Agritechnica 2015

AGRAVIS Technik BvL GmbH für Maisernte gerüstet

AGRAVIS Technik BvL GmbH für Maisernte gerüstet
Andre Ahrends, Niederlassungsleiter in Emsbüren, und sein Erntetechnik-Team mit Werkstattleiter Werner Kamphuis, Christoph Wiggermann, Florian Wietkamp und Azubi Johannes Lübbert zur Lage stehen den Kunden bei der Maisernte zur Seite (v. li.).

Werner Kamphuis beendet das Diagnoseprogramm und stöpselt den Laptop vom Claas Jaguar. Der Häcksler ist startklar für die Maisernte – ebenso wie die Niederlassung der AGRAVIS Technik BvL GmbH AGRAVIS Technik BvL GmbH in Emsbüren. Das Erntetechnik-Team rund um Werkstattleiter Kamphuis beginnt schon vier Wochen bevor die heiße Zeit beginnt mit den Vorbereitungen.

Dabei überlassen Niederlassungsleiter Andre Ahrends, Werner Kamphuis, Christoph Wiggermann, Matthias Böming und Florian Wietkamp nichts dem Zufall: Im Ersatzteillager wird überprüft, ob die wichtigsten Verschleißteile in ausreichender Menge vorrätig sind. Leihmaschinen werden ebenso wie neue Häcksler, die in der Maisernte das erste Mal zum Einsatz kommen, vorbereitet. Außerdem werden die Häcksler der Kunden, die bis kurz vor der Maisernte Gras gehäckselt haben, auf Mais umgerüstet. „Zusammen mit der Wartung dauert diese Umrüstung bis zu einem Tag“, erläutert Werner Kamphuis. Vorsatzgeräte und Messer müssen getauscht, der Grasschacht aus- und der Corncracker eingebaut, die Maschine neu eingestellt, außerdem werden je nach Betriebsstunden Ölwechsel und Inspektion durchgeführt werden.

Wartungsverträge und Nachernte-Checks

Für die Arbeiten sind Diagnosesysteme, Spezialwerkzeug, Hilfsmittel zum Heben der schweren Teile und nicht zuletzt viel Wissen und Erfahrung nötig. Es ist Sorgfalt geboten, denn die Arbeitssicherheit für den Fahrer während der Ernte muss gewährleistet sein. „Das funktioniert nicht zwischen Tür und Angel“, betont Kamphuis. Die Kunden der Emsbürener Niederlassung wissen das und nutzen rege das Angebot, die Maschinen in der Werkstatt umbauen und checken zu lassen. „Denn ein Stillstand in der Ernte ist der schlechteste Fall und kann durch regelmäßige Wartung und rechtzeitigen Austausch der Verschleißteile vermieden werden“, macht Kamphuis deutlich. Auch Wartungsverträge, erweiterte Garantien und Nachernte-Checks werden immer stärker nachgefragt, um die intensive Nutzung langfristig abzusichern.

Der Maisanteil im südlichen Emsland ist einer der höchsten Deutschlands, die Ernte wird überwiegend von Lohnunternehmen übernommen. Insgesamt sind 70 Häcksler und 40 Mähdrescher in der Region im Mais unterwegs, die von der AGRAVIS Technik-Niederlassung Emsbüren betreut werden.

Standzeiten vermeiden

„Die Maisernte ist in unserer Region gegenüber der Getreideernte viel turbulenter und birgt sowohl für Kunden als auch den Service große Herausforderungen“, berichtet Andre Ahrends. Eine Maschine ist durchschnittlich 20 Stunden im Einsatz, erntet bis zu 400 Tonnen Mais in der Stunde und kommt in der rund fünfwöchigen Erntezeit auf 1.500 Hektar. Hinzu kommen noch die Einsatzzeiten bei der Grasernte.

„Von Technik und Fahrern wird einiges abverlangt, aber auch der Service muss stimmen, damit es nicht zu langen Standzeiten kommt“, weiß Ahrends aus Erfahrung. „Wenn eine Maschine ausfällt, kann die gesamte Kette danach nicht mehr fahren – dann stehen bis zu zehn oder zwölf Traktoren und warten, dass der Häcksler wieder läuft. Deshalb sind die Mitarbeiter innerhalb des umfassenden Bereitschaftsdienstes schnellstmöglich zur Stelle und machen den Häcksler oder Mähdrescher wieder flott – entweder mit dem Servicemobil vor Ort oder in der Werkstatt.“

Service ist unser Feld. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Agritechnica, Stand A13, Halle 20.

Neues Ernteverfahren "Shredlage" im Blick

Neues Ernteverfahren 

Die Anforderungen der Landwirte an das Maishäckselgut sind hoch. Je nach Nutzungsrichtung sind unterschiedliche Häcksellängen gefordert. Seit einiger Zeit wird auch das lange oder längere Häckseln unter Praktikern diskutiert. Während für Biogasanlagen immer kurz gehäckselt wird, geht der Trend bei Milchviehhaltern hin zu längerem Häckselgut von bis zu 24 Millimetern gegenüber den bisherigen 7 Millimetern.

Das Verfahren „Shredlage Shredlage “ soll die Strukturwirkung der Maissilage mit dem Ziel verbessern, die Milchleistung zu erhöhen. Dieses Verfahren hat mittlerweile auch in Deutschland Einzug gehalten. Deshalb hat die AGRAVIS Technik BvL GmbH kürzlich gemeinsam mit dem Hersteller Claas Lohnunternehmer zu einer Veranstaltung zum Thema „Shredlage – Langschnitt im Mais“ in die Niederlassung nach Meppen eingeladen. „Das Resonanz war groß, denn die Lohnunternehmer wissen, dass das Interesse an dem Thema seitens der Milchviehhalter geweckt ist“, zieht Frank Cirksena, Geschäftsführer der AGRAVIS Technik BvL GmbH, ein positives Fazit. „Entsprechend beschäftigen sich unsere Kunden mit diesem Trend und stellen sich auf die neuen Anforderungen ein.“ Die Maschine müsse beispielsweise für das Shredlage-Verfahren vorbereitet und eingestellt werden. Verschleiß und Kraftstoffverbrauch seien aufgrund des größeren Häckselguts höher. „Um den Langschnitt optimal umzusetzen, ist Spezialwissen gefragt. Deshalb unterstützen wir unsere Kunden nicht nur mit Technik und Service, sondern liefern auch das dazugehörige Know-how.“

Service ist unser Feld. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Agritechnica, Stand A13, Halle 20.