AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg - eine zehnjährige Erfolgsgeschichte

Die Gesellschafterversammlung der AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH am Mittwoch, 1. Juni, wird in einem etwas größeren Rahmen stattfinden als sonst. Denn zwischen dem 1. Januar 2006 und heute hat die GmbH eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Genug Grund zum Feiern.

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Die beiden Geschäftsführer der AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH, Heinrich Bruns (r.) und Hermann Mammen, blicken auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte der GmbH zurück.AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg - eine zehnjährige Erfolgsgeschichte
Die beiden Geschäftsführer der AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH, Heinrich Bruns (r.) und Hermann Mammen, blicken auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte der GmbH zurück.

Mit zehn Gesellschaftern startete die AGRAVIS Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH im Jahr 2006. Sie ging aus der AGRAVIS Kraftfutterwerke Nordwest GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der AGRAVIS Raiffeisen AG, hervor. „Wir hatten damals eine Produktionsleistung von rund 340.000 Tonnen im Jahr, Tendenz rückläufig“, erläutert Heinrich Bruns, gemeinsam mit Hermann Mammen von der RWG Ammerland-OstFriesland eG RWG Ammerland-OstFriesland eG Geschäftsführer der GmbH.

Erfolgreiches Gesellschaftermodell

Mit dem genossenschaftlichen Modell, das Kunden zu Mitgliedern macht und so Kräfte und Interessen bündelt, wollte das Unternehmen neue Wege gehen, die Zusammenarbeit mit den Kunden ausbauen und weiter intensivieren – ein Gesellschaftermodell, das in Oldenburg seither sehr erfolgreich ist und das inzwischen auch auf andere Regionen ausgedehnt wurde.

Identifikation mit dem Standort Oldenburg

„Die Genossenschaften sind, weil sie Gesellschafter sind, mit dem Produktionsstandort Oldenburg stark verbunden. Die Identifikation ist sehr hoch. Sie ziehen ihre Mengen auf Oldenburg und gemeinsam gewinnt man Neu-Kunden“, erläutert Hermann Mammen. Auch die Zusammenarbeit mit den Genossenschaften hat sich deutlich verbessert. „Sie haben ein besseres Verständnis für die Arbeitsweise und die Herausforderungen in der Produktion, denn sie haben jetzt eine Inneneinsicht. Wir wollen gemeinsam Prozesse optimieren und wirtschaftlich erfolgreich am Markt agieren“, erklärt Mammen.

Investieren und profitieren

Das gilt auch für Investitionen wie den Bau einer Trocknungsanlage im Jahr 2008. „Alleine hätten wir das nicht stemmen können. Aber die Gesellschaften haben das unterstützt und den Bau mitgetragen. Durch die Anlage können wir ihnen nun helfen, Erntespitzen abzugreifen“, erklärt Bruns. Die Gesellschafter tragen die Investitionen mit und profitieren dann von den Ergebnissen.

Produktionsmenge von gut 500.000 Tonnen

Heute sind mit 17 Genossenschaften fast alle aus dem direkten Einzugsgebiet auch am wirtschaftlichen Erfolg des Kraftfutterwerkes beteiligt. Zusammen mit dem Futtermittelwerk in Leer, das die GmbH vor zwei Jahren eingegliedert hat, liegt die jährliche Produktionsmenge an Mischfutter bei gut 500.000 Tonnen. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren viel erreicht und werden weiter darauf aufbauen“, erklärt Mammen. „Die Genossenschaften ziehen mit. Denn sie sind nicht mehr nur Kunden wie noch vor zehn Jahren, sondern selber auch Gesellschafter.“

Ausdehnung des erfolgreichen Modells

Das in Oldenburg so erfolgreiche Modell hat die AGRAVIS Raiffeisen AG auch auf andere Regionen ausgedehnt. Bei der Mischfutterherstellung im Münsterland beispielsweise stellte die AGRAVIS in diesem Jahr die genossenschaftliche Zusammenarbeit auf eine neue Stufe: 16 Primärgenossenschaften erwarben Anteile an der AGRAVIS Kraftfutterwerke Münsterland GmbH. Weitere sollen bis Jahresende folgen und damit die Produktionsmenge in den Mischfutterwerken in Münster und Dorsten von 728.000 Tonnen Mischfutter pro Jahr absichern. Durch die neue Zusammenarbeit wird das Mischfuttergeschäft aller Beteiligten sinnvoll miteinander vernetzt. Ziel ist es, die Produktionstonnage der beiden Futtermittelwerke schon im ersten Jahr der Zusammenarbeit auf 777.000 Tonnen auszuweiten.

Auch in Münster holt die AGRAVIS damit die Genossenschaften als Gesellschafter mit ins Boot. Auch hier gilt, wie in Oldenburg: Aus Kunden werden Gesellschafter.