Raiffeisen Uckermark: Investition in Schlagkraft und Leistungsfähigkeit

Die Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG , eine Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG, hat 9 Mio. Euro in den Bau von neun Silos im Hafen Schwedt investiert. Das ehrgeizige Projekt zählt zu einem der größten in der jüngsten Geschichte der AGRAVIS.

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Am Mittwochvormittag (24. Juni 2015) erfolgte die symbolische Inbetriebnahme der neuen Siloanlage der Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG im Hafen Schwedt durch (v. re.): Johannes Schulte-Althoff, Finanzvorstand der AGRAVIS Raiffeisen AG, Dietmar Schulze, Landrat des Landkreises Uckermark, Thomas Frank, Geschäftsführer der Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG, und Bernd Homann, Leiter Unternehmenskommunikation der AGRAVIS Raiffeisen AG.Raiffeisen Uckermark: Investition in Schlagkraft und Leistungsfähigkeit
Am Mittwochvormittag (24. Juni 2015) erfolgte die symbolische Inbetriebnahme der neuen Siloanlage der Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG im Hafen Schwedt durch (v. re.): Johannes Schulte-Althoff, Finanzvorstand der AGRAVIS Raiffeisen AG, Dietmar Schulze, Landrat des Landkreises Uckermark, Thomas Frank, Geschäftsführer der Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG, und Bernd Homann, Leiter Unternehmenskommunikation der AGRAVIS Raiffeisen AG.

„An Schwedt führt in der Binnenschifffahrt und beim Handel zwischen Ost und West kaum ein Weg vorbei“, erklärt Johannes Schulte-Althoff, Mitglied des Vorstandes der AGRAVIS Raiffeisen AG. So ist die Station an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße ein wichtiger Stopp auf dem Weg von Skandinavien und Russland Richtung Südeuropa. Zudem ist es der einzige Brandenburger Hafen, über den die Ostsee ohne Schleusung zu erreichen ist. „Mit den neuen Silos und einer Gesamtkapazität von rund 90.000 Tonnen macht sich die Raiffeisen Uckermark – und damit auch die AGRAVIS Raiffeisen AG – fit für die Herausforderungen der Zukunft“, sagt Schulte-Althoff weiter.

Investition mit Weitblick

Monatelang zeugten die vielen Arbeiter auf der Großbaustelle im Hafen davon, dass etwas Großes entsteht. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn es wuchsen sechs Silos mit jeweils rund 13.000 Tonnen Volumen und drei kleinere mit je 1.500 Tonnen Volumen in den Himmel. Damit unterstreicht die Raiffeisen Uckermark GmbH & Co KG die Wichtigkeit des Standortes am Hafen Schwedt für die AGRAVIS-Gruppe.

Die neuen Lagerhallen am Hafen Schwedt sind für die Raiffeisen Uckermark zudem eine Investition mit Weitblick. Die Lage am Wasser und in unmittelbarer Nähe zur polnischen Grenze seien deutliche Wettbewerbsvorteile. „Im Osten Deutschlands und in Polen wird ein Großteil des Getreides produziert, welches in Westeuropa benötigt wird“, erläutert Thomas Frank, gemeinsam mit Jens Zillmann Geschäftsführer der Raiffeisen Uckermark GmbH & Co KG. Zudem ist Schwedt die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum des Landkreises Uckermark und liegt direkt an der Oder. Die Raiffeisen Uckermark erwirtschaftete 2014 mit 105 Mitarbeitern an den vier Standorten in Schwedt, Angermünde, Casekow und Passow mehr als 95 Mio. Euro.

Direktgeschäft mit den Landwirten

Mit den neuen Silos sehen Schulte-Althoff und Frank das Unternehmen für künftige Aufgaben gut gerüstet: „In der Landwirtschaft fallen innerhalb weniger Wochen extreme Mengen an. So können wir alles aufnehmen und abwickeln.“ Je nach Nachfrage kann der Markt aus diesen Vorräten kontinuierlich bedient werden. „Das Direktgeschäft mit den Landwirten in Deutschland ist und bleibt unsere Hauptaufgabe“, betont Johannes Schulte-Althoff. Zusätzlich sei es jedoch erklärtes Ziel, die Gesellschaft auch in überregionalen Warenströmen zu etablieren. „Mit der Investition wollen wir zeigen, dass wir den Entwicklungen in der Branche Rechnung tragen und deshalb vor allem unsere Schlagkraft erhöhen möchten“, erklärt Thomas Frank.

Die Raiffeisen Uckermark und die AGRAVIS Raiffeisen AG zeigen mit ihrem Engagement in Schwedt, dass sie für die Landwirte in der Region zwei starke Partner sind, die großes Vertrauen in die Produktivität und Wertschöpfung der Region haben und auf ein langfristiges Engagement setzen. Mit den neun Silos wurde ein Drittel des neu erworbenen, 30.000 Quadratmeter großen Grundstücks bebaut, so dass die Raiffeisen Uckermark auch künftig die Möglichkeit für weiteres Wachstum am strategisch wichtigen Standort Schwedt hat.

Die offizielle Eröffnung wird mit einem Tag der offenen Tür am 26. Juni ab 10 Uhr gefeiert.

Daten und Fakten zu den neuen Lagerstätten der Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG im Hafen Schwedt

  • Grundstücksfläche: 30.000 Quadratmeter im Hafen Schwedt (Neuerwerb)
  • Gebäude: sechs Silos mit je 13.000 Tonnen Volumen drei Silos mit je 1.500 Tonnen Volumen
  • Technische Anlagen: Annahmeleistung von zweimal 300 Tonnen je Stunde Verladeleistung Schiffe von 300 Tonnen je Stunde Verladeleistung Lkw von 300 Tonnen je Stunde
  • Mitarbeiter: 105
  • Geschäftsgebiet: nordöstliches Brandenburg, südliches Vorpommern
  • Geschäftsführung: Thomas Frank und Jens Zillmann
  • Geschäftsbereiche: Agrarhandel, Energie, Baustoffhandel, Raiffeisen-Markt und Dienstleistungen
  • Gesamtinvestition: 9 Mio. Euro
  • Umsatz 2014: 95,1 Mio. Euro
  • Offizielle Eröffnung: 26. Juni 2015 mit einem Tag der offenen Tür

Interview mit Thomas Frank, Geschäftsführer Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG

Herr Frank, warum haben sich die AGRAVIS Raiffeisen AG und die Raiffeisen Uckermark entschieden, so eine hohe Summe am Hafen in Schwedt zu investieren?
Frank:
Der Hafen in Schwedt ist für die Raiffeisen Uckermark von zentraler Bedeutung. Wir verladen dort rund 250 Tonnen pro Stunde auf Schiffe und 150 Tonnen pro Stunde auf Lkw. Das zeigt, dass die Schifffahrt für uns extrem wichtig ist. Schwedt ist zudem der einzige Hafen in Brandenburg mit Zugang zur Ostsee ohne Schleusung und daher von strategischer Bedeutung für die Länder Berlin und Brandenburg. Weiterhin führt der kürzeste Binnen-Wasserweg von Nordosteuropa nach Deutschland – und zurück. Und gerade das ist ein wichtiger Aspekt für den Export sowie den überregionalen Handel.

Was wird hauptsächlich transportiert?
Frank:
Getreide und Ölsaaten. Über die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße laufen die Getreideströme vor allem von Ost nach West. Im Osten Deutschlands und in Polen wird ein Großteil des Getreides produziert, welches in Westeuropa benötigt wird. Aber auch der Transport von Düngemitteln spielt eine wichtige Rolle.

Der aktuelle Bau der Silos ist nicht die erste Investition der AGRAVIS Raiffeisen AG und der Raiffeisen Uckermark. Welche Investitionen gab es in der Vergangenheit?
Frank:
Es ist insgesamt die vierte Investition, die im Hafen Schwedt realisiert wird. 2002 entstand für 15 Millionen Euro ein Logistik- und Umschlagszentrum auf einer Fläche von 28.000 Quadratmetern mit einer Lagerkapazität von 85.000 Tonnen, einer Misch- sowie einer BigBag-Abfüllanlage. Damit wurde die Annahmeleistung auf zweimal 200 Tonnen pro Stunde erhöht. 2007 kam eine Getreidelagerhalle für 30.000 Tonnen, 2010 ein Lager für Betriebsmittel hinzu.

Warum sind diese Investitionen für die Gesellschaft notwendig?
Frank:
Wir wollen mit ihnen unseren Wachstums- und Expansionswillen unterstreichen. In der Landwirtschaft fallen innerhalb weniger Wochen extreme Mengen an, daher sind die großen Lagerkapazitäten für uns sehr wichtig. Wir passen uns damit den Fortschritten der Landwirtschaft an und stärken unsere Schlagkraft. Folglich können wir alles zu einem gewissen Zeitpunkt aufnehmen und dann Stück für Stück abwickeln. Das Direktgeschäft mit den Landwirten ist und bleibt dabei unsere Hauptaufgabe.

Inwieweit wird sich die Umschlagmenge der Raiffeisen Uckermark erhöhen?
Frank:
Wir rechnen mit einem Umschlagzuwachs von rund 100.000 Tonnen im Jahr. So dass wir kurzfristig eine jährliche Umschlagmenge von rund 300.000 Tonnen erreichen werden.

Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die internationalen Warenströme?
Frank:
Die internationalen Warenströme spielen für uns eine immer größere Rolle. Gerade in der jüngeren Vergangenheit sind immer mehr große Händler und Vermarkter auf uns zugekommen. Sie erkennen uns als Standort, von dem aus sie Zugang zu den großen deutschen Verbrauchs- und Produktionsgebieten haben.