Milchviehhalter Harry Spanjaard hat Grünlandbestände im Blick

15.02.2018

In der Milchviehhaltung Milchviehhaltung ist die Bewirtschaftung von Grünland Grünland als Futtergrundlage eine anspruchsvolle Aufgabe. In Geestland im Landkreis Cuxhaven besonders, da in der Region stark variierende Bodenbeschaffenheiten vorliegen. Auf engstem Raum sind sowohl Sand- als auch Moorböden zu finden. Entsprechend intensiv beschäftigt sich Harry Spanjaard mit seinem Grünland, um eine hohe und gleichbleibende Qualität des Grundfutters sicherzustellen.

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Schon im ersten Jahr der Neuansaat hat Landwirt Harry Spanjaard fünf Grasschnitte geerntet.Milchviehhalter Harry Spanjaard hat Grünlandbestände im Blick 
Schon im ersten Jahr der Neuansaat hat Landwirt Harry Spanjaard fünf Grasschnitte geerntet.

Im Frühjahr 2017 hat der Landwirt erstmals auf 5,5 Hektar Plantinum Plantinum Ei-Weiß eingesetzt, eine Kleegras-Mischung für die intensive Grünlandnutzung. Schon im ersten Jahr hat er fünf Schnitte eingefahren, im nächsten Jahr rechnet er mit sechs. „Die Mischung hat schon im ersten Jahr gezeigt, was sie kann“, berichtet der Milchviehhalter zufrieden. Deshalb plant er, nach und nach die Neuansaat weiterer Grünlandflächen vorzunehmen.

Neue Mischung hat sich bewährt

Die Mischung habe ihm Klaus Müdeking, Außendienstberater der Raiffeisen Weser-Elbe eG, empfohlen. „Ein guter Tipp“, freut sich Spanjaard, „denn es gibt viele Mischungen auf dem Markt. Die Auswahl der Arten und Sorten und deren Mischungsverhältnis hängen maßgeblich vom Standort und Nutzungsziel ab. Da ist es nicht ganz einfach, die für den Betrieb optimale zu finden. Deshalb ist es mir wichtig, einen Handelspartner zu haben, der unsere Bedingungen gut kennt und auf den ich mich verlassen kann.“

Plantinum Ei-Weiß mit vielen Vorteilen

Imke Hansing, Pflanzenbau Pflanzenbau-Vertriebsberaterin der AGRAVIS Raiffeisen AG, erläutert, warum Plantinum Ei-Weiß so gut in die Region und auf den Betrieb passt: „Die Herausforderung mit den verschiedenen Bodenarten in der Region meistert die Mischung problemlos, da sie eine breite Standorteignung hat und aus widerstandsfähigen, ausdauernden Sorten besteht. Die Zusammensetzung aus mittleren und spätblühenden Weidelgräsern sichert ein zügiges Nachwuchsverhalten und eine intensive Nutzung. Der enthaltene Weißklee sorgt für eine erhöhte Ernteflexibilität, da er nicht so schnell verholzt wie Gras und verbessert die Trockentoleranz der Mischung. Die verwendete Weißklee-Sorte kennzeichnet ein hoher Blattanteil und eine Pflanzenhöhe, die das Wachstum im intensiven Grasbestand ermöglicht, charakteristisch sind auch die Ausdauer und die hohe Konkurrenzkraft, die sein kompensatorisches Wachstum ausmachen. Dennoch muss der Bestand intensiv genutzt werden, damit die Hochleistungsgräser den Klee nicht überwachsen. Außerdem ist eine kontinuierliche Nachsaat wichtig, um den Bestand leistungsstark zu halten, auch wenn der Weißklee vorrangig mithilfe der Kriechtriebe Lücken erschließt.“

Pluspunkt im Hinblick auf die neue Düngeverordnung

Der Weißklee wirke sich auch aufgrund seiner pflanzenbaulichen Eigenschaften positiv auf den Boden und den Bestand aus, betont die Grünlandspezialistin: „Als Leguminose verfügt Weißklee über das Vermögen, Luftstickstoff zu binden und den anderen Mischungspartnern zur Verfügung zu stellen. Pro Prozent Ertragsanteil Klee können mittels Knöllchenbakterien schnell drei bis vier Kilogramm Luftstickstoff fixiert werden. Somit kann die heimische Eiweißpflanze beachtliche Mengen Stickstoff zur Ernährung des Bestandes beitragen, während es in praxisüblichen Anteilen keine negativen Auswirkungen auf die Nährstoffbilanz mitbringt. Ein wichtiger Pluspunkt im Hinblick auf die neue Düngeverordnung und die damit verbundene limitierte Ausbringung von mineralischem oder organischem Stickstoff.“

Problemlose Silierung

Darüber hinaus werde der Rohproteingehalt in der Grundfuttermischung um bis zu vier Prozent erhöht, sodass die Grundfutterleistung der Kühe verbessert wird. Die Silierung der Mischung sei problemlos möglich, da der Kleeanteil nicht zu hoch sei. Bei höheren Kleeanteilen, oder bei Kleeschichten im Silo, kann der Silierprozess aufgrund des hohen Proteingehaltes und eines niedrigen Zuckergehaltes gestört werden. Bei der Sortenwahl wurde zudem auf einen geringen Blausäuregehalt geachtet, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden.

Ganzjähriger Pflegeplan für die Flächen

Harry Spanjaard legt aber nicht nur Wert auf die Wahl der richtigen Mischung, er hat auch einen ganzjährigen Pflegeplan für seine Flächen aufgestellt. Jedes Jahr lässt er vom Lohnunternehmen seine Grünlandbestände mittels Schlitztechnik nachsäen. Striegeln und walzen erfolgt ebenfalls in diesem Arbeitsgang. Die Nachsaatmenge liegt bei acht bis zehn Kilogramm pro Hektar. Im Februar werden 30 bis 40 Kubikmeter Gülle pro Hektar mit Schleppschuhen ausgebracht. Im Sommer werden nochmal 20 Kubikmeter Gülle pro Hektar eingeschlitzt. Darüber hinaus wird mineralischer Schwefel mit Stickstoff ausgebracht. „Die Schwefelversorgung ist wichtig, denn ohne Schwefel wird der Stickstoff nicht ausgenutzt und die Eiweißqualität in der Silage sinkt“, erläutert der Landwirt die Notwendigkeit der Schwefelgabe.

Optimierte Grundfutterleistung

Letztendlich zahle es sich aus, die Grünlandbestände intensiv zu bewirtschaften, denn dadurch könne den Kühen ein Grundfutter mit gleichbleibend guten Qualitäten zur Verfügung gestellt werden und die Grundfutterleistung optimiert werden. Die 220 Milchkühe werden in einer TMR (Totale Misch-Ration), bestehend aus 60 Prozent Mais, 40 Prozent Gras, Rapsschrot und Kraftfutter in zwei Gruppen gefüttert. Spanjaard betont: „Mit einem qualitativ hochwertigen Grundfutter senken wir gleichzeitig den Mineralfutterbedarf. Für uns ist das auch ein wichtiger Vorteil bei der Umsetzung der neuen Düngeverordnung, da wir in der Stoffstrombilanz auch zugekaufte Nährstoffe berücksichtigen müssen. Alles in allem hilft uns Plantinum also, an verschiedenen Stellschrauben zu drehen und sowohl Pflanzenbau als auch Fütterung zu optimieren.“

Weitere Informationen gibt es bei Imke Hansing, Telefon 0170 . 1851120, imke.hansing@gravis.de, www.bestemilch-von-anfang-an.de www.bestemilch-von-anfang-an.de.

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