AGRAVIS Raiffeisen AG beständig in schwierigem Markt

18.01.2017

„Ein für die AGRAVIS-Gruppe wiederum anstrengendes und auch spannendes Jahr liegt hinter uns. Positive Ereignisse wechselten sich mit schwierigen Marktgegebenheiten ab“, beschreibt Andreas Rickmers, der seit 1. Januar 2017 die AGRAVIS-Gruppe als neuer Vorstandsvorsitzender lenkt, das abgelaufene Geschäftsjahr. Mit einem Umsatz von rund 6,2 Mrd. Euro habe Deutschlands zweitgrößtes Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen das „Geschäftsjahr 2016 vor dem Hintergrund der schwierigen Marktlage zufriedenstellend absolviert und ins Ziel gebracht – aber eben auch nicht besser.“

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Die schwachen Getreidepreise, aber auch die niedrigen Energie-, und teilweise auch Fleisch- und Milchpreise haben sich umsatzmäßig ausgewirkt. Darüber hinaus hat die AGRAVIS-Gruppe zu Jahresbeginn 2016 mit dem Verkauf ihrer Tochtergesellschaften Fugema Futtermittel- und Getreidehandelsgesellschaft mbH in Malchin/Mecklenburg-Vorpommern, Raiffeisen Mölln GmbH & Co. KG in Mölln/Schleswig-Holstein und Raiffeisen-Zentrum-Idstedt GmbH in Idstedt/Schleswig-Holstein an die Beteiligungsgesellschaft Ceravis AG Ceravis AG rund 300 Mio. Euro Umsatz abgegeben.

Überwiegend gute Werte

„Das alles macht sich natürlich umsatzmäßig bemerkbar“, erläutert Rickmers. Insgesamt hätten aber fast alle Bereiche und Gesellschaften der AGRAVIS-Gruppe „gute Werte erreicht“. Im Gesamtergebnis gab es allerdings, so der neue AGRAVIS-Chef, negative Einflüsse im für den Konzern wichtigen Großhandelsgeschäft mit Agrarerzeugnissen. Zufriedenstellend sei das Geschäft mit Futtermitteln und im Segment Technik gelaufen. Positiv entwickelten sich das Segment Märkte und das Ergebnis im Bereich Energie.

Weiteres Wachstum angestrebt

Beim Ergebnis vor Steuern erwartet die AGRAVIS bekanntlich „einen Wert oberhalb der 40 Mio. Euro“. Rickmers, der vor seinem Wechsel zur AGRAVIS mehr als zwei Jahrzehnte in verschiedenen Positionen bei Cargill aktiv war – zuletzt in Genf/Schweiz als Leiter des europäischen Agrargeschäftes –, will mit der AGRAVIS den soliden Kurs des nachhaltigen Wachstums fortsetzen. „AGRAVIS hat ein starkes Fundament – egal, ob es die gelebte Holdingstruktur ist, das Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der genossenschaftliche Verbund oder das unternehmerische Denken im Konzern. Auf diesem Fundament wollen wir weiter wachsen: Durch Marktnähe, eine hohe Investitionsbereitschaft, Kosten- und Prozessoptimierung sowie Innovationskraft“, macht er deutlich. „Die AGRAVIS ist gut aufgestellt. 2017 erwarten wir eine solide Weiterentwicklung auf vergleichbarem Umsatzniveau. 2018 wollen wir dann weiter Fahrt aufnehmen.“

Hohe Investitionsbereitschaft des Konzerns bleibt

Die Investitionsbereitschaft des Konzerns soll auch weiterhin hoch bleiben – und deutlich über den Abschreibungen liegen. Rickmers betont: „Nach 67 Mio. Euro in 2016 werden wir im laufenden Geschäftsjahr auch wieder über 60 Mio. Euro investieren – und hier den eingeschlagenen Weg weitergehen. Wir wollen die Kundennähe und unsere Marktstärke ausbauen, das verlangt eine hohe Investitionsbereitschaft. Die zeigen wir auch weiter.“ Unter seiner Führung, so der neue AGRAVIS-Chef, werde das Unternehmen sich solide, bodenständig und evolutionär weiterentwickeln.

2017 wird ebenfalls ein schwieriges Jahr

„Wir haben klare Ziele vor Augen. Und wir wissen, dass 2017 nochmal ein schwieriges Jahr für die Branche wird. Und auch für uns. Aber: Wir haben Lösungen und wir haben auch klare Vorstellungen, wohin wir wollen. Und das werden wir gemeinsam erfolgreich umsetzen“, so Rickmers. Eine gute Grundlage für unternehmerische Aktivitäten in 2017 bilde die anhaltend erfreuliche Entwicklung des Eigenkapitals, das im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut werden konnte und „nun bei über 560 Mio. Euro liegen sollte“, betont der neue AGRAVIS-Chef.

Genaue Ergebnisse und Details zum Geschäftsjahr 2016 sowie zu aktuellen Entwicklungen in der AGRAVIS-Gruppe wird das Unternehmen zur Bilanz-Pressekonferenz am 21. März 2017 vorlegen.

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