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AGRAVIS NetFarming: Wichtiger Helfer auf heterogenen Schlägen

NICHT VERWENDEN AAD Düngekampagne Header

750 Hektar nicht arrondierte Lage im westlichen Münsterland, am Nordhang der Baumberge. Standorte mit zum Teil mittleren bis starken Hangneigungen, mit sandigen Flächen genauso wie Lehmböden mit mehr als 40 Prozent Tongehalt. Nicht gerade einfache Bedingungen für Landwirtschaftsmeister Antonius Börsting, Leiter der Ökonomieverwaltung des Grafen Droste zu Vischering auf Schloss Darfeld.


Kurz und knapp

  • Die heterogenen Flächen des landwirtschaftlichen Betriebes Schloss Darfeld sind eine Herausforderung.
  • Bei der Anbau- und Düngestrategie setzt der Leiter der Ökonomieverwaltung des Grafen Droste zu Vischering, Antonius Börsting, daher seit 2017 auf die Module von AGRAVIS NetFarming.
  • Inzwischen wird der gesamte Ackerbaubetrieb teilflächenspezifisch bewirtschaftet –für Börsting ein wichtiger Baustein für den Erfolg mit Blick auf steigende Preise, schwierige Verfügbarkeiten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Eine wichtige Unterstützung auf den sehr heterogenen Flächen sind bereits seit 2017 die Module von AGRAVIS NetFarming.

Im Schatten des Schlosses liegen die Gebäude des Landwirtschaftlichen Betriebs Oeconomie Schloss Darfeld inklusive Verwaltung, Getreide- und Maschinenhallen sowie Fuhrpark. Gebäude wie auch Bodenpflaster sind denkmalgeschützt. Mit drei Arbeitskräften plus Auzubildenden managt Antonius Börsting den Marktfruchtbetrieb. Er legt die Anbau- und Düngestrategien fest und setzt dabei seit vielen Jahren auf die Expertise der Fachberatenden der AGRAVIS. So wie die von Jens Fleige, wenn es um Smart Farming geht.

Expertentipp

Eine Managementzonenkarte basiert auf Satellitenbildern des Aufwuchses der angebauten Kulturen. Bereiche mit mehrjährig ähnlichem Ertragspotenzial werden zu Managementzonen zusammengefasst. Diese Karte unterteilt den Schlag in seine verschiedenen Ertragszonen.

Die Managementzonenkarte ist Grundlage für weitere Applikationskarten wie Aussaat, Düngung oder Pflanzenschutz. Sie gewährleistet exakte Ausbringung von Betriebsmitteln und damit ressourcenschonendes und zugleich wirtschaftliches Arbeiten.

Fleige ist Vertriebsberater bei AGRAVIS NetFarming. Er berät Antonius Börsting zu allen Fragen rund um die teilflächenspezifische Bewirtschaftung, vom Anbau bis zur Düngung. Börsting nutzt die Module zur teilflächenspezifischen Aussaat von Mais oder Hafer, zur Unterstützung der Bestandesführung, aber auch zum Düngen. Letzteres ermöglicht ihm gerade in Zeiten knapper Verfügbarkeiten und hoher Preise ein effektives, zielgerichtetes und damit auch wirtschaftliches Arbeiten.

„Düngung ist sehr teuer und mehr und mehr begrenzenden Regulierungen ausgesetzt. 27 Prozent unserer Ackerfläche liegt in Roten Gebieten. Aus diesen Gründen ist eine Optimierung der Strategie immens wichtig. Für uns zahlt es sich aus, dass wir schon seit Jahren die Module von NetFarming einsetzen“, erklärt Börsting. Er gibt seine Erkenntnisse über Smart Farming und Digitalisierung inzwischen auch bei der Landwirtschaftskammer NRW im Arbeitskreis Digitalisierung an die Kolleginnen und Kollegen weiter.

Teilflächenspezifische Kalkung

Seit 2020 werden auf Schloss Darfeld alle Flächen nach und nach in der Fruchtfolge teilflächenspezifisch gekalkt. Dazu nutzt Betriebsleiter Börsting die NetFarming-Grunddüngung, die aus der Bodenbeprobung Ph-Wert-Nährstoffkarten erzeugt: „Wir haben bei vielen Flächen auf einem Schlag unterschiedliche Bodenarten und pH-Werte-Ansprüche: Das reicht von einem Ph von 5,5 auf Sandböden bis 7 auf Lt-Böden. Mit der teilflächenspezifischen Kalkung können wir das ganz genau einstellen und den Boden mit dem versorgen, was er wirklich benötigt. Jens Fleige und ich planen dafür im NetFarming-Modul die Fahrstrecken, lassen die Bodenproben nehmen und die Raiffeisen Münsterland-West setzt als Dienstleister die Kalkung dann entsprechend teilflächenspezifisch um.“

Bei allen Kulturen geht es Börsting darum, mit NetFarming die Ertragspotenziale auf den heterogenen Flächen optimal auszuschöpfen. Mit einer Strategie für Hafer hat er 2017 begonnen: „Bei Hafer ist die Bestandesführung nicht ganz einfach, vor allem bei unseren unterschiedlichen Bodenverhältnissen.“ Bereits vor 2017 arbeitete der Ökonomieverwalter im Bereich Düngung mit einem N-Sensor, um die Nährstoffe im Boden besser zu erfassen und die Düngestrategie entsprechend auszurichten. In den Dürrejahren 2018 und 2019 nahm er die teilflächenspezifische Maisaussaat dazu, um Erträge zu sichern.

„Das funktioniert wie ein Baukasten“, erklärt NetFarming-Berater Jens Fleige. „Aus den Managementzonenkarten erstellen wir im NetFarming-Portal die Aussaat- und Applikationskarten oder Biomassekarten. Wir greifen dafür auf mehrjährige Satellitenbilder genauso zurück wie auf das Wissen der Betriebsleiter:innen zu der Beschaffenheit ihrer Böden.“ Börsting ergänzt: „Wir haben Potenzialkarten zu den Kulturen, die wir je nach Situation oder Arbeit anwenden.“

AAD Düngekampagne Monitor

Der erfahrene Landwirtschaftsmeister ist sicher: „Auf Dauer haben wir in der deutschen Landwirtschaft nur eine Chance durch gezieltere Ausbringung von Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Statt immer neuer Verbote müssen wir auf bessere Applikation setzen, wie es mit den Modulen von NetFarming funktioniert. Das ist nachhaltig und bodenschonend, sichert aber zugleich auch die Ernten.

Auf seinen heterogenen Schlägen – „sehr gute Böden in Senden und Rosendahl, Saharasand in Metelen“ – hat Börsting in den vergangenen Jahren viele Erfahrungen mit der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung gesammelt. Sie ist für ihn ein Schlüssel für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. „Immer mehr Bausteine fallen weg. Das müssen wir kompensieren, und dafür eignen sich teilflächenspezifische Verfahren sehr gut.“

AGRAVIS-Podcast: Düngemittelmarkt im Frühjahr 2022

Die beiden Düngemittel-Experten Ralf-Georg Dinter (AGRAVIS) und Malte Sangel (Ceravis AG) werfen nicht nur einen Blick auf die Marktentwicklung, sondern gehen auch darauf ein, welche Lösungen die AGRAVIS Ihnen anbieten kann und warum es so wichtig ist, Dünger rechtzeitig zu kaufen.

Zum Podcast

Teilflächenspezifische Bewirtschaftung auf Schloss Darfeld:

  • Seit 2017 Haferaussaat und Düngung nach Managementzonenkarte
  • Seit 2018 Rapsdüngung nach Biomassekarte
  • Seit 2018 Maisaussaat und Bestandesdichte
  • Seit 2020, Teilflächenspezifische Bodenbeprobung und Kalkung mit der Raiffeisen Münsterland-West
  • Seit 2021 Getreideabschlussgabe mit Biomassekarte statt N-Sensor
  • Seit 2021 organische Düngung zu Mais

AGRAVIS-Podcast: Netfarming

Gemeinsam mit Moderator Friedrich Holtz (AGRAVIS Ost GmbH & Co. KG) informiert Heiner Billmann, Vertriebsmitarbeiter AGRAVIS NetFarming, über die teilflächenspezifische Bewirtschaftung und die Lösungen für den modernen Ackerbau – besonders interessant in Zeiten knapper Verfügbarkeiten, hoher Preise und zunehmender gesetzlicher Limitierungen.

Zum Podcast

Betriebsspiegel Landwirtschaftlicher Betrieb Oeconomie Schloss Darfeld:

  • Betriebsfläche: 775 Hektar
  • Ackerfläche: 758 Hektar
  • Standard-Fruchtfolge im Betrieb:
  • Winterraps – Winterweizen – Hafer/Ackerbohnen – Wintergerste – Silomais
  • Boden- und Klimaverhältnisse:
  • Ackerzahl: Durchschnitt 49 Bodenpunkte (33-62)
  • Bodenart: Sand, sandiger Lehm, Lehm, lehmiger Ton, Ton
  • Ackerschläge: 81 Schläge, Durchschnitt 6,3 Hektar
  • Feldentfernung: Durchschnitt 4,1 Kilometer
  • Höhenlage: 80-160 Meter über NN
  • Niederschläge: Durchschnitt 680 Millimeter (2010-2020)
  • Jahrestemperatur: Durchschnitt 9 Grad Celsius

Video: effiziente Stickstoffdüngung

Jens Fleige erklärt in einem Video die wichtigsten Faktoren für eine effiziente Stickstoffdüngung:

Weitere Informationen gibt es bei ...

Jens Fleige, Vertriebsberater NetFarming
Telefon 0173 6955193
E-Mail jens.fleige@agravis.de

Dr. Thomas Steinmann, Leiter Digitalvertrieb der AGRAVIS Raiffeisen AG
Telefon 0251 682-3886
E-Mail thomas.steinmann@agravis.de

www.netfarming.de