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Bio Innovation Challenge für den Pflanzenschutz der Zukunft

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Die Landwirtschaft steht durch den Green Deal der Europäischen Kommission vor großen Herausforderungen. Die Vorgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik werden auf der einen Seite eine zunehmende Reduktion von klassischen Betriebsmitteln mit sich bringen. Auf der anderen Seite werden sie aber auch den Anteil biologischer und integrierter Bewirtschaftungsmethoden erhöhen. Bei der Bio Innovation Challenge präsentierten jetzt Start-ups Lösungen für die Zukunft.


Kurz und knapp

  • AGRAVIS-Expert:innen unterstützten teilnehmende Teams bei der Bio Innovation Challenge mit ihrem Fachwissen.
  • Ziel ist es, neue Lösungen für landwirtschaftliche Betriebe im Pflanzenschutz zu finden. Darüber hinaus soll durch die Challenge die Vernetzung zwischen Forschung, Industrie, Verbänden und Start-ups vorangetrieben werden, damit der Austausch intensiviert wird und die Produkte schnell umgesetzt werden können.
  • Rund 72 Start-ups aus über 20 Ländern haben sich für die Bio Innovation Challenge beworben. Zehn eingereichte Projekte wurden im November vorgestellt und vier davon sind prämiert worden.

Viele Landwirt:innen stehen vor der Frage: Welche biologischen Lösungen können im Pflanzenbau Betriebsmittel ergänzen und wegfallende Wirkstoffe ersetzen?
Biostimulanzien werden vielfach als mögliche Lösung diskutiert, sowohl in der biologischen als auch in der konventionellen Landwirtschaft. Die Hoffnung ist, dass bevorstehende Restriktionen bei Düngung und Pflanzenschutz durch diese alternativen Wirkstoffe ausgeglichen werden können.

Um neue Lösungen für landwirtschaftliche Betriebe zu finden, hat die RWA Raiffeisen Ware Austria AG gemeinsam mit der biohelp und dem Agro Innovation Lab (AIL) die Bio Innovation Challenge ins Leben gerufen. Rund 72 Start-ups aus über 20 Ländern haben sich beworben. Zehn eingereichte Projekte wurden im November vorgestellt. Vier davon sind prämiert.

Ideen- und Gedankenaustausch

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Arne Klages, AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung, hielt einen Vortrag zur Minderung von Treibhausgasemissionen durch den Einsatz von Nitrifikationshemmstoffen. Foto: © RWA, Ludwig Schedl

Neben der Prämierung gab es unterschiedliche Workshopformate und viel Raum zum Ideen- und Gedankenaustausch. „Die Teilnahme und die Gespräche mit so vielen unterschiedlichen Teilnehmenden war sehr inspirierend und motivierend. Wir nehmen viele Impulse für uns als AGRAVIS mit“, so Anna Baumgärtel, Projektleitung Carbon Farming. Gemeinsam mit Arne Klages, AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung, stand Baumgärtel den Teams fachlich zur Seite. Die Challenge soll die Vernetzung zwischen Forschung, Industrie, Verbänden und Start-ups vorantreiben, damit der Austausch intensiviert wird und die Produkte schnell umgesetzt werden.

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Folgende Projekte überzeugten im Pitch die Jury und erhielten eine Prämierung:

  • Ceradis aus den Niederlanden: CeraMax wird im Getreide-, Soja- und Maisanbau verwendet, um Saatgut effektiv gegen Krankheiten wie Fusarium – eine Pilzart – behandeln zu können. Der Wirkstoff eignet sich zur breiten Behandlung von Pilzkrankheiten.
  • BioAmin aus Mexiko: Das pflanzenbasierte Fungizid verbindet die traditionelle Anwendung der Wüstenheilpflanze Larrea tridentata mit einem innovativen Verfahren. So werden effektive organische Bestandteile isoliert und damit wird die biologische Anwendung im Bereich Obst und Gemüse ermöglicht.

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Anna Baumgärtel, Projektleitung Carbon Farming, nutzte die Bio Innovation Challenge zur Vernetzung, zum Dazulernen und um Impulse für AGRAVIS mitzunehmen. Foto: © RWA, Ludwig Schedl

  • EcoSafe aus Österreich: Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Insektiziden und Akariziden (Wirkstoffe gegen Milben) spezialisiert. Ausgangsbasis dafür ist ein neuartiger insektenpathogener Pilz. Besonders spannend: Das Produkt ist äußerst schonend für Bienen und andere Tiere im Ökosystem.
  • ESCApe aus Deutschland: ESCApe ist eine neuartige Carrier-Technologie, die die Heilung der Rebholz-Krankheit ESCA ermöglichen soll. Mithilfe einer Kapsel, die auf dem Rohstoff Lignin basiert, werden Wirkstoffe exakt zum Schädling transportiert. Diese können dann effektiv wirken.