AGRAVIS ist in schwierigen Märkten gut unterwegs

Fokus weiterhin auf kontinuierliches Wachstum ausgerichtet


Dr. Clemens Große Frie, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG


Die AGRAVIS-Gruppe ist zuversichtlich, dass sie am Ende des Geschäftsjahres 2016 bei Umsatz und Ertrag die angestrebten Ziele erreichen wird. „Bei einem normalen Jahr – ohne Währungsturbulenzen, mit einer vernünftigen Ernte, einem normalen Sommer, also einem normalen Jahr ohne große Sondereinflüsse – rechnen wir bei stabiler Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten mit einem Umsatz von rund 6,7 Mrd. Euro und einem Gewinn vor Steuern auf Vorjahresniveau“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Clemens Große Frie vor rund 900 Aktionären und Gästen während der Hauptversammlung des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens in Querfurt/Sachsen-Anhalt. Gastgeber dieser jährlichen Großveranstaltung war dieses Mal die Agri Futura GmbH Agri Futura GmbH , eine Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG.

Positives Zwischenfazit für 2016

Bis Ende April betrug der Umsatz der AGRAVIS-Gruppe 2 Mrd. Euro, allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung in den einzelnen Geschäftsfeldern, so Große Frie. „In der Summe liegen wir fast auf Plan“, berichtete der Vorstandschef. Ähnlich sehe es nach den ersten vier Monaten des Jahres beim Ergebnis vor Steuern aus, das mit 14 Mio. Euro „auf Kurs“ ist. „Wir empfinden diese Eckwerte Ende April trotz des komplizierten und anstrengenden Marktes als okay“, zog Große Frie ein positives Zwischenfazit.

"Nicht in depressive Grundstimmung verfallen"

Der Verlauf der ersten Monate war laut Große Frie zwar durch die Zurückhaltung in der Landwirtschaft sowie durch den etwas abgeflachten Wachstumsdruck in der Branche gekennzeichnet. „Dennoch haben wir den Eindruck, dass die besprochene und publizierte Lage schlechter ist als die reale und am Markt erkennbare“, unterstrich der Konzernchef. Er rief daher dazu auf, nicht in eine depressive Grundstimmung zu verfallen, „die unsere Branche und unser Geschäft in eine negative Stimmung zieht“.

Ideen und Pläne zum Wachstum

Die AGRAVIS habe jedenfalls genügend Aktivitäten auf dem Stundenplan, um ihren Wachstumskurs voranzutreiben. „AGRAVIS hat eine Idee – hat einen Plan – zum Wachstum und AGRAVIS hat 6.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 6.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter , die hinter der Idee des profitablen Wachstums stehen und die entsprechende Veränderungsbereitschaft mitbringen und tragen.“ Das sei wichtig für die Verlässlichkeit und Kalkulierbarkeit des Unternehmens AGRAVIS.

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2015

Das zurückliegende Geschäftsjahr 2015 bezeichnete der AGRAVIS-Chef als das „anspruchsvollste, schwierigste und unkalkulierbarste Wirtschaftsjahr für die AGRAVIS-Gruppe in den vergangenen zehn Jahren.“ Aber mit dem Erreichten zeigte er sich sichtlich zufrieden. Der Umsatz lag zwar mit rund 7 Mrd. Euro um 5,8 Prozent unter Vorjahr, was aber „ausschließlich am niederen und volatilen Preisniveau bei Agrarrohstoffen und Energie lag“. Das Ergebnis vor Steuern konnte mit 45,1 Mio. Euro um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und auch das Eigenkapital wurde auf 515 Mio. Euro ausgebaut – die Eigenkapitalquote liegt nun bei 27,2 Prozent. Die AGRAVIS Raiffeisen AG habe sich im Geschäftsjahr 2015 nicht von ihrem grundsätzlichen Wachstumstrend abbringen lassen und gezeigt, dass „schwierige Marktsituationen unternehmerisch angegangen werden müssen“, betonte Große Frie.

Auch Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff unterstrich in seinem Finanzbericht vor der Hauptversammlung, dass die AGRAVIS stabile Eckwerte in der Bilanz zeige. Gemessen an den Rahmenbedingungen sei 2015 ein erfolgreiches Jahr gewesen.

Gründung der Ceravis AG

Aus unternehmerischer Sicht herausragend war die Gründung der Ceravis AG Ceravis AG . In dieser Gesellschaft hat AGRAVIS im Jahr 2015 zusammen mit den dänischen Partnern Danish Agro und Vestjyllands Andel die Agrarhandelsaktivitäten der Getreide AG an den Start gebracht. In 2016 soll die Ceravis AG zu einem schlagkräftigen Unternehmen mit 1,3 Mrd. Euro Umsatz werden.
Dazu hat die AGRAVIS zum 1. Januar 2016 ihre bisherigen Tochtergesellschaften in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, nämlich die Fugema Futtermittel- und Getreidehandelsgesellschaft mbH in Malchin, die Raiffeisen Mölln GmbH & Co. KG in Mölln und die Raiffeisen-Zentrum-Idstedt GmbH in Idstedt, an die Ceravis AG verkauft.

Beteiligung am Handelshaus Bögel

Zum Wachstumskurs passt auch, dass die AGRAVIS sich am internationalen Handelshaus Bögel Handelshaus Bögel beteiligt und 33 Prozent übernommen hat – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Zustimmung. Die AGRAVIS erhält damit Zugang zu den Beschaffungsmärkten in Asien.
Im Wachstumsmarkt Asien soll zudem zusammen mit den dänischen Partnern unter dem Dach der Vilomix ein Futtermittelwerk in Vietnam gebaut werden. „Eine Investition mit Weitblick“, wie Große Frie formulierte.

Profitabilität sichern

„Diese internationalen Weichenstellungen helfen uns, die Profitabilität sowie Marktanteile und Marktzugänge zu sichern und auszubauen. Wir müssen heute schon bereit sein, Schritte zu gehen, die morgen entscheidend sind“, so der AGRAVIS-Chef mit Blick in die Zukunft. „Da spielt die ausgeprägte, erkennbare Veränderungs-bereitschaft der AGRAVIS eine große Rolle für den Erfolg.“

Akquisitionen, Kooperationen, Allianzen und Investitionen

Im heimischen Markt dokumentierte die AGRAVIS Raiffeisen AG durch eine beachtliche Anzahl an Akquisitionen, Kooperationen, Allianzen und Investitionen, dass sie ihren Fokus auf kontinuierliches Wachstum ausrichtet.
„Wir haben 2015 beispielsweise unser Futtermittelgeschäft durch die Übernahme des Heidemark-Werkes in Höltinghausen ausgebaut und unser Technik-Geschäft Technik-Geschäft durch verschiedene Übernahmen regionaler Landtechnik-Händler“, erläuterte der AGRAVIS-Chef. Insgesamt wuchs die AGRAVIS-Gruppe durch Mergers & Acquisitions-Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren umsatzmäßig um rund 1,7 Mrd. Euro. „Gleichzeitig haben wir die Investitionen in die bestehende AGRAVIS-Standortstruktur und auch die Eigenkapitalbasis des Konzerns nachhaltig ausgebaut.“

Erneut Investitionen oberhalb der Abschreibungen

Große Frie informierte, dass im laufenden Geschäftsjahr 2016 mit 60 Mio. Euro erneut Investitionen oberhalb der Abschreibungen geplant seien. Weitere Kooperationen, Allianzen und Akquisitionen stünden auf der Tagesordnung. „Aktuell gehen wir mit 16 Genossenschaften aus der Region Westfalen einen wirklich wichtigen Schritt genossenschaftlicher Partnerschaft. Wir werden als AGRAVIS 50 Prozent an unserer Gesellschaft AGRAVIS Kraftfutterwerke Münsterland GmbH an sie abgeben. Aus Kunden werden also Gesellschafter.“

DoFu Donaufutter GmbH in Straubing

Ein weiterer Meilenstein sei auch die bevorstehende Fertigstellung des Futtermittelwerks der DoFu Donaufutter GmbH in Straubing. Hier sollen ab Juli 2016 Spezialfuttermittel produziert werden.

Hauptversammlung 2016

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Geschäftsbericht 2015