Qualitativ hochwertige Silagen für leistungsfähige Kühe

An vielen Stellschrauben drehen

Die AGRAVIS Raiffeisen AG auf der EuroTier 2016: Qualitativ hochwertige Silagen in der Fütterung


Hochwertige Grassilagen Grassilagen sind ein wesentlicher Baustein in der Fütterung. Gerade in Zeiten angespannter Milchpreise Milchpreise ist es umso wichtiger, die eigenen Ressourcen richtig zu nutzen. Die wichtigsten Stellschrauben werden nachfolgend zusammengefasst.

Hohe Leistungsfähigkeit durch geeignete Pflegemaßnahmen (Walzen, Schleppen, Nachsaat etc.)

Hochwertige Grünlandbestände Grünlandbestände werden durch Auswahl geeigneter Mischungen (wie Plantinum) in Verbindung mit den richtigen Pflegemaßnahmen erreicht. Werden Fehlstellen und Lücken nicht rechtzeitig nachgesät, erhöht sich das Risiko für den Rohascheeintrag (RA). 2 Prozent mehr RA bedeuten minus 0,1 MJ NEL/kg Trockensubstanz (TS) oder 5 Prozent weniger Milch.

Optimaler Schnittzeitpunkt (Beginn Rispen-/Ährenschieben)

Der richtige Schnittzeitpunkt bestimmt den Nährstoff- und Energiegehalt der Grassilage und ihre Siliereignung. Mit jedem Tag Warten verschlechtern sich diese Parameter. Wird zehn Tage zu spät geschnitten, sinkt der Milcherzeugungswert der Silage um 2 Kilogramm Milch. Bei einer Schnittverzögerung von fünf Tagen ist das immerhin noch 1 Kilogramm.

Abgestimmte Silierkette von der Mahd bis zur Einlagerung. Nicht zu tief mähen (Stoppelhöhe Wiese 5 bis 6 Zentimeter, Ackergras 6 bis 8 Zentimeter).

Die meisten Futtergräser (wie Weidelgras, Wiesenrispe) speichern ihre Energiereserven für den Wiederaustrieb in der Stoppel. Wird zu tief geschnitten, werden diese Gräser geschwächt und sind nicht mehr ausreichend konkurrenzfähig. Minderwertige Arten und Unkräuter (wie Quecke, Ampfer) breiten sich aus. Die Qualität des Bestandes sinkt.

Optimaler Anwelkgrad von mindestens 30 Prozent TS und maximal 40 Prozent TS

Das Anwelken muss schnell und zügig erfolgen. Höhere TS-Gehalte bedeuten höhere Verluste. Unerwünschte Mikroorganismen (wie Hefen) vermehren sich und Nährstoffe werden abgebaut. Die Probleme mit Bröckelverlusten, Verdichtbarkeit und Nacherwärmung nehmen zu. Allgemein gilt: Je kürzer die Feldliegezeit, je günstiger die Anwelkbedingungen, desto kleiner die Verluste. Ziel ist die 24-Stunden-Silage.

Exakt eingestellte Futtererntetechnik (kurze Häcksellängen, kein Herumkratzen auf dem Boden)

Die Häcksellänge beeinflusst die Güte der Verdichtung. Je höher der TS-Gehalt bzw. der Rohfaser-Gehalt, desto kürzer muss gehäckselt werden. Werden die Zielwerte unterschritten, kann die Luft nach dem Öffnen des Silos zu weit in die Miete eindringen und Nacherwärmung ist die Folge.

Gezielter Siliermittel-Einsatz zur Qualitätsverbesserung bzw. Sicherung der aeroben Haltbarkeit – Einsatz von DLG-geprüften Siliermitteln

Qualitativ hochwertige Silage bedeutet auch konsequenter Siliermittel-Einsatz. Jedoch macht nur deren gezielter und richtiger Einsatz Sinn. Wird die Grassilage mit Siloferm behandelt, verläuft die Milchsäuregärung wesentlich effizienter. Ihr Gehalt an Reineiweiß ist um zirka 25 Prozent höher als in einer natürlich vergorenen buttersäurefreien Silage. BioCool hingegen sichert die aerobe Haltbarkeit. Nacherwärmung und Verschimmelung werden wirkungsvoll vermieden. Außerdem werden in der Silage etwa 5 bis 7 Gramm Propylenglycol je Kilogramm TS gebildet, was täglichen Aufnahmen von 50 bis 70 Gramm je Tier und Tag entspricht – ein weiterer positiver Effekt von BioCool.

Ausreichende Verdichtung, Anpassung der Futterbergung an die Walzleistung, Einhaltung des Mindestvorschubs (Winter mehr als 1,50 Meter bzw. Sommer mehr als 2,50 Meter pro Woche)

Die maximale Schichtstärke bei der Einlagerung sollte sich im Bereich von 20 bis 30 Zentimetern bewegen. Nur dann kann ausreichend Pressdruck ausgeübt werden. Werden Schichtstärken von 40 Zentimeter eingelagert, verringert sich der Pressdruck auf nur noch 30 Prozent des ursprünglichen Wertes.

Luftdichte Zudeckung (Randfolie, Unterziehfolie, Silofolie, Siloschutzgitter, Silosäcke)

Die Wahl der Materialien entscheidet maßgeblich über die Verluste unter der Folie. Werden höherwertige Silofolien mit besserer Gasdichte (wie O2-Barrier) verwendet, rechnen sich deren Mehrkosten über Verlustminimierung.

Während der Lagerung Zudeckung regelmäßig auf Beschädigungen prüfen

Löcher in der Folie sind Eintrittspforten für Luft und Wasser. Die darunter liegende Silage verdirbt und wird komplett fütterungsuntauglich. Außerdem steigt das Nacherwärmungsrisiko in den umliegenden Schichten.

Anschnittfläche bei Entnahme nicht unnötig auflockern (Silo sauber und besenrein halten)

Je stärker die Auflockerung, desto weiter kann die Luft eindringen. Wichtig ist, dass die gewählte Technik bei der Entnahme auch beherrscht wird.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Dr. Sabine Rahn, Tel. 02 51 . 682-2289, sabine.rahn@agravis.de oder unter www.silierung.de www.silierung.de .

AGRAVIS auf der EuroTier 2016


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