Tiere fressen auch an Heiligabend

19.12.2016

„Tiere kennen kein Weihnachten“, erklärt Heiko Almann. „Tiere fressen durch“, sagt Klaus Feils. Der Geschäftsführer der AGRAVIS Kraftfutterwerke Münsterland GmbH im westfälischen Münster und der Geschäftsführer der DoFu Donaufutter GmbH DoFu Donaufutter GmbH im bayerischen Straubing haben in ihren Dienstplänen auch den Einsatz an Heiligabend geregelt. Schon im Vorfeld der Weihnachtswoche wird die Produktion hochgefahren.

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Heiko Almann, Geschäftsführer im AGRAVIS-Mischfutterwerk in Münster, studiert den Dienstplan für Heiligabend.Tiere fressen auch an Heiligabend
Heiko Almann, Geschäftsführer im AGRAVIS-Mischfutterwerk in Münster, studiert den Dienstplan für Heiligabend.

Der 24. Dezember ist für die Mitarbeiter des Mischfutterwerkes in Münster ein ganz normaler Arbeitstag – erst einmal. Schiffsabladung, Lkw-Ablade, Absackung, alles geht seinen Gang, so wie jeden Samstag. Mittags beginnt dann auch im Mischfutterwerk der Heilige Abend.

„Dieses Jahr fallen die Weihnachtsfeiertage recht tierfreundlich auf ein Wochenende“, weiß Heiko Almann. Im Mischfutterwerk hat man bereits Mitte Dezember damit begonnen, die Bestände aufzubauen, um Vorräte zu schaffen. Jährlich produziert Münster, neben Dorsten Standort der AGRAVIS Kraftfutterwerke Münsterland GmbH, um die 700.000 Tonnen Futtermittel Futtermittel für Rinder, Schweine, Geflügel, Pferde und Kleintiere.

Inventur am 31. Dezember

Im Schichtplan sind für den Heiligabend acht Kollegen eingetragen, die Woche nach Weihnachten beginnt für 44 der insgesamt 56 Mitarbeiter am 27. Dezember. An vier Tagen wird die Arbeit von sonst fünf Tagen erledigt – wie immer im Drei-Schicht-Betrieb. Am 31. Dezember – wieder ein Samstag – wird gezählt und gemessen: „Dann haben wir Inventur“, sagt Almann. Im Mischfutterwerk bedeutet das aber nicht nur, die einzelnen Säcke zu zählen. Auch der Inhalt der Silos muss festgehalten werden. „Dafür messen wir die Freiräume in den Zellen. Wir wissen ja, wie viel sie maximal fassen. Durch die Differenz können wir errechnen, wie viele Tonnen im Silo ist.“ Zwölf Mann sind damit an Silvester bis mittags beschäftigt. Dann ist auch für sie das Arbeitsjahr 2016 beendet. Am 1. Januar abends läuft der Betrieb im Mischfutterwerk wieder an. Alle Jahre wieder – in Münster hat man reichlich Erfahrung mit diesen Feiertagen.

Neue Erfahrung in Straubing

Das ist knapp 650 Kilometer weiter südlich, im Hafen von Straubing-Sand, anders. Das Mischfutterkwerk der DoFu Donaufutter GmbH, einer Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG, ist erst vor einem halben Jahr eröffnet worden. Die Produktion von hochwertigem Futter für Schweine, Rinder und Pferde ist seit Juli 2016 gut angelaufen, auf 1.000 Tonnen im Monat kommen die bislang fünf Mitarbeiter. „Wir arbeiten noch nicht dreischichtig, sondern fahren eine Schicht“, erklärt Klaus Feils. Montags geht es um 7 Uhr los, freitags ist um 17 Uhr Schluss. Das ermöglicht dem Geschäftsführer, vor Heiligabend eine Schüppe draufzulegen: „Wir können eine zweite Schicht dranhängen und so die geforderten Mengen noch vor dem 24. Dezember hinbekommen. Wir sind da sehr flexibel, das ist ein großer Vorteil.“ Dann hätten alle fünf Kollegen an Heiligabend frei. Ähnlich will Feils an Silvester verfahren: Die Inventur soll, wenn möglich, auf den 30. Dezember vorgezogen werden. All das entscheidet sich aber kurzfristig. Denn die Bedürfnisse der tierischen Kunden gehen vor.

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