Agrarunternehmertage 2017

Langlebigkeit zahlt sich aus: Rekordschwestern mit über 200.000 Liter Leistung


Landwirt Heinrich Schmidt (li.) und AGRAVIS-Spezialberater Jörg Foppe freuen sich über Vitalität und Leistungsfähigkeit der Halbschwestern Alies und Anastasia.


Die zwei besten Kühe im Stall von Heinrich Schmidt in Kettenkamp haben mehr gemeinsam als den Anfangsbuchstaben: Alies und Anastasia haben dieselbe Mutter, sind beide über zehn Jahre alt, haben jeweils sieben Kälber auf die Welt gebracht und schon mehr als 100.000 Liter Milch gegeben. Die züchterische Bewertung der Osnabrücker Herdbuch eG (OHG) liegt für Alies und Anastasia bei hervorragenden 87 Punkten. Eine Rekordleistung, die nicht alltäglich ist, bestätigt AGRAVIS-Spezialberater für Rinder AGRAVIS-Spezialberater für Rinder Jörg Foppe:

Erfolg ist kein Zufall

„Dass zwei Kühe in einem Betrieb nahezu gleichzeitig die 100.000 Liter erreichen, ist absolut außergewöhnlich. Und dass sie dabei auch noch Halbschwestern sind, ist fast so selten wie sechs Richtige im Lotto.“ Aber im Gegensatz zum Lotto sei dieser Erfolg kein Zufall. Für Betriebsleiter Heinrich Schmidt ist der Schlüssel zum Erfolg eine hohe Lebensleistung seiner Tiere. Die Zahlen sprechen für sich: Neben seinen beiden Rekordkühen haben zwölf weitere der insgesamt 64 Kühe bereits die 40.000 Liter überschritten. Dabei setzt der Landwirt an verschiedenen Stellen an. Der erste wichtige Schritt ist für den 57-Jährigen die Anpaarung der optimal passenden Genetik.

Bessere Vitalität und Fitness in die Wiege gelegt

„Das Leistungspotenzial der Züchtungen ist grundsätzlich schon sehr hoch. Durch die Auswahl der passenden Exterieur-Merkmale kann den Tieren allerdings schon eine bessere Vitalität und Fitness in die Wiege gelegt werden“, berichtet Schmidt aus Erfahrung. Aus diesem Grund sucht er für jede Kuh gemeinsam mit dem OHG-Zuchtberater individuell die passende Genetik zur Anpaarung aus. Weitere wichtige Aspekte, die in die Lebensleistung einzahlen, sind für den Landwirt Kuhkomfort und Hygiene. Dazu gehören die tägliche Pflege der Tiefboxen mit frischem Stroh, Sägemehl und dem Einstreuprodukt Desintec Floorcal pH 12 zur Hygienisierung der Lauf- und Liegeflächen ebenso wie die regelmäßige Klauenpfl ege. Abgerundet wird das Langlebigkeits-Programm auf dem Betrieb mit einer bedarfsgerechten Versorgung der Tiere.

Die intensive Grundfuttergewinnung bildet die Basis für die Teil-Misch-Ration. Hierbei kommen Mineral- und Milchleistungsfutter der AGRAVIS zum Einsatz. So werden in der Teil-Mischration Gras- und Maissilage mit dem eiweißreichen Milchleistungsfutter HF TMR 35, Vitamiral Vitamiral HF TMR Cattle sowie Futterkalk und Viehsalz bedarfsgerecht ergänzt. Je nach Leistungsniveau und Laktationsstand wird den Kühen zu der Grundration das energiereiche HF TMR Top in der Frühlaktation und Lakto M-Plus über den Roboter und die Abrufstation angeboten. „Mit den passenden Bausteinen der Futterration erreichen wir eine optimale Pansenversorgung, um Gesundheitsstatus und Leistungsbereitschaft der Tiere so hoch wie möglich zu halten“, führt Jörg Foppe weiter aus.

Bewegung und passende Leckmasse

Auch auf die Trockensteher legt Schmidt ein besonderes Augenmerk. Die zweiphasige Trockenstehzeit wird neben der bedarfsgerechten Stallfütterung durch den täglichen Weidegang ergänzt, „denn Kühe brauchen Bewegung“, sagt der Landwirt. Darüber hinaus erhalten die Kühe Crystalyx Crystalyx Trockensteher zur freien Verfügung. „Die Leckmasse dient besonders zur optimalen Vorbereitung trockenstehender Kühe auf die Geburt und die nachfolgende Laktation im Stall und auf der Weide“, erläutert Jörg Foppe. „Durch die Aufnahme des Ergänzungsfuttermittels werden der Pansenstoffwechsel gefördert und somit Futterverdaulichkeit und Futteraufnahme gesteigert.“

Optimales Zusammenspiel aller Faktoren

Für Heinrich Schmidt ist klar: Erst durch das optimale Zusammenspiel aller Faktoren kann eine Milchviehherde erfolgreich und mit hoher Lebensleistung geführt werden. „Dabei steht der Wunsch nach gesunden Kühen vorne an, denn kranke Kühe kosten Zeit und Geld“, sagt Schmidt. Alies und Anastasia sind für ihn nicht nur die Rekordschwestern, sondern auch Vorbild dafür, dass sich die optimale Kombination aus Genetik, Versorgung und Herdenmanagement langfristig auszahlt.

Hier Hier gibt es einen weiteren Bericht zum Thema Langlebigkeit.

Weitere Informationen gibt es bei Jörg Foppe, Telefon 0172 . 2140450, joerg.foppe@agravis.de.