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Fünf Tipps für die Grunddüngung im Wintergetreide

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Von Winterweizen über Wintertriticale bis hin zur Wintergerste: Alle Wintergetreidesorten benötigen eine optimale Nährstoffzufuhr, um Krankheiten und möglichen Ertragsverlusten vorzubeugen. Unser Dünger-Experte Arne Klages verrät Ihnen fünf Tipps, wie Sie das Beste aus Ihren Pflanzen herausholen.


Kurz und knapp

  • Bei der Düngeplanung spielen organische Nährstoffträger meistens eine große Rolle. Mineralische Dünger ergänzen den fehlenden Bedarf.
  • Pflanzenbau-Experte Arne Klages rät zu regelmäßigen Bodenproben und zur Umsetzung der Empfehlungen aus dem Analysebericht.
  • Die teilflächenspezifische Düngung und andere digitale Möglichkeiten bieten erhebliche Potenziale für die Erreichung einer optimalen Nährstoffversorgung.

Tipp 1: Bodenanalysen bilden die Grundlage jeder Düngung. Eine Probe sollte mindestens alle drei bis vier Jahre bzw. einmal in der Fruchtfolge gezogen werden, um den pH-Wert, Phosphor-, Kali- und Magnesiumgehalt zu prüfen.

Tipp 2: Der größte Nutzen der Herbstdüngung besteht in der Kalkung. Stimmt der pH-Wert nicht, wird das Ertragspotential bei weitem nicht ausgenutzt. Nach der Ernte auf den Stoppeln bietet es sich an, eine Kalkung bei guter Befahrbarkeit und der Möglichkeit der Einarbeitung durchzuführen. Eine Empfehlung für die Aufwandmengen steht im Analysebericht.

Tipp 3: Je nach Gehaltsklasse der Nährstoffe im Analysebericht müssen sich die Landwirt:innen in der Düngeplanung einen Überblick über die Entzüge der angebauten Kulturen und der eingesetzten Düngemittel verschaffen. Meist sind organische Nährstoffträger gesetzt. Auch hier darf nicht mit Standardwerten gerechnet werden, sondern individuelle Proben der Wirtschaftsdünger sind notwendig. Fehlender Bedarf ist mit mineralischen Düngern zu ergänzen.

Tipp 4: Achten Sie in der Bodenanalyse auf die Nährstoffverhältnisse untereinander. Ein Verhältnis zwischen Kali und Magnesium von 2:1 bis 3:1 ist optimal. Liegt das Verhältnis außerhalb dieser Grenzen, behindern sich die Nährstoffe bei ihrer Aufnahme durch die Pflanze. Eine Magnesiumergänzung kann über Kieserit erfolgen. Langfristig ist der Einsatz magnesiumhaltiger Kalke eine günstige Möglichkeit, um den Magnesiumbedarf zu decken. Dies funktioniert allerdings nur auf Böden mit einem pH-Wert unter 6,5.

Tipp 5: Die Möglichkeiten der Digitalisierung bieten auch im Bereich der Grunddüngung erhebliche Potenziale. Ein Beispiel hierfür ist die teilflächenspezifische Düngung. Bei größer werdenden Strukturen und dem Einsatz von Fremdarbeitskräften oder auch wechselnden Böden ist eine gleichmäßige Düngung des gesamten Feldes nicht sinnvoll. Eine Bodenprobe in unterschiedlichen Ertragszonen zeigt häufig die Notwendigkeit wechselnder Düngermengen innerhalb eines Feldes.

Weitere Informationen bei …

Arne Klages, Ansprechpartner für Düngung
Telefon 0511 8075-3525 oder 0152 01810283
E-Mail arne.klages@agravis.de