Raiffeisen Uckermark baut neue Lagerstätten für 9 Mio. Euro

Zur Ernte soll alles fertig sein. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun an den neun neuen Silos, die Stück für Stück in den Himmel von Schwedt wachsen. Überall sind Bauarbeiter zu sehen, zig Gewerke tummeln sich auf der Großbaustelle im Hafen an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Bauherr ist die Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG , eine Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG.

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Für rund 9 Mio. Euro entsteht im Hafen Schwedt aktuell ein moderner und extrem leistungsfähiger Getreideumschlagplatz.Raiffeisen Uckermark baut neue Lagerstätten für 9 Mio. Euro
Für rund 9 Mio. Euro entsteht im Hafen Schwedt aktuell ein moderner und extrem leistungsfähiger Getreideumschlagplatz.

Geschäftsführer Thomas Frank nimmt die Fortschritte des Großprojekts fast täglich selbst in Augenschein. Es ist die insgesamt vierte Investition, die im Hafen Schwedt realisiert wird: 2002 entstand für 15 Mio. Euro ein Logistik- und Umschlagszentrum auf einer Fläche von 28.000 Quadratmetern mit einer Lagerkapazität von 85.000 Tonnen, einer Misch- sowie einer BigBag-Abfüllanlage. „Das war für uns ein großer Schritt“, erinnert sich Frank. Erhöhte sich doch damit die Annahmeleistung auf zwei mal 200 Tonnen pro Stunde und die Verladeleistung auf 250 Tonnen pro Stunde bei Schiffen und 150 Tonnen pro Stunde bei Lkw. 2007 kam eine Getreidelagerhalle für 30.000 Tonnen, 2010 ein Pflanzenschutzlager hinzu.

Investition in Schlagkraft und Wachstum

Und das alles kommt nicht von ungefähr: Schwedt ist die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum des Landkreises Uckermark. Sie liegt strategisch günstig direkt an der Oder, die wiederum über die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße befahren werden kann. „Die Schifffahrt ist für uns extrem wichtig“, betont Thomas Frank. Die Lage am Wasser, aber auch in unmittelbarer Nähe zur polnischen Grenze unterstreiche die Bedeutung des Standortes Schwedt: So laufen die Getreideströme vor allem von Ost nach West. „Im Osten Deutschlands und in Polen wird ein Großteil des Getreides produziert, welches in Westeuropa benötigt wird.“ Auf dem Weg durch den Kontinent komme so eigentlich niemand an Schwedt vorbei. Zumal der Hafen gleich auf drei Wegen angefahren werden kann: per Schiff, mit dem Lkw oder auch mit der Bahn. „Diese Trimodalität ist ein klarer Wettbewerbsvorteil“, weiß der Geschäftsführer.

Große Lagerkapazitäten sind wichtig

Um diesen Vorteil weiter auszubauen und den Wachstums- und Expansionswillen zu unterstreichen, entstehen nun die neuen Lagerstätten. Sechs Silos mit jeweils rund 13.000 Tonnen Volumen und drei kleinere Varianten mit jeweils 1.500 Tonnen Volumen sollen zur Ernte einsatzbereit sein. „In der Landwirtschaft fallen innerhalb weniger Wochen extreme Mengen an“, erklärt Frank. Daher seien die großen Lagerkapazitäten extrem wichtig: „So können wir alles aufnehmen und abwickeln.“ Der Markt wird dann – je nach Nachfrage – kontinuierlich mit diesen Vorräten bedient. Umgekehrt läuft das Düngemittel Düngemittel -Geschäft: Die Raiffeisen Uckermark kauft das ganze Jahr über Ware an und stellt sie den Kunden bei Bedarf auch in großen Mengen zur Verfügung. „Das Direktgeschäft mit den Landwirten ist und bleibt unsere Hauptaufgabe“, betont Frank.

Überregionale Warenströme

Zusätzlich sei es erklärtes Ziel, die Gesellschaft auch in überregionalen Warenströmen zu etablieren. So seien in jüngster Vergangenheit immer mehr große Händler und Vermarkter auf die Raiffeisen Uckermark zugekommen: „Sie erkennen uns als Standort, von dem aus sie Zugang zu den großen deutschen Verbrauchs- und Produktionsgebieten haben.“ Zudem solle die erneute Investition den Landwirten in der Region zeigen, dass die Raiffeisen Uckermark und die AGRAVIS zwei starke Partner seien, die zum einen großes Vertrauen in die Produktivität und Wertschöpfung in der Region haben und zum anderen durch die Investitionen auf ein langfristiges Engagement setzen. „Mit der Investition wollen wir zeigen, dass wir den Entwicklungen in der Branche Rechnung tragen und deshalb vor allem unsere Schlagkraft erhöhen möchten“, sagt Thomas Frank.

Auf einen Blick: Raiffeisen Uckermark GmbH & Co. KG

  • seit 2013 Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG
  • Standorte: Schwedt (Zentrale), Angermünde, Casekow, Passow
  • Mitarbeiter: 105
  • Umsatz 2014: 95,1 Mio. Euro
  • Arbeitsgebiet: nordöstliches Brandenburg und südliches Vorpommern
  • Geschäftsführung: Thomas Frank und Jens Zillmann
  • Geschäftsbereiche: Agrarhandel, Energie, Baustoffhandel, Raiffeisen-Markt und Dienstleistungen

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