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Hitzestress im Schweinestall verhindern

Miravit Saucool Header

Jedes Jahr aufs Neue führen hohe Temperaturen zu Leistungsminderungen im Abferkelabteil. Die Folgen: Futteraufnahme und Milchleistung sinken, Ferkelverluste und Umrauschquoten steigen. Was können Landwirt:innen tun, um die negativen Auswirkungen von Hitzestress zu verhindern? Und welchen Einfluss hat die Fütterung dabei? Tierärztin Dr. Sandra Vagt, AGRAVIS Futtermittel GmbH, hat die Antworten.


Kurz und knapp

  • Die thermoneutrale Zone einer Sau wird bereits ab 22 Grad im Stall überschritten. Tierhalter:innen sollten daher so früh wie möglich Maßnahmen zur Reduktion von Wärmestress ergreifen.
  • Vor allem durch Verdauungsprozesse fällt viel Wärme an. Bei steigenden Temperaturen reagiert die Sau daher unter anderem mit einer reduzierten Futteraufnahme.
  • Das Ergänzungsfutter Miravit SauCool reduziert negative Folgen von Heißwetterlagen und stellt die kontinuierliche Aufnahme der Vitamine, Puffersubstanzen und Antioxidantien über den Tag sicher.

Wie kommt es zu Hitzestress beim Tier?
Dr. Sandra Vagt: Viel Wärme fällt vor allem durch Verdauungsprozesse an – dies erklärt die sinkende Futteraufnahme der Sau bei steigenden Temperaturen. Reicht eine reduzierte Futteraufnahme nicht aus, um die Körperinnentemperatur konstant zu halten, verringert sich die Durchblutung des Magen-Darm-Traktes. Auf diesem Wege wird Körperwärme aus dem Körperinneren zur Haut transportiert, um Wärme an die Umgebungsluft abzugeben, wodurch es zu einer Minderversorgung des Magen-Darm-Traktes kommt. Die Folgen: Der Darm ist schlechter mit Blut versorgt und kann die Nährstoffe weniger resorbieren, Teile des Darmgewebes werden unterversorgt und Bakterien und Endotoxine können in die Blutbahn gelangen. Fieber, Störung des Allgemeinbefindens und sogar plötzliche Todesfälle können auftreten. Kann das Tier auf diesem Weg noch immer nicht genügend Wärme abgeben, versucht der Organismus durch einsetzendes Hecheln, die überschüssige Wärme im Körper zu reduzieren, da Schweine nicht schwitzen können.

Das passiert bei Hitzestress

Je länger ein Tier hechelt, desto mehr Flüssigkeit geht verloren und Puffersubstanzen werden verbraucht. Steht nicht ausreichend Wasser zur Verfügung, kann es schnell zur Dehydratation mit Kreislaufversagen kommen. Ursache des Todes ist jedoch meist die Verschiebung des pH-Wertes im Organismus, der durch das Hecheln entsteht.

Welche Besonderheiten sollten Sauenhalter:innen bei der Fütterung ihrer Tiere im Sommer beachten?
Dr. Vagt: Zunächst ist die Bereitstellung von ausreichend schmackhaftem Tränkewasser essenziell. Der Wasserbedarf kann im Sommer schnell auf 60 Liter und mehr pro Tier und Tag ansteigen. Stimmen Durchflussraten, Erreichbarkeit der Nippel sowie die Qualität (Schmackhaftigkeit) des Wassers nicht, wird der Effekt sinkender Futteraufnahmen verstärkt und das Risiko einer Überhitzung steigt überproportional an.

Generell sollten Tierhalter:innen die laktierenden Sauen in den kühleren Tageszeiten mehrmals täglich mit kleineren Portionen versorgen, da dies eine schlagartige Wärmebildung verringert. Gleichzeitig ist die Chance groß, dass die gesamte Mahlzeit aufgefressen wird und es zu keinem Futterverderb im Trog kommt.

Der Einsatz leicht verdaulicher Futter unter Berücksichtigung der Nettoenergie und der verdaulichen Aminosäuren kann ebenfalls zur Reduktion von Wärmebildung führen. Miravit SauCool unterstützt tragende und laktierende Sauen an warmen Tagen

Welche Vorteile bringt Miravit SauCool für tragende und laktierende Sauen mit sich?
Dr. Vagt: Zum einen verbessert es die Versorgung der Darmzellen und entlastet den (Leber-)Stoffwechsel. Zum anderen wird die Verdaulichkeit der Ration und die Ausnutzung der Nährstoffe gesteigert. Darüber hinaus stabilisiert das Ergänzungsfuttermittel den pH-Wert durch die enthaltenden Puffersubstanzen.

Wann ist der beste Zeitpunkt, mit dem Einsatz von Miravit SauCool in der Fütterung zu beginnen?
Dr. Vagt: Adulte Schweine haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, Wärme abzugeben. Bereits ab 22 Grad im Stall wird die thermoneutrale Zone einer Sau überschritten. Je früher Maßnahmen zur Reduktion von Wärmestress ergriffen werden, desto höher ist daher der Erfolg, den Sommer ohne große Leistungseinbußen zu überstehen.


Dr. Sandra Vagt

Welche Vorteile bringt Miravit SauCool für tragende und laktierende Sauen mit sich?
Dr. Vagt: Zum einen verbessert es die Versorgung der Darmzellen und entlastet den (Leber-)Stoffwechsel. Zum anderen wird die Verdaulichkeit der Ration und die Ausnutzung der Nährstoffe gesteigert. Darüber hinaus stabilisiert das Ergänzungsfuttermittel den pH-Wert durch die enthaltenden Puffersubstanzen.

Wann ist der beste Zeitpunkt, mit dem Einsatz von Miravit SauCool in der Fütterung zu beginnen?
Dr Vagt: Adulte Schweine haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, Wärme abzugeben. Bereits ab 22 Grad im Stall wird die thermoneutrale Zone einer Sau überschritten. Je früher Maßnahmen zur Reduktion von Wärmestress ergriffen werden, desto höher ist daher der Erfolg, den Sommer ohne große Leistungseinbußen zu überstehen.

Gut vorbereitet mit der Miravit ThermoTool-App

Für Informationen über die Wetterlage mit einer Prognose von fünf Tagen steht die kostenlose ThermoTool-App zur Verfügung. Nach Eingabe des Wohnortes und der Tierart errechnet die App einen Hitzestress-Index aus der jeweiligen Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Für jede Gefahreneinschätzung gibt es Managementempfehlungen sowie eine Warnfunktion bei anstehenden Heißwetterlagen. Die App gibt es als Download im App Store und Google Play Store.

Wie sind die Fütterungsempfehlungen?
Dr. Vagt: Die Fütterung kann per Hand, über den Mediput oder durch die Zugabe in die hofeigene Mischung erfolgen. Um die kontinuierliche Aufnahme der Vitamine, Puffersubstanzen und Antioxidantien über den Tag sicherzustellen, empfiehlt sich der Einsatz zu jeder Mahlzeit. Die Dosierung beträgt ein Prozent der Futtermenge. Als Alleinfutter steht OlymPig SommerLac zur Verfügung, in dem Miravit SauCool bereits enthalten ist. OlymPig SommerLac wird wie ein herkömmliches Laktationsfutter eingesetzt, wobei die Dosierung nach der Geburt langsam gesteigert und an die tägliche Futteraufnahme der Sau angepasst beziehungsweise nach der betriebseigenen Futterkurve an die Sauen im Abferkelstall gefüttert wird.

Weitere Informationen gibt es bei...

Dr. Sandra Vagt, Produktmanagerin Schwein
Telefon 0251 . 682-2182
sandra.vagt@agravis.de
www.miravit.de