Zunehmend Trockenschäden im Mais - Bestände im Blick behalten

17.07.2018

In vielen Regionen leidet der Mais Mais unter der anhaltenden Dürre. Je nach Standort und Sorte sind die Schäden unterschiedlich stark ausgeprägt und reichen von komplettem Ausfall bis hin zu vereinzelten Dürreschäden. Wir empfehlen, die Bestände genau im Blick zu halten. Nur so kann richtig entschieden werden: Warten oder Häckseln?

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Prüfen Sie dazu den gesamten Bestand und sprechen Sie mit Ihrem Saatgutlieferanten. Versuchen Sie gemeinsam, Antworten auf folgende Fragestellungen zu finden:

  • Wir stark ist die Fläche betroffen?
  • Wie verläuft die Blüte bzw. wie sehen die Narbenfäden aus? Sind diese bereits vertrocknet?
  • Wie sehen die Pflanzen insgesamt aus? Ist das Pflanzengewebe noch vital oder sind Teile bereits komplett abgestorben?

Hinweis: Gelbe Blattbereiche, Nekrosen oder pergamentartige Bereiche zeigen bereits abgestorbenes Pflanzenmaterial. Hier ist nichts mehr zu retten. Ist das Blatt nur an seiner höchsten zur Sonne zeigenden Stelle gelb, kann es sich auch um einen Sonnenbrand handeln. Deshalb sollten Landwirte genau hinzusehen.

Fällt die Entscheidung für die Ernte, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

Silomais mit Trockenschäden gilt als besonders gefährdet was Nacherwärmung/Verschimmelung betrifft. Die Pflanzen enthalten oft viel Zucker. Außerdem siedeln sich auf den abgestorbenen Pflanzenteilen Hefen und Schimmelpilze an. Hinzu kommt die erschwerte Verdichtbarkeit der verstrohten Pflanzenteile. Alles zusammen verringert die aerobe Haltbarkeit und erhöht das Nacherwärmungsrisiko. Für die Ernte konkret bedeutet das:

  • langsamer fahren beim Häckseln, bei sehr starken Dürreschäden Häcksellänge < 5 mm einstellen
  • Erntegeschwindigkeit der Walzarbeit anpassen, dünne Schichten einlagern, maximale Schichtstärke < 20 cm
  • wenn möglich, feuchteren Mais dazwischen einlagern
  • auf Verdichtung achten, Verdichtung > 230 kg TM / qm
  • luftdicht zudecken
  • Silo so anlegen, dass Vorgaben für den Vorschub (Winter > 2m / Sommer > 3m) erfüllt werden
  • Einsatz der Siliermittel BioCool (Futter) und PlantaSil (Biogas) zur Sicherung der aeroben Haltbarkeit bei der Auslagerung

Weitere Infos unter www.silierung.de www.silierung.de

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