Zwei Niederlassungsleiterinnen bei der AGRAVIS Technik BvL GmbH

Vera Etmann und Ursula Röttger haben einiges gemeinsam: Beide sind Frauen, beide haben ein großes Herz für die Landtechnik Landtechnik – und beide sind seit dem 1. Januar 2016 Niederlassungsleiterinnen eines Standortes der AGRAVIS Technik BvL GmbH AGRAVIS Technik BvL GmbH . Damit gibt es insgesamt drei Frauen, die eine Niederlassung im Landtechnikbereich managen.

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Vera Ertmann (li.) und Ursula RöttgerZwei Niederlassungsleiterinnen bei der AGRAVIS Technik BvL GmbH
Vera Ertmann (li.) und Ursula Röttger

Frauen in Führungspositionen – das ist heutzutage nicht mehr außergewöhnlich, sondern gelebter Alltag in vielen Branchen. Die Landtechniksparte ist vielleicht nicht ganz vorn dabei, aber generell wollen viele AGRAVIS-Gesellschaften auf Frauenpower nicht verzichten. „Ich bin mit Herzblut dabei“, sagt Ursula Röttger, die inzwischen mehr als ein halbes Jahr am Standort in Gronau-Epe in ihrer neuen Funktion tätig ist. Die 42-Jährige, die von allen einfach „Ulla“ genannt wird, hatte 1990 beim Vorgängerunternehmen Raiffeisen Central Genossenschaft ihre Ausbildung Ausbildung zur Bürokauffrau begonnen.

Nach der Ausbildung die Karriere

„Damals war es noch nicht üblich, dass Frauen Groß- und Außenhandelskaufleute lernen das hätte ich eigentlich gern ge- macht“, blickt sie zurück. Nach der Lehre wurde sie übernommen, arbeitete, nachdem ihre drei Kinder geboren waren, bei der damaligen AGRAVIS Technik Ahaus-Borken GmbH teilweise stundenweise und später wieder halbtags. „Hauptsächlich war ich für den Innendienst zuständig, war aber immer ein bisschen das Mädchen für alles“, beschreibt sie. Dann kam im Vorfeld der Umstrukturierung der AGRAVIS-Technikgesellschaften im vergangenen Herbst der Anruf von Frank Fohrmann, damals noch bei der AGRAVIS Technik Münsterland GmbH beschäftigt.

Einzige Frau am Standort auf dem Chefposten

Für jeden Standort sollten die gleichen Strukturen eingeführt werden und die sahen pro Ort einen Niederlassungsleiter vor. Die Wahl in Gronau-Epe fiel auf Ursula Röttger. „Mein Chef sagte mir, du brauchst eine gute Begründung für eine Absage“, so die Standortleiterin im Rückblick. Sie diskutierte mit ihrer Familie, beriet sich mit den Kollegen und erhielt von allen Seiten schließlich Rückenwind und große Unterstützung. Von ihren Kollegen wird Ursula Röttger, die die einzige Frau am Standort in Gronau-Epe ist, akzeptiert und respektiert.

Gutes Miteinander ist wichtig

„Wir sind ein kleiner Standort, da geht es vor allem um ein gutes Miteinander in unserem Team“, sagt sie. Die neue Aufgabe war für sie zunächst gewöhnungsbedürftig. „Allerdings habe ich mich schon vorher um vieles gekümmert und bin es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen. Was ich fachlich nicht wusste, habe ich mir dann abends auf dem Sofa angelesen.“ Ulla Röttgers erste große Herausforderung war es, den Umbau des Bürotraktes und des Ausstellungsraums zu managen, um den Standort Gronau-Epe auf seine Zukunft als neue Niederlassung der AGRAVIS Technik BvL GmbH einzustellen. „Das ist jetzt geschafft. Und nun haben sich unsere allgemeinen Abläufe eingependelt, sodass wir den Blick in die Zukunft richten können“, freut sie sich.

Mittendrin im Landtechnik-Business

In Meppen, wo Vera Etmann seit 2005 beschäftigt ist, hat sich durch die Umstrukturierung der AGRAVIS-Techniken ebenfalls vieles verändert. „Wir haben jetzt drei Gesellschaften an einem Ort“, beschreibt die Niederlassungsleiterin der AGRAVIS Technik BvL GmbH, die 46 Mitarbeiter hat. Die 28-Jährige ist seit ihrem Ausbildungsstart zur Groß- und Außenhandelskauffrau mittendrin im Landtechnik-Business. Die Abwicklung im Ersatzteilgeschäft war zunächst einer ihrer Schwerpunkte, dann folgte die komplette Handelsabwicklung für Gebrauchtmaschinen im Zusammenhang mit der Internationalen Landtechnik-Auktion in Meppen.

Neustrukturierung war intensiver Prozess

Die Überraschung war auch bei ihr groß, als sie Mitte 2015 von ihrem Chef gefragt wurde, ob sie sich den Posten als Niederlassungsleiterin vorstellen könnte. „Mir war sofort klar, dass ich das machen möchte“, war einer ihrer ersten Gedanken. Dennoch war die Neustrukturierung der Standorte in Meppen ein intensiver Prozess, der allen viel abverlangt hat. Nach ihren ersten acht Monaten ist Vera Ettmann ebenfalls gut angekommen im Job und fühlt sich von den Kollegen als Chefin angenommen „Wir haben klare Zuständigkeiten, das sorgt für Klarheit“, so ihre Erfahrung.

Einfühlungsvermögen und Gelassenheit

Wer Führungskraft werden möchte, da sind sich beide Frauen einig, sollte neben Selbstbewusstsein, Entscheidungsfreude und Stessresistenz auch eine gute Portion Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen mitbringen. Im Frausein sehen sie durchaus Vorteile im Job und im männlich geprägten Umfeld: „Bei allem Sachverstand für die Landtechnik, den wir durch den Berufsalltag haben, besitzen Frauen einfach ein gutes Einfühlungsvermögen und manchmal einfach mehr Gelassenheit beispielsweise im Umgang mit aufgebrachten Kunden.

Beide wollen "noch einiges reißen"

Die Fäden vor Ort in der Hand zu halten, empfinde beide Niederlassungsleiterinnnen inzwischen als Selbstverständlichkeit. „Ein wichtiges Ziel ist es, die neue Struktur in unserem Landtechnik-Bereich umzusetzen und zu leben, das betrifft die Teams vor Ort und natürlich auch die Kunden, denn für sie waren ja auch die Ansprechpartner oder die Standorte neu.“ Ihre Erfahrungen tauschen Vera Etmann und Ursula Röttger mit anderen Niederlassungsleitern der weiteren Standorte der AGRAVIS Technik BvL GmbH regelmäßig aus. Und in einem sind sich auch beide einig: „Wir freuen uns über das Vertrauen, das die Geschäftsleitung in uns setzt. Als Niederlassungsleiterinnen fühlen wir uns jetzt verantwortlicher für die Abläufe vor Ort als zuvor und wollen noch einiges reißen.“

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