Wirtschaften nach dem Wegfall der Milchquote

Spätestens nach dem Milchquotenausstieg ist jeder Landwirt darauf bedacht, mit seiner Herde die bestmöglichste Leistung zu erbringen. Voraussetzung dafür ist eine gesunde Kuhherde gesunde Kuhherde .

Bildmaterial zum Content


Eutererkrankungen stehen heute neben Klauenproblemen als Abgangsursache an erster Stelle. Jede dritte Kuh erkrankt während der Laktation mindestens einmal an einer Mastitis. Die Konsequenz: eine reduzierte Milchleistung. Studien belegen, dass bei einer erhöhten Zellzahl von 250.000 Zellen pro Milliliter Milch mit einem Milchverlust von etwa sieben Prozent gerechnet werden kann. Für einen Betrieb mit 150 Kühen und einem Herdendurchschnitt von 9.000 Kilogramm Milch pro Kuh und Jahr wären das etwa 28.350 Euro weniger Einnahmen. Daher sollte grundsätzlich eine Zellzahl von 150.000 im Herdendurchschnitt nicht überschritten werden.

Negativfaktoren sorgen für finanziellen Verlust

Die Faktoren – unter anderem Stress, schlechter Tierkomfort, ungünstige Klimabedingungen, Stoffwechselerkrankungen, mangelhafte Euterpflege – sind mannigfaltig und in der Intensität ihrer Auswirkung auf die Eutergesundheit sehr unterschiedlich. Treten mehrere Negativfaktoren gleichzeitig auf, provozieren sie eine Störung im Euter und damit auch den finanziellen Verlust.

Eine Mastitis kann durch umweltassoziierte Erreger oder durch kuhassoziierte Erreger in der Kuh ausgelöst werden. Die Bestimmung der Erreger über Viertelgemelksproben ist eine wichtige Voraussetzung zur Reduzierung der Zellzahlen in der Milch. Der Tierarzt sollte dabei zu Rate gezogen werden. Sind Umweltkeime die Auslöser, so muss die Umwelthygiene und die Euterhygiene optimiert werden. Zur Umwelthygiene gehören unter anderem saubere und trockene Liegeflächen. Das kann bei Liegeboxen sehr gut mit der Ausbringung von Einstreukalken wie zum Beispiel Desintec Desintec FloorCal pH 12 erreicht werden. Das Mittel zeichnet sich durch den hohen pH-Wert von 12 sowie die schnelle Austrocknung der Laufwege und der Einstreu in den Liegebuchten aus.

Desintec-Mittel für die Umwelthygiene

Idealerweise wird der Hygienekalk in Hochboxen täglich mit einer Menge von 150 Gramm pro Quadratmeter aufgebracht und anschließend mit einer Deckschicht aus Stroh wieder bedeckt. Zur Hygienisierung von Tiefboxen wurde speziell ein erdfeuchtes Produkt entwickelt. Diese erdfeuchte Variante von Desintec FloorCal ph 12 ist lose erhältlich und kann gut mit Stroh oder Sägemehl im Futtermischwagen im Verhältnis von 1:2 oder 1:3 gemischt werden. Zur Staubbindung sollte etwas Wasser in den Futtermischwagen hinzugegeben werden. Derartige alkalisierende Deckschichten sorgen in den Boxen für einen hohen Hygieneeffekt gegen unerwünschte Erreger und für eine gute Akzeptanz der Liegeboxen. Desintec FloorCal pH 12 zeichnet sich durch seine sehr feine Vermahlungsstruktur aus, die Sprunggelenksverletzungen und ein Absinken in der Gülle nahezu ausschließt.

Zweikomponentenmittel bei schwierigen Bedingungen

Nach dem Melken ist der Zitzenkanal der Kühe für rund 45 bis 60 Minuten stark geweitet und bietet Erregern die Möglichkeit, in das Euter eindringen und eine Mastitis verursachen. Daher empfiehlt sich das Postdipping mit einem Dippmittel, welches schnell und zuverlässig Keime an der Zitzenhaut abtötet und gleichzeitig pflegt, wie etwa Desintec MH LactiFilm. Bei sehr schwierigen Bedingungen oder zur Desinfektion von kuhassoziierten Erregern ist der Einsatz von einem Zweikomponentenmittel auf Basis von Chlordioxid – zum Beispiel Desintec MH Double Sprint – empfehlenswert. Eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung der kuhassoziierten Erreger ist die zusätzliche Zwischendesinfektion der Melkzeuge mit Peressigsäure.

Auf einen Blick
Beispielrechnung Milchgeldverlust durch Eutererkrankung:

  • Kuhbetrieb mit 150 Kühen
  • Durchschnittliche Milchleistung: 9.000 Kilogramm Milch pro Kuh und Jahr
  • Jahresbetriebsleistung Beispielbetrieb: 1.350.000 Kilogramm
  • Milchauszahlungspreis: 30 Cent

Milchgeldverlust bei 250.000 Zellen:

  • 250.000 Zellen pro Milliliter Milch bedeutet etwa sieben Prozent Milchmengenverlust
  • Milchverlust = cirka 94.500 Kilogramm Milch pro Jahr = etwa 28.350 Euro Milchgeldverlust pro Jahr

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie bei Ihrem Produktionsberater oder bei Dieter Jürgens, dieter.juergens@agravis.de und Christoph Pohlkemper, christoph.pohlkemper@agravis.de oder an der kostenlosen Hotline, Tel. 0251 . 682-1144.
www.desintec.de www.desintec.de

Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.

AGRAVIS Raiffeisen AG Kontakt:
Industrieweg 110 48155 Münster ,
Tel:( 0251 ) 6820 FB Twitter Youtube Google+ Instagram