Aktueller Sachstand zur AGRAVIS Mischfutter Ostwestfalen-Lippe in Minden

06.12.2018

Hier finden Sie den aktuellen Sachstand zur AGRAVIS Mischfutter Ostwestfalen-Lippe GmbH in Minden.

• Vertreter der Bezirksregierung Detmold und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) haben kürzlich in einem Ortstermin bei der AGRAVIS Mischfutter Ostwestfalen-Lippe GmbH gemeinsam mit Unternehmensverantwortlichen den Sachverhalt zu den ndl-PCB-belasteten Silos erörtert. Die Gespräche fanden in einer konstruktiven, lösungsorientierten Atmosphäre statt. Die AGRAVIS sicherte den Behörden weiterhin die uneingeschränkte Zusammenarbeit zu.

• Beim Ortstermin wurden das bisherige Vorgehen als auch mögliche Eintragsquellen von ndl-PCB in Mischfutter analysiert. Der Innenanstrich in Verladesilos wurde inzwischen vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) als Ursache bestätigt.

• Nach einer Bewertung der Risiken wurde im Anschluss an die Inspektion in Abstimmung mit den Behörden vereinbart, die Produktion in den bereits sanierten Teilbereichen des Werkes in Minden wieder aufzunehmen. Um weitere Risiken auszuschließen, wird die Produktionsaufnahme unter einem verstärkten Monitoring stehen. Ein engmaschiger Prüfplan mit laufenden Kontrollen wurde mit den Behörden abgestimmt.

• Das LANUV investiert erhebliche Ressourcen in die umfangreiche und korrekte Abarbeitung des komplexen Sachverhaltes. Auch die Aufarbeitung des Schadensfalls in 2012 ist für das LANUV von besonderem Interesse. Hierzu legte die AGRAVIS beim Ortstermin umfangreiche Unterlagen offen und gab zu allen Fragen Auskunft. Seinerzeit waren ndl-PCB-Belastungen in zwei Verladezellen für Sackware festgestellt worden. Die AGRAVIS hat daraufhin in Abstimmung mit den Behörden alle elf Verladezellen für Sackware sanieren lassen. Es gab seitdem – bis zur aktuellen Thematik – keinerlei Hinweise auf Belastungen in den Verladezellen für lose Ware. Alle Prüfergebnisse waren negativ. Die regelmäßigen Kontrollen der begleitenden Behörden waren ebenso stets negativ. Die Eigenkontrollen und das Monitoring waren stets mit den Behörden entwickelt und umgesetzt worden.

• Zudem wurde im Rahmen eines aktuellen, anlassbezogenen Audits durch Auditoren der Zertifizierungsstellen SGS und GMP + International festgestellt und bestätigt, dass bei der AGRAVIS Ostwestfalen-Lippe GmbH keine Verstöße gegen die Anforderungen des Standards vorliegen, eigenverantwortlich und proaktiv im Rahmen dieses Ereignisfalles gehandelt worden ist und die mit den Überwachungsbehörden vereinbarten Maßnahmen für die Wiederaufnahme der Produktion bisher konsequent umgesetzt sind.

• Durch die umfangreichen Sperrungen aller möglicherweise betroffenen Zellen, die AGRAVIS zeitnah vorgenommen hat, ist sichergestellt, dass seit Anfang November keinerlei Futter mit einer potentiellen ndl-PCB-Belastung in den Markt gelangt ist.

• Mit der aktuellen Wiederaufnahme der Produktion aus den sanierten Silos ist sichergestellt, dass alle Kundenaufträge weitgehend und ohne größere Verzögerung bedient werden können.

AGRAVIS Raiffeisen AG Kontakt:
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