Biofutter-Produktion: Vorstoß in einen neuen Markt

18.01.2017

Die Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG (RHMH) und die AGRAVIS Raiffeisen AG wollen ihre Futtermittelproduktion Futtermittelproduktion am gemeinsamen Standort in Gescher auf die Herstellung von Biofutter umstellen. „Wir reagieren damit auf die verstärkte Nachfrage nach Biofutter in unserer Region“, erläutern Martin Duesmann-Artmann, Geschäftsführer der Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG, und Sönke Voss, Leiter Futtermittel der AGRAVIS Raiffeisen AG.

Bereits seit 2014 haben beide Unternehmen ihre Kooperation im westfälischen Futtermittelmarkt verstärkt und zuletzt das Gemeinschaftsunternehmen BioMühle Hamaland GmbH gegründet. Die Produktions- und Vertriebsgesellschaft unter der Geschäftsführung von Martin Duesmann-Artmann und Markus Posielek bietet Landwirten alles rund um das Thema Biofutter an. Der Markt und die genauen Voraussetzungen für die Produktion von Biofutter am Standort wurden bereits analysiert. „Es gibt einen überschaubaren, beständigen und leicht wachsenden Markt, der einem derzeitigen Ernährungstrend folgt“, so die Einschätzung der beiden Geschäftsführer.

Als Fullliner in der Verantwortung

Bislang wurden im Futtermittelwerk in Gescher rund 45.000 Tonnen Futter pro Jahr produziert, zu 75 Prozent Schweinefutter, der Rest für Rinder. Der bisherige Betrieb wurde bereits eingestellt und das Werk wird zurzeit für die Herstellung von Biofutter für Schweine, Rinder und Geflügel vorbereitet. „Wir sehen uns als Fullliner und somit in der Verantwortung, auch unseren langjährigen, nach ökologischen Richtlinien arbeitenden Landwirten in der Region Mischfutterkonzepte anzubieten“, erläutern Duesmann-Artmann und Posielek. Ab Mitte März wird dann ausschließlich Biofutter in Gescher hergestellt. Neben loser Ware soll perspektivisch auch Sackware in Biofutterqualität zum Sortiment gehören und überregional vertrieben werden.

Leistungsangebot in Gescher bleibt erhalten

Am bisherigen Dienstleistungsspektrum am Standort Gescher wird sich nichts ändern. „Das unseren Kunden bekannte Leistungsangebot bleibt in vollem Umfang erhalten. Das bisherige Mischfuttergeschäft wird über die Werke in Lembeck, Wesel und Dorsten abgewickelt“, betont Martin Duesmann-Artmann. „Mit unserem künftigen Angebot um das Thema Biofutter betreiben wir eine aktive Zukunftssicherung und kommen den Anfragen unserer Landwirte nach.“

Die strategische Allianz in der Biofutter-Produktion der Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG und der AGRAVIS ermöglicht beiden Partnern den Einstieg in ein neues Segment.

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