Biogasanlage Dorsten: Landwirtschaftsminister informiert sich über Nährstoff-Konzept

Wie kann Gülle aufbereitet werden? Wo kann sie sinnvoll eingesetzt werden? Was kann aktiv gegen den Nährstoffüberschuss in den Tierhaltungsregionen getan werden? Das waren nur einige Fragen, die Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, bei seinem Besuch am Freitagmorgen in Dorsten stellte – und die ihm beantwortet wurden.

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NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Mitte) besuchte am Freitagvormittag die Biogas-Anlage der TerraSol Wirtschaftsdünger GmbH in Dorsten. Dr. Philipp Spinne und Steffen Schirmacher-Rohleder (v.re.), Geschäftsführer der TerraSol Wirtschaftsdünger GmbH und des Partnerunternehmens ODAS GmbH empfingen zusammen mit Bernd Homann, Leiter der Unternehmenskommunikation der AGRAVIS Raiffeisen AG nahmen den Minister und seinen Mitarbeiter Klaus Dörr in Empfang und erläuterten das innovative Konzept zur Nutzung von Nährstoffen.Biogasanlage Dorsten: Landwirtschaftsminister informiert sich über Nährstoff-Konzept
NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Mitte) besuchte am Freitagvormittag die Biogas-Anlage der TerraSol Wirtschaftsdünger GmbH in Dorsten. Dr. Philipp Spinne und Steffen Schirmacher-Rohleder (v.re.), Geschäftsführer der TerraSol Wirtschaftsdünger GmbH und des Partnerunternehmens ODAS GmbH empfingen zusammen mit Bernd Homann, Leiter der Unternehmenskommunikation der AGRAVIS Raiffeisen AG nahmen den Minister und seinen Mitarbeiter Klaus Dörr in Empfang und erläuterten das innovative Konzept zur Nutzung von Nährstoffen.

Remmel besuchte die Biogasanlage Biogasanlage der TerraSol Wirtschaftsdünger GmbH – einem Beteiligungsunternehmen der AGRAVIS Raiffeisen AG und der ODAS-Gruppe – und informierte sich bei einem Blick hinter die Kulissen über das innovative Konzept, mit dem die Anlage seit März 2014 geführt wird. „Das Thema Nährstoffmanagement stellt für die Landwirtschaft eine immer größere Herausforderung dar – gerade in Regionen wie dem südlichen Münsterland und dem nördlichen Ruhrgebiet“, sagte Minister Remmel vor Ort. Dr. Philipp Spinne und Steffen Schirmacher-Rohleder, Geschäftsführer der TerraSol Wirtschaftsdünger GmbH und des Partnerunternehmens ODAS GmbH, empfingen den Minister und stellten ihm den ganzheitlichen Ansatz zur Verwertung von überschüssigem Wirtschaftsdünger in Theorie und Praxis vor.

Individuelle Lösungen nach Bestandsaufnahme

Steffen Schirmacher-Rohleder betonte dabei, dass der erste Schritt zunächst immer eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Betriebssituation sei, um eine individuelle Lösung zu finden: „Erst nach einer detaillierten Analyse der Problemstellung werde entschieden, wie und wie viel Gülle oder Mist vom Betrieb gehe und beispielsweise in der Biogasanlage in Dorsten zur Energieproduktion eingesetzt wird.“ Nach der Verarbeitung in der Biogasanlage werden die Gärreste in die Ackerbauregionen transportiert.

Die Abläufe und Funktionsweise der Biogasanlage stellte Dr. Philipp Spinne vor. Er erklärte, dass es nicht nur darum gehe, eine Biogasanlage zur Energiegewinnung zu betreiben, sondern eine Anlage zur sinnvollen Verwertung von Nährstoffen: „Nach unserem Ansatz soll die Anlage mit einem Wirtschaftsdünger-Anteil von 80 Prozent laufen. Im Volllastbetrieb wollen wir stündlich 700 Normkubikmeter Biomethan einspeisen und zusätzlich im Jahresdurchschnitt etwa 500 Kilowatt Strom über unsere Blockheizkraftwerke produzieren.“

Beeindruckter Minister

Minister Remmel zeigte sich beeindruckt von der neuen Herangehensweise: „Das Problem der Nährstoffüberschüsse ist nicht neu, daher ist es wichtig, dass innovative Ansätze gefunden werden, die beiden Seiten einen Nutzen und Mehrwert bringen.“ Das sei mit der Biogasanlage in Dorsten geschehen. Grundsätzlich blieb der Landwirtschaftsminister aber bei seiner Meinung, dass zukünftig auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr Gülle produziert werden soll als für den eigenen Nährstoffbedarf notwendig. Dafür müssen jetzt die Weichen für eine langfristige Entwicklung der Tierhaltung gestellt werden.