Stimmt der Ansatz „Viel hilft viel“?

Hohe Milchleistungen erfordern ausgewogene Mineralstoffversorgung

Milchkühe scheiden bei einer täglichen Milchleistung von 40 Kilogramm alleine über das Euter etwa 115 Gramm Mineralstoffe aus. Hinzugerechnet werden müssen weitere, tierindividuelle Bedarfsmengen, die für Erhaltung und Gesundheit der Milchkuh erforderlich sind. Einen Teil des Tagesbedarfs an Mengen- und Spurenelementen nimmt die Milchkuh über das Grundfutter auf. Für eine bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung der Herde ist jedoch eine genaue Kenntnis über die nativen Gehalte der eingesetzten Rationskomponenten Grundvoraussetzung. Da sie in Silagen einer hohen Variabilität unterliegen können, bringt nur eine Grundfutteranalyse Aufschluss über die tatsächlichen Mineralstoffgehalte.

Bedarfsgerechte mineralische Ergänzung

Meistens reichen die nativen Mineralstoffgehalte zur Deckung des täglichen Bedarfs einer Milchkuh nicht aus und eine mineralische Ergänzung ist erforderlich. Als Ergebnis zahlreicher Fütterungsversuche geben beispielsweise die Wissenschaftler der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) an, welche Konzentrationen an Mengen- und Spurenelementen in der Gesamtration enthalten sein müssen. Zudem geben sie an, in welchem optimalen Verhältnis die aufgenommenen Mengen- und Spurenelemente für eine bestimmte Milchleistung zueinander stehen sollen. Daraus lässt sich ableiten, dass eine Mineralstoffergänzung nicht gemäß dem Motto „Viel hilft viel“, sondern aufgrund der wechselseitigen Beziehungen zwischen den Elementen ausgewogen erfolgen sollte. Ergebnis negativer Wechselbeziehung können Mangelerscheinungen unterschiedlichster Form sein.

Kupferbrille beim Rind

Ein Beispiel ist die ausgeprägte Kupferbrille beim Rind. Dabei bilden sich mit der Zeit hell pigmentierte Haare rings um die Augen. Bei einem Kupfergehalt in der Gesamtration von 10 Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse kann die Mangelerscheinung dennoch auftreten. Verantwortlich ist jedoch weniger der ungenügende Kupfergehalt der Gesamtration als vielmehr das Vorliegen einer negativen Wechselbeziehung zwischen Kupfer und einem oder mehreren Spurenelemente wie Eisen oder Molybdän.

Diese Elemente können die Kupferverfügbarkeit der Milchkuh reduzieren und zu einem indirekten Kupfermangel führen. Eine Überversorgung mit Eisen kann seinen Ursprung in eisenhaltigem Tränkwasser oder überhöhten, eisenreichen Aschegehalten der verfütterten Silagen haben. Auf moorigen Standorten kann eine überhöhte Molybdänaufnahme der Milchkuh die Kupferverfügbarkeit reduzieren. Daher sollte darauf verzichtet werden, Mangelsymptome durch eine einseitig erhöhte Supplementierung von Mengen- oder Spurenelementen zu beheben. Grundsätzlich ist eine ganzheitliche Ursachenforschung durch Tränkwasser- und Silageanalytik zusammen mit einem AGRAVIS-Produktionsberater zu empfehlen.

Futterkonzepte von VitaMiral

Die Vitamiral-Mineralfutterkonzepte ermöglichen eine bedarfsgerechte Mineralisierung hochleistender Milchkühe. Passgenau ergänzt das Programm Programm alle Rationstypen mit den für hohe Leistungen erforderlichen Mineralstoffen. Die richtigen Kombinationen von wichtigen Makro- und Mikronährstoffen sowie Wirkstoffen und Probiotika runden die Futterkonzepte ab. Eine optimale Mineralstoffversorgung von Milchkühen gewährleistet, dass hohe Milchleistungen mit gesunden Tieren bei minimalen Nährstoffausscheidungen erreicht werden. Das entlastet unter dem Strich den Geldbeutel, die Nährstoffbilanz des Betriebesn und die Umwelt.

Informationen erhalten Sie bei Produktmanager Dr. Peter Rösmann, Tel. 0251 . 682-2262 oder per Mail peter.roesmann@agravis.de.

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