkrautwellen und Ungräser diesen Part übernehmen. Insbesondere der Ampfer als Lichtkeimer hat in lückigen Narben leichtes Spiel, daher sollten Landwirt:innen präventiv auf eine dichte Grasnarbe achten und nutzungsbedingten Lücken mit einer kontinuierlichen Nachsaat vorbeugen. Eine Nachsaat sollte nach vollständigem Absterben der Unkräuter erfolgen, um den Bodenkontakt der Grassamen gewährleisten zu können. Eine Schädigung der Sämlinge ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu erwarten, wobei Klee eine Sonderstellung einnimmt. Für die Nachsaat empfehlen sich insbesondere die konkurrenzstarken Basis-Mischungen Plantinum Intensiv und Plantinum Universal, die aus 100 Prozent Deutschem Weidelgras bestehen.

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Quelle: Zum ATStore24

Weißklee erfolgreich etablieren

Weißklee als Stickstofflieferant und hochwertige Futterkomponente erfreut sich derzeit großer Beliebtheit. Die Etablierung in bestehende Narben erfordert jedoch ein wenig Geschick und setzt optimale Bedingungen voraus. Mit der abnehmenden Wuchsleistung der Gräser sinkt auch deren Konkurrenzkraft im Spätsommer und es ergeben sich Aussaatfenster für den Weißklee.
Die Leguminose bevorzugt warme Böden und Licht. Daher bietet eine kurze Grasnarbe zwischen den Nutzungen im Spätsommer meist die Gelegenheit für den Klee, sich zügig zu entwickeln. Eine intensive Nachnutzung hält die Gräser in Schach und bietet dem Klee ausreichend Licht.
Ausführliche Informationen zur Weißklee-Etablierung und Nachsaat im Spätsommer sind in der AGRAVIS Pflanzenbau-App IQ-Plant abrufbar.

Weitere Informationen gibt es bei ...

Imke Hansing, Futterbau-Vertriebsberatung
Telefon 0170 . 1851120
imke.hansing@agravis.de
agrav.is/gruenland