Veränderbares Beschäftigungsmaterial im Hühnerstall

“Picken statt zicken“ – mit diesem Slogan und dem dazugehörigen animierten Werbespot animierten Werbespot haben die AGRAVIS Raiffeisen AG und ihre Beteiligungsgesellschaft Crystalyx Products GmbH Crystalyx Products GmbH für einiges Aufsehen gesorgt. Doch hinter der auf den ersten Blick lustigen Story verbirgt sich ein ernstes Thema, mit dem sich das Unternehmen bereits seit vielen Jahren auseinandersetzt. Und ein Thema, das im kommenden Jahr wieder ganz oben auf der Tagesordnung vieler Legehennen-Halter stehen wird.

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„Ab 2017 werden keine Legehennen mit gekürzten Schnäbeln eingestallt“, erklärt Heinrich Icking, Produktmanager Geflügelfutter Geflügelfutter bei der AGRAVIS. Die Schnabelbehandlung sei bis dato zur Einschränkung von Kannibalismus, Verletzungen und Futterverschwendung gängige Praxis gewesen. Die Diskussion um die Schnabelkürzung sei keine neue, weiß der Experte. Daher ist die Geschichte des Pickblocks Pickblocks bei der AGRAVIS auch schon etwas länger beziehungsweise älter: „Wir wussten, es muss etwas passieren und haben uns frühzeitig Gedanken gemacht, wie die Waffe Schnabel mit anderen Mitteln in den Griff zu kriegen ist.“

Pickblock als Beschäftigungsmaterial

Herausgekommen ist nach vielen Versuchen und Untersuchungen ein aus verschiedenen Getreiden, Mineralien und Muschelschalen bestehender, speziell gepresster Block – der Pickblock. Eine Hauptzutat ist Calciumcarbonat in verschiedenen Formen. „Das brauchen die Tiere für den Knochenaufbau und den Aufbau der Eischale“, sagt Icking. Allerdings ist der Pickblock in erster Linie ein Beschäftigungsmaterial – hergestellt wie ein Futtermittel, aber mit einer anderen Zielsetzung.

Ruhigere und ausgeglichenere Herde

1 bis 2 Gramm nehmen die Tiere pro Tag durch das Picken am Block zusätzlich an Futter auf. Durch die Härte des Blocks nutzen sich die Schnäbel natürlich ab. Aufgrund der besonderen Zusammensetzung und der verschiedenen Festigkeiten ist er anhaltend attraktiv und reduziert so Verhaltensabweichungen wie Federpicken und Kannibalismus . „Die Herde wird insgesamt ruhiger und ausgeglichener“, ist die Erfahrung des AGRAVIS-Produktmanagers. Wichtig sei jedoch, dass die Tiere von Anfang an Pickblöcke kennen: „In den ersten ein bis zwei Lebenswochen erkunden die Küken mit dem Schnabel alles Fressbare. Daher sollte ihnen so früh wie möglich ein manipulierbares und veränderbares Beschäftigungsmaterial angeboten werden.“ Idealerweise wird der Pickblock in der Junghennenaufzucht, schon während der Kükenphase, eingesetzt und weiterhin im Legehennenbetrieb.

Ideale Ergänzung des Crystalyx-Portfolios

Hergestellt werden die Pickblöcke im Werk in Oldenburg, wo auch die Crystalyx Products GmbH produziert. „Der Pickblock ist die ideale Ergänzung unseres Portfolios und unterstreicht unseren Anspruch, in Europa die Nummer Eins in Sachen Futterblöcke für alle Tierarten zu sein“, betont Crystalyx-Geschäftsführer Reinhard Pröbsting. So erfolgt die Herstellung nach den strengen Regeln der allgemeinen Futtermittelproduktion. Der fertige Pickblock ist GMP+ und QS-zertifiziert. Das jüngste Kind aus dieser Familie, der Pickblock Natural, der seit Mai 2015 auf dem Markt ist, hat auch die Bio-Zertifizierung und kann in der ökologischen Legehennenproduktion eingesetzt werden.

Informationen gibt es bei Produktmanager Geflügel Heinrich Icking, Tel. 0251 . 682-2284, heinrich.icking@agravis.de oder unter www.pickblock.info www.pickblock.info .