Getreidelagerung im Folienschlauch - ein starkes System

Die sichere Lagerung und Konservierung Konservierung von Agrarprodukten über längere Zeiträume ist Voraussetzung für den weltweiten Handel sowie für die lokale Versorgung von Mensch und Tier auch außerhalb der Anbau- und Erntesaison. So werden nicht nur Verluste minimiert, sondern auch die Qualität gesichert.

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Das Siliergut wird mittels Rotor gegen ein Pressgitter gepresst und verdichtet. Getreidelagerung im Folienschlauch - ein starkes System
Das Siliergut wird mittels Rotor gegen ein Pressgitter gepresst und verdichtet.

Grundsätzlich werden Agrarprodukte durch Feuchtentzug/Trocknung oder Konservierung/Silierung Konservierung/Silierung lagerfähig gemacht. Kosten, Praktikabilität, Sicherheit der Methode sowie die geplante Nutzung der Produkte stehen dabei im Mittelpunkt. Die Lagerkosten müssen zumeist durch vertraglich gesicherte Preise oder steigende Preise zwischen Zeitpunkt der Einlagerung und dem Verkauf gedeckt werden. Aktuell ist dies häufig nicht mehr der Fall, weshalb neue, kostengünstige und flexible Systeme zunehmend an Bedeutung gewinnen: die Folienschläuche. Diese Technologie eignet sich hervorragend zur Silierung im Folienschlauch, Folienschlauch, aber auch für die effiziente Lagerung von Getreide.

Befahrbarkeit während der Entnahme gewährleisten

Die Umsetzung in der Praxis ist denkbar einfach. Es bedarf nicht zwingend einer befestigten Fläche, grundsätzlich können Schläuche auf unbefestigtem Boden gelagert werden. Es muss nur an die Befahrbarkeit während der Entnahme gedacht werden. Alternativ kann der Boden geschottert oder auch mit Asphalt oder Beton befestigt sein. Das heißt, im Wesentlichen sind keine oder nur geringe bauliche Veränderungen erforderlich. Das Getreide (oder die Silage) ist nach dem Einfüllen in den Folienschlauch sofort luftdicht verpackt, zusätzliche Siloschutznetze schützen den Schlauch vor unerwünschten Beschädigungen durch Tiere. Ein Praxisversuch zeigt, wie gut das Verfahren ist: Durch die Budissa Agrarprodukte Preititz/Kleinbautzen GmbH wurde bei einem Versuch Weizen (Feuchtegehalt 10,9 Prozent) der Sorte Tarso in zwei Folienschläuche eingelagert. In die Schläuche wurden gasdichte Ventile für die regelmäßige Probenahme eingesetzt und Datalogger zur Ermittlung des Temperaturverlaufs eingebracht. Eine ebenso beprobte Kontrollpartie verblieb in der Lagerhalle.

Der Praxistest zeigt: Der Folienschlauch ist konkurrenzfähig

Das Versuchsergebnis: In beiden Folienschläuchen ist das allmähliche Absinken der Temperatur und eine rasche Annäherung an die Außentemperaturen zu erkennen. Dies lässt auf sehr geringe, mikrobiologische Aktivitäten schließen. Sowohl die chemischen als auch die mikrobiologischen Kennwerte zeigten einen äußerst homogenen Verlauf. Die zur Einlagerung vorhandenen Gehalte an Stärke und Rohprotein sowie der pH-Wert sind nahezu unverändert. Außerdem ist kein Anstieg der untersuchten Mikroorganismen-Gruppen zu erkennen. Die Gehalte der untersuchten Keimgruppen liegen im Bereich der Richtwerte für Getreidemahl-Erzeugnisse der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM). Im Praxisversuch konnte gezeigt werden, dass Getreide mit lagerfähigem Trockenmassegehalt in Folienschläuchen ohne Qualitätseinbußen gelagert werden kann. Hinsichtlich Kosten, Qualität und Arbeitswirtschaft ist die Lagerung im Folienschlauch konkurrenzfähig zur konventionellen Getreidelagerung. Darüber hinaus wird eine hohe Flexibilität bewahrt.

Auf einen Blick:

  • luft- und wasserdicht
  • sofortiger Luftabschluss
  • UV-stabil
  • sauber und futterhygienisch
  • kleiner Anschnitt = hoher Vorschub
  • leistungsfähig
  • flexibel
  • sichere, dauerhafte Lagermöglichkeit
  • geringe Investition
  • kurze Amortisation
  • feuchte und trockene Produkte (z. B. feuchter Körnermais)
  • auch geeignet für Schüttgüter, wie Dünger oder Streusalz
  • passend für jede Betriebsgröße wirtschaftlich: Ein-/Auslagerung weniger als 5 Euro/Tonne

Weitere Infos gibt es bei Jan Witthinrich, Tel. 02 51 . 682-2310, jan.witthinrich@agravis.de, Frank Krüger, Tel. 0511 . 8075-3347, frank.krueger@agravis.de.