Erstes Agrar-Blogger-Camp in Münster

17.02.2017

Gut 100 Blogger, die in der Landwirtschaft arbeiten und gern darüber sprechen, versammelten sich am 16. Februar in Münster, um sich einmal „live“ in die Augen zu schauen. Der Bauernverband Schleswig-Holstein und die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft hatten diese Veranstaltung mit Unterstützung der AGRAVIS Raiffeisen AG und des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes e.V. organisiert. Verantwortlich für das Treffen waren die Bauern selbst.

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Sie twittern, teilen, liken und sind auf dem neuesten Stand, wenn es um Agrar-Themen geht – Agrarblogger. „Bauer Holti“ ist in der Szene bekannt. Er präsentiert sich nicht nur als Schweinehalter, sondern setzt sich für das Image der Landwirtschaft ein: Mit weiteren Landwirten gründete er das Bauernwiki „Frag doch mal den Landwirt“, in dem er Verbrauchern Einblicke in die Landwirtschaft gibt. Das kommt an.

Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, erklärte angesichts der vielfältigen Kritik an der modernen Landwirtschaft: „Unser Platz ist an der Seite des Bürgers.“ Dazu setzt er auf „entwaffnende“ Kampagnen. „Nur wenn wir selber nicht aufrüsten, können wir mit unseren Kritikern kommunizieren.“

Internationale Gäste und spannende Fachvorträge

In zahlreichen Vorträgen und Workshops lernten und diskutierten die Camp-Teilnehmer das kleine ABC der Aufklärung in den Sozialen Medien. Der Autor Klaus Alfs berichtete über den richtigen Umgang mit „Hate Speech“, Professor Matthias Kussin von der Hochschule Osnabrück über modernes Storytelling und Thomas Fabry vom Verein „Tierhaltung – modern und transparent“ über SnapChat. Markus Holtkötter und Nadine Henke gaben ihre Erfahrungen mit der Krisenkommunikation preis. Besondere Aufmerksamkeit genossen sicherlich die Gäste aus dem Ausland. Caroline van den Plas aus den Niederlanden erzählte von ihren Erfahrungen mit Twitter, Derek Klingenberg aus den USA über seine Aktivitäten auf YouTube.

Fazit: Bauern sind unverzichtbar. Dies wollen die Netzbauern ins Bewusstsein rufen. Sie wollen mitreden, aufklären und warnen. Die Agrar-Branche vernetzt sich viral und setzt trotzdem auf einen persönlichen Austausch. Der Wunsch nach einer Fortsetzung dieses Treffens wurde von vielen Teilnehmern deutlich gemacht.

AGRAVIS Raiffeisen AG Kontakt:
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