Update: Info zur AGRAVIS Mischfutter Ostwestfalen-Lippe in Minden

05.12.2018

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW) hat nach neuen Ermittlungsergebnissen bestätigt, dass die Verunreinigung ndl-PCB-belasteter Futtermittel durch eine Wandbeschichtung in Silos der AGRAVIS Mischfutter Ostwestfalen-Lippe GmbH am Standort in Minden erfolgt ist. Dies ergab eine Überprüfung durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und ein Vergleich der Analyse-Ergebnisse von Futtermitteln, Lebensmitteln und dem Farbanstrich der Silos, wie das MULNV berichtet.

In Nordrhein-Westfalen unterliegen aktuell noch 44 landwirtschaftliche Betriebe behördlichen Maßnahmen, erklärt das Ministerium, weil sie Futtermittel mit überhöhten Gehalten an ndl-PCB erhalten haben. Betroffen von dieser behördlichen Maßnahme seien Halter aller Nutztierarten. Futtermittellieferungen seien dabei auch an Landwirtinnen und Landwirte in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen gegangen. Eine Reihe von Betrieben konnte bereits wieder freigegeben werden. Hier hatten Untersuchungen der Eier und der Schlachtkörper gezeigt, dass diese nicht mit ndl-PCB oberhalb der Höchstwerte belastet seien, so das Ministerium.

Die aktuellen Analysen der amtlichen Proben zeigen nun, so das MULNV, dass es sich beim derzeitigen Geschehen um dasselbe PCB-Kongeneren-Muster aus Oberflächenbeschichtungen handelt, welches schon 2012 nachgewiesen worden war. Damals waren zwei Verladezellen für Sackware als Quelle von ndl-PCB-Belastungen festgestellt worden. Die Silos für Sackwaren wurden seinerzeit von AGRAVIS saniert. Weitere Untersuchungen durch das LANUV in den darauffolgenden Jahren ließen keine Rückschlüsse auf weitere Kontaminationsquellen erkennen.

Im aktuellen Fall sind Silos betroffen, aus denen die Mischfutter in die Transportfahrzeuge geladen werden.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG hat hier die aktuell hinzugekommenen Lieferschein- und Artikelnummern Lieferschein- und Artikelnummern hinterlegt.

Die AGRAVIS ist in ständigem Austausch mit den Behörden. Durch die umfangreichen Sperrungen aller möglicherweise betroffenen Zellen, die AGRAVIS zeitnah vorgenommen hat, ist sichergestellt, dass seit Anfang November keinerlei Futter mit einer potentiellen ndl-PCB-Belastung in den Markt gelangt ist. Die Analysen von Futtermittelproben älteren Datums sind nach wie vor in vollem Gange, werden aber aller Voraussicht nach in den kommenden Wochen abgeschlossen sein. Die Versicherung ist über den Fall informiert, so dass ein Greifen des Versicherungsschutzes gewährleistet ist. Die AGRAVIS bedauert die eingetretene Situation und bittet alle Betroffenen um Entschuldigung.

AGRAVIS Raiffeisen AG Kontakt:
Industrieweg 110 48155 Münster ,
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