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Exakte Ausbringung, guter Ertrag

NetFarming Pohlmann Header

Der Betrieb Andreas Pohlmann arbeitet erfolgreich mit der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung von AGRAVIS NetFarming.


Kurz und knapp:

  • Landwirt Andreas Pohlmann arbeitet seit Jahren erfolgreich mit der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung von AGRAVIS NetFarming - von der Aussaat über die Pflanzenschutzausbringung bis hin zur Düngung.
  • Die Erfolge sprechen sich herum: Im Lohnbetrieb bearbeitet Pohlmann inzwischen 320 Hektar mit Karten von NetFarming.
  • NetFarming-Berater Heiner Billmann erklärt die Vorteile der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung.

Vor sechs Jahren hat Andreas Pohlmann von seinem Vater den landwirtschaftlichen Betrieb in Ostbevern/Nordrhein-Westfalen übernommen. Zu den ersten Dingen, die der junge Betriebsleiter ausprobierte, gehörte die teilflächenspezifische Maisaussaat mit AGRAVIS NetFarming. Heute arbeitet der 34-Jährige komplett teilflächenspezifisch, von der Aussaat über die Pflanzenschutzausbringung bis hin zur Düngung – „von der Maisdrille bis zum Güllefass“, wie er sagt.

„Das erste Jahr mit der teilflächenspezifischen Maisaussaat hat mich direkt überzeugt“, erinnert sich Pohlmann. Seine Ertragssteigerung lag bei mehr als 10 Prozent. In den Dürrejahren 2018 und 2019 sicherte er, anders als viele Berufskolleg:innen in der Nachbarschaft, seine Erträge. „Damals habe ich die Kartenplanung und das Legen noch von der AGRAVIS durchführen lassen. Heute kann ich das selbst“, erklärt der Landwirt.

Genaue Mengen Düngemittel und Saatgut

Bei der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung sorgen Applikationskarten dafür, dass die Flächen genau die Mengen an Düngemittel und Saatgut bekommen, die sie für einen optimalen Ertrag benötigen. Durch die exakte Ausbringung der Betriebsmittel wird der Boden geschont – ein immer wichtigerer Aspekt in der gesellschaftlichen Diskussion und bei sich verändernden gesetzlichen Vorgaben.

Seit 2018 sind alle Flächen des Betriebs Pohlmann in Ostbevern kartiert. Die Applikationskarten ziehen Pohlmann und seine drei bis vier Aushilfskräfte über einen USB-Stick auf die Schlepper. „In der Regel ist es kein Problem, die Karten auf die Terminals zu ziehen“, sagt Pohlmann. Das gilt auch für die Maschinen, mit denen er im Lohnbetrieb arbeitet. „Man sollte nur nicht die Sticks vertauschen. Dann hat man plötzlich Körner pro Quadratmeter, wo Körner pro Hektar sein sollten“, sagt er und schmunzelt, als er an das kleine Missgeschick zurückdenkt. „Zur Not kann ich aber immer noch mit dem Tablet auf dem Schlepper arbeiten. Dann ist es eher eine Frage der Verfügbarkeit des Internets.“

NetFarming Pohlman Billmann

NetFarming-Team unterstützt Kunden bei der Einrichtung

Betrieb Pohlmann Ostbevern

  • Familienbetrieb mit drei bis vier Aushilfen und Seniorchef
  • 70 Hektar, Hälfte Mais, Hälfte Getreide
  • Maximal 25 Bodenpunkte, viel sandiger Boden
  • 2.000 Mastschweine
  • Lohnbetrieb von der Saat bis zur Ernte (Körnerfrüchte)

Die Managementzonenkarte, Grundlage der verschiedenen Applikationskarten für Saatgut, Dünger und Pflanzenschutz, hat Andreas Pohlmann von den Experten von AGRAVIS NetFarming erstellen lassen – für seinen Betrieb und auch gleich für die seiner Kundschaft. Mithilfe von mehrjährigen Satellitenaufnahmen wird dabei jeder Schlag in Ertragszonen unterteilt. Auf Basis dieser Karte werden die Applikationskarten erstellt: ob nun für die teilflächenspezifische Maisaussaat, Anwendungen fürs Getreide oder für die Düngung.

Die Berufserfahrung spielt bei der Anwendung eine große Rolle, weiß Heiner Billmann von AGRAVIS NetFarming: „Die Landwirt:innen kennen ihre Flächen in der Regel genau. Dieses Wissen fließt in die Karten mit ein.“ So ist für die Maisaussaat eine feuchte Zone optimal, weil der Mais das Wasser benötigt. Für die Getreideaussaat hingegen ist sie schlecht.

10 Prozent Mehrertrag durch NetFarming

Andreas Pohlmann kennt seine Flächen und die seiner Kund:innen gut. „Bei rund 10 Prozent Mehrertrag muss ich als Lohnunternehmer auch bei meiner Kundschaft nicht mehr diskutieren“, weiß er. Die Erfolge mit den Modulen von AGRAVIS NetFarming sprechen sich herum: „Früher habe ich 40 Hektar mit Karten bearbeitet, heute sind es 320 Hektar.“

„Andreas Pohlmann ist ein gutes Beispiel für einen Kunden, der mit der Maisaussaat gestartet ist und dann schnell die Möglichkeiten und Vorteile der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung für sich erkannt hat“, erklärt Heiner Billmann. „Das zeigt das große Potenzial von Precision Farming für einen Betrieb.“ Andere Module werden nachgefragt, die man auf der Maisaussaatplanung aufbauen kann.

Die Module sind einfach zu bedienen: „Am Anfang haben mir die Fachleute einmal erklärt, wie das funktioniert, jetzt bekomme ich die Applikationskartenerstellung selbst hin, ohne dass ich jemanden anrufen muss“, beschreibt Pohlmann.

Weitere Module für NetFarming in der Entwicklung

„Die Entwicklung der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung ist noch lange nicht zu Ende. So haben wir gerade das neue Modul Grunddüngung fertiggestellt“, sagt Heiner Billmann auch mit Blick auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen wie die Verschärfung der Düngeverordnung, die ein immer genaueres, ressourcenschonendes Arbeiten fordern. „Gleichzeitig bringt die teilflächenspezifische Bewirtschaftung eben auch Ertragssteigerungen, weil sie den Boden optimal nutzt. Die Betriebsmittel werden zielgenau eingesetzt“, so Billmann. Pohlmann fügt hinzu: „Ich habe auf meinem sandigen Boden so viel Gerste geerntet wie noch nie, weil ich genauso gedüngt habe, wie der Boden es brauchte. Da macht die Ernte dann richtig Spaß.“

Weitere Informationen gibt es bei Dr. Thomas Steinmann, Telefon 0251 . 682-3886, thomas.steinmann@agravis.de, sowie unter www.netfarming.de.