NetFarming: Lösungen zur Ertragssteigerung

Durch teilflächenspezifische Maisaussaat lassen sich Mehrerträge von bis zu zehn Prozent im Vergleich zur betriebsüblichen Aussaat erzielen.

Teilflächenspezifische Maisausssaat bringt Plus von 10 Prozent

Hohe Masseerträge, gute Qualitäten und gleichzeitig die Nährstoffbilanz nicht strapazieren. Diese Wünsche eines Maisanbauers unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach – aber möglich. Die AGRAVIS NetFarming GmbH AGRAVIS NetFarming GmbH, in der die AGRAVIS Raiffeisen AG ihre Konzepte für die Landwirtschaft 4.0 bündelt, bietet Maisanbauern außerdem die Chance, durch die teilflächenspezifische Maisaussaat Mehrerträge von bis zu zehn Prozent im Vergleich zur betriebsüblichen Aussaat zu erzielen.

Gute Erträge erzielen und positiv beeinflussen

Die nutzungs- und standortangepasste Sortenwahl legt den Grundstein für den Ertrag. Mit einer gut durchdachten Bestandesführung können zusätzlich für den Ertrag weitere wichtige Faktoren positiv beeinflusst werden. Viel Ertrag wird schon durch die nicht standortangepasste („falsche“) Wahl der Aussaatstärke verschenkt. Seit 2014 führt die AGRAVIS Raiffeisen AG Exaktversuche zur Bestandesdichte im Mais durch. Auf Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse hat die AGRAVIS NetFarming GmbH ein praxistaugliches System entwickelt, um die optimale Bestandesdichte zu ermitteln und mit teilflächenspezifischen Ansätzen zu verknüpfen.

Aussaatkarte NetFarming teilflächenspezifische Maisaussaat Optimale Bestandsdichte mit teilflächenspezifischen Ansätzen verknüpfen

Dazu werden Fernerkundungsdaten mehrerer Jahre ausgewertet, um auf Schlagebene unterschiedliche Ertragszonen zu identifizieren. Kombiniert mit dem Wissen über die Wasserverfügbarkeit zur Maisausaat, Wasserhaltefähigkeit des Standortes sowie Abschätzung der zu erwartenden Niederschlagsmenge kann eine Aussaatkarte auf dem NetFarming-Portal erstellt werden.

Beachtung sortenspezifischer Eigenschaften

In diesen Prozess fließen außerdem sortenspezifische Eigenschaften ein. Denn hier bestehen mitunter große Unterschiede. Die Sorte Niklas zum Beispiel ist eher für höhere Saatstärken geeignet als die Sorte DKC 3507. In der Praxis können daher innerhalb sehr heterogener Flächen die empfohlenen Aussaatstärken zwischen 5,4 und 12 Pflanzen pro Quadratmeter variieren. Die Versuche zeigen, dass durch dieses Verfahren Mehrerträge bis zu 10 Prozent im Vergleich zur betriebsüblichen Aussaat möglich sind. Darüber hinaus konnten verbesserte Werte in mehreren Qualitätsparametern festgestellt werden.