AGRAVIS will Kunden mit Lösungen zur Tierhaltung überzeugen

13.11.2018

„Die AGRAVIS ist auf die Herausforderungen im Futtermittelgeschäft Futtermittelgeschäft vorbereitet und bietet den Kunden innovative Lösungen, mit denen sie erfolgreich wirtschaften können.“ Wie Maria-Johanna Schaecher, Vorstandsmitglied der AGRAVIS Raiffeisen AG, am Dienstag zum Auftakt der EuroTier EuroTier in Hannover sagte, nutze das Unternehmen die Möglichkeiten des genossenschaftlichen Verbundes, um sich gemeinsam mit regionalen Raiffeisen-Genossenschaften in einem immer härter werdenden Verdrängungswettbewerb im Futtermittelmarkt zukunftssicher aufzustellen.

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Als Beispiel nannte sie die Beteiligung von Raiffeisen-Genossenschaften an regionalen Produktionsgesellschaften. In verschiedenen Bereichen ihres Geschäftsgebietes wie in Westfalen, im Emsland und in Oldenburg hat die AGRAVIS dieses Prinzip schon erfolgreich umgesetzt. Als Nächstes soll diese Beteiligung auch bei den Werken der Genossenschafts-Kraftfutterwerk GmbH in Braunschweig und Bremerhaven realisiert werden. Die Gespräche mit sieben interessierten Raiffeisen-Genossenschaften laufen.

Bio und Fischfütterung

Die AGRAVIS sichert laut Schaecher aber nicht nur das klassische Futtermittelgeschäft langfristig ab, sondern besetzt auch Geschäftsfelder wie die Bioschiene und die Fischfütterung, um neue Kundenbeziehungen aufzubauen und sie langfristig zu stärken. „In Gescher im Münsterland sind wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG in die Produktion von Biofutter eingestiegen. Und die seitdem zu erkennende Entwicklung in dieser Sparte macht uns viel Freude“, erklärte die für das Geschäftsfeld Tiere Tiere verantwortliche AGRAVIS-Vorständin. Mit der Marke Pescavis Pescavis ist die AGRAVIS erfolgreich in das Segment des Fischfutters eingestiegen. „Wir sind sicher, dass es sich lohnt, in diesem Bereich aktiv zu werden“, betonte Schaecher. Zwar sei der Aquakultur-Markt in Deutschland eher überschaubar, aber international gesehen sei es ein riesiger und sehr dynamischer Markt. Trends wie die steigende Weltbevölkerung und das wachsende Gesundheitsbewusstsein würden in Zukunft den Fischkonsum begünstigen. „Wir sehen darin eine große Chance, uns als innovativer Futterspezialist auch in diesem Segment einen Namen zu machen“, unterstrich Maria-Johanna Schaecher.

Auswirkungen der Trockenheit

Beim Blick auf das laufende Geschäftsjahr kam die AGRAVIS-Managerin natürlich nicht an den Auswirkungen der monatelangen Trockenheit vorbei. Die massiven Auswirkungen spüre die gesamte Branche. Nicht nur die Ackerbaubetriebe durch die miserablen Ernten, sondern auch die Veredelungsbetriebe hätten unter der Dürre gelitten. „Ich bin mir sicher, dass sich dieser Extrem-Sommer demnächst auch in den aktuellen Zahlen zum Viehbestand in Deutschland niederschlagen wird“, befürchtet Schaecher weiter zurückgehende Zahlen. Daneben bestünden die gesellschaftlichen Diskussionen um die Tierhaltung fort.

Erfolgreiches erstes Halbjahr

Vor diesem Hintergrund ist die AGRAVIS im Jahr 2018 mit dem Geschäftsfeld Tiere dennoch erfolgreich unterwegs. Mit den drei Säulen Mischfutter, Futtermittel-Spezialprodukte und Tiergesundheit wurde in den ersten sechs Monaten ein Produktumsatz von 612 Mio. Euro erzielt. Das war zu diesem Zeitpunkt ein Plus von 9 Prozent. „Diese aus unserer Sicht erfreuliche Entwicklung wurde getragen von positiven Impulsen bei Mischfutter und Futtermittel-Spezialprodukten“, erläuterte Maria-Johanna Schaecher. Ein Teil der Umsatzsteigerung resultierte aus dem Erwerb der Mischfutterwerke Neuss und Wiesbaden von der RWZ Rhein-Main eG zum 1. Juli 2017. „Das war eine Investition in unser Kerngeschäft und eine Investition in die Stärkung des genossenschaftlichen Geschäfts in Regionen, in denen die AGRAVIS bisher kaum oder gar nicht vertreten war“, beschrieb Schaecher den Nutzen dieser unternehmerischen Entscheidung. Positiv entwickelt sich ihren Worten zufolge auch das Geschäft mit Spezialfuttermitteln. Und in der dritten Säule, der Tiergesundheit, sehe es auf den meisten europäischen Märkten ebenfalls gut aus. Trotzdem spüre die AGRAVIS die extreme Trockenheit der vergangenen Monate im täglichen Geschäft. Schaecher: „Das Niedrigwasser in den Flüssen erschwert und verteuert die Logistik ungemein. Gleichwohl bleiben wir beim Blick auf den Produktumsatz in unserem Geschäftsfeld Tiere verhalten optimistisch – obwohl wir das Umsatzplus aus der Halbjahresbewertung zum Jahresende aufgrund der genannten Fakten wohl nicht halten können. Aber ich rechne mit einem Umsatzplus – trotz schwieriger Lage.“

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