Zukunft Füttern

Schweinefütterung auf den Punkt

Die Herausforderungen in der modernen Schweineproduktion sind groß. Um diese anzugehen, setzt die AGRAVIS Raiffeisen AG neue Maßstäbe mit ihrem innovativen Konzept „Zukunft Füttern“. „Zukunft Füttern“ beinhaltet die vier Kernthemen: NährstoffExakt, EnergieEffizient, GesundheitsPlus und ErtragReich. Vier AGRAVIS-Experten erläutern, wie die Fütterung auf den Punkt gebracht wird.

Dr. Peter Rösmann: NährstoffExakt

NährtstoffExakt Unter dem Begriff NährstoffExakt verstehen wir folgende Aspekte: Zunächst einmal ist die Optimierung auf neun praecaecal verdauliche Aminosäuren zu nennen. Dadurch werden beispielsweise Eiweißfuttermittel wie Sojaextraktionsschrot oder Rapsextraktionsschrot in den Rationen eingespart. Durch diese Einsparung kommt es zu einer gezielten Absenkung des Rohproteingehaltes in den Gesamtrationen. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass man bei einer einprozentigen Rohproteineinsparung in der Ration mit einer zehnprozentigen Einsparung an Stickstoffausscheidung bei dem Schwein zu rechnen hat. Eine gezielte Phospor-Absenkung in den Rationen wird durch innovative Phytase-Konzepte und die Berücksichtigung des tatsächlichen Bedarfs des Tieres an verdaulichem Phosphor ermöglicht. Das führt auf Betriebsebene dazu, dass ein Landwirt entweder weniger Pachtfläche benötigt, mehr Tiere auf gleicher Flächenausstattung halten kann oder weniger Gülle exportieren muss.

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Alexandra Grimm: EnergieEffizient

EnergieEffizient Eine Futterration setzt sich aus Energie, Protein und Mikronährstoffen zusammen. Weit über 60 Prozent der Kosten entfallen auf den Energieanteil im Futter. Es ist aus ökonomischen Gründen also sehr wichtig, den Energiebeitrag der einzelnen Futterkomponenten genau zu kennen. Um die tatsächlich vom Schwein nutzbare Energie zu bestimmen, bildet man den Saldo aus aufgenommener Bruttoenergie und zieht die Energie ab, die den Körper wieder in Form von Ausscheidungen verlässt. Unter Beachtung der Energieverluste durch Kot und Harn erhält man die „umsetzbare Energie“, das in Deutschland aktuelle Energiebewertungssystem. Allerdings wird hierbei noch nicht beachtet, dass dem Körper auch Energie in Form von Wärme verloren geht. Im „Zukunft Füttern“-Konzept wird dieser Verlust berücksichtigt und erhält die tatsächlich nutzbare Energie, die sogenannte „Nettoenergie“. EnergieEffizient steht also für das Netto-Energiebewertungssystem, eine exaktere und somit ökonomischere Energiebewertung.

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Dr. Svenja Sudeick: GesundheitsPlus

GesundheitsPlus Fütterung und Tiergesundheit sind eng miteinander verknüpft. So erkranken Tiere, die einem Nährstoff- oder Energiemangel ausgesetzt sind, schneller als andere. Ein gesunder Darm ist die Basis, denn über 60 Prozent des Immunsystems befinden sich im Darm. Rohfaserträger und eine gute Struktur des Futters fördern die Darmgesundheit. Sie erhalten die Darmmotorik, gewährleisten die Passagerate und verringern die Gefahr von Darmträgheit oder Verstopfungen. Eine Anflutung von überschüssigen Nährstoffen wird mit Hilfe einer nährstoffexakten Fütterung vermieden. Der Stoffwechsel wird entlastet und die Vitalität der Tiere gesteigert. Durch die verringerte Stickstoff-Ausscheidung reduziert sich der Ammoniak-Gehalt in der Stallluft. Die Belastung der Atemwege von Tier und Mensch (Landwirt) lässt nach. „GesundheitsPlus“ steht im „Zukunft Füttern“-Konzept also für eine stabile Darmgesundheit, ein starkes Immunsystem, die Entlastung des Stoffwechsels und gesunde Atemwege.

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Bernhard Walgern: ErtragReich

ErtragReich Das „Zukunft Füttern“-Konzept ist unter mehreren Aspekten ErtragReich: Es überzeugt durch weniger Futterkosten, denn wir füttern auf den Punkt ohne Luxuskonsum. Allein der Einsatz eines reinen Endmastfutters mit reduzierten Eiweißgehalten kann schon bis zu 1 Euro an Futterkosten pro Mastschwein sparen. Durch die Konzeption auf Basis Idealprotein muss weniger überschüssiges Rohprotein abgebaut werden, wodurch der Stoffwechsel entlastet wird. Das führt zu spürbar besserer Stallluft und verbessert die Atemwegsgesundheit. „Zukunft Füttern“ führt über eine bessere Ballaststoffaustattung zu stabilerer Darmgesundheit der Tiere. Die Gesundheitskosten können in vielen Fällen reduziert werden. Der wichtigste finanzielle Vorteil entsteht durch den geringeren Nährstoffanfall. Der Flächenbedarf für die Gülleausbringung oder die Kosten für die Gülleabgabe können zum Teil erheblich reduziert werden.

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Weitere Informationen gibt es bei Alexandra Grimm, Telefon 0251 . 682-2286, alexandra.grimm@agravis.de, bei den AGRAVIS-Produktionsberatern oder unter www.zukunftfüttern.de www.zukunftfüttern.de.

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