Sonstige Saaten




In dieser Rubrik finden Sie Informationen zu Fruchtarten, die innerhalb des Saatgutgeschäftes, je nach Region oftmals nur eine zweitrangige Bedeutung haben. Trotzdem sind zum Beispiel Rüben, Klee, Luzerne, Sorghum und Sonnenblumen durch die Verwendung als Hauptfrucht oder als Bestandteil in Mischungen, wie "PremiumSaat"-, "topsoil"- und "Wildacker-Mischungen", ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil für die Landwirtschaft.

  • Klee (trifolium)

    Klee gibt es in vielen Arten und diese werden durch den hohen Anteil an verdaulichem Eiweiß oft im Futteranbau eingesetzt. Vor allem Weißklee wird zusammen mit Gräsern in Weidemischungen angebaut, wodurch der Nährstoffgehalt des Futters deutlich verbessert wird.

    Aussaatmenge: 25-30 kg/ha (Weißklee 8-12 kg/hg)

    Aussaatzeit: März-Mai (Hauptfrucht)

    Aussaattiefe: 10-20 mm

    Reihenabstand: 12-15 cm

  • Luzerne (medicago sativa)

    Luzerne eignet sich durch einen hohen Masseertrag in Verbindung mit einem großen Eiweißanteil hervorragend für den Futterbau. Wie andere Leguminosen auch, bietet sie zusätzlich den Vorteil, durch an der Wurzel lebende Knöllchenbakterien, Luftstickstoff in pflanzenverfügbare Form umzuwandeln.

    Aussaatmenge: ca. 20-30 kg/ha

    Aussaatzeit: März-Mai (Hauptfrucht)

    Aussaattiefe: 10-20 mm

    Reihenabstand: 12-15 cm

  • Rüben (beta)

    Die bekanntesten Rübenarten sind die Herbstrüben, die Futterrüben und die Zuckerrüben. Trotz einer gewissen Anfälligkeit für Krankheiten und entsprechenden Anforderungen an den Boden und der Fruchtfolge, haben Rüben eine große wirtschaftliche Bedeutung im Bereich der Zuckergewinnung sowie als Futter- und Gemüsepflanze.

    Aussaatmenge: Normalsaatgut 15-20 kg/ha (Pillensaatgut 3-6 EH/ha)

    Aussaatzeit: März-April (Herbstrüben Juli-August)

    Aussaattiefe: 20-30 mm

    Reihenabstand: ca. 40-50 cm

  • Rübsen (brassica rapa)

    Winterrübsen sind eine der klassischen Arten für die Gewinnung von Zwischenfruchtfutter und werden ähnlich genutzt wie Winterfutterraps. Sie sind jedoch spätsaatverträglicher als Raps und stellen geringere Ansprüche an den Standort. Rübsen können ebenfalls als Sommerzwischenfrucht eingesetzt werden, wobei die Nutzung als Winterzwischenfrucht mehr Vorteile bietet.

    Aussaatmenge: 10-15 kg/ha (Winterrübse)

    Aussaatzeit: Juli-September

    Aussaattiefe: 20-30 mm

    Reihenabstand: 15-25 cm

  • Sorghum (sorghum)

    Sorghum ist in Deutschland noch eine sehr junge Fruchtart. Obwohl die ursprüngliche Züchtung der Zuckergewinnung diente, so hat Sorghum heute einen immer größer werdenden Stellenwert in der Futterindustrie und der Energiegewinnung durch Biogas. Hohe Masseerträge und die Trockentoleranz machen Sorgum für die Landwirtschaft interessant.

    Aussaatmenge: 15-25 kg/ha

    Aussaatzeit: Mai (Hauptfrucht)

    Aussaattiefe: 30-50 mm

    Reihenabstand: 30-50 cm

  • Sonnenblumen (helianthus annuus)

    Sonnenblumen werden neben der Nutzung als Ölpflanze auch als Zierpflanzen sowie in der Futter- und Lebensmittelindustrie verwendet. Aufgrund dieser Vielseitigkeit haben Sonnenblumen trotz einer relativ geringen Anbaufläche in Deutschland, eine große wirtschaftliche Bedeutung.

    Aussaatmenge: 20-30 kg/ha (Grünnutzung)

    Aussaatzeit: April

    Aussaattiefe: 40-60 mm

    Reihenabstand: 50-70 cm