AGRAVIS Raiffeisen AG bietet regelmäßige Prüftermine für Feldspritzen an

Langeweile ist ein Fremdwort. Die Liste ist lang und will abgearbeitet werden. Im Rhythmus von 30 Minuten fahren die Landwirte vor und stellen sich der Prüfung, an deren Ende es hoffentlich die ersehnte Plakette gibt. Grün ist sie in diesem Jahr und versteckt sich in einem kleinen unscheinbaren Kästchen, das Frederik Liebenau nur öffnet, wenn er nichts zu beanstanden hat. Der Mitarbeiter der AGRAVIS Technik Weser-Aller GmbH AGRAVIS Technik Weser-Aller GmbH ist verantwortlich für die Feldspritzen-Prüftermine Feldspritzen-Prüftermine im Arbeitsgebiet der Niederlassung Nienburg und im Frühjahr sowie im Herbst unterwegs, um die Geräte genau unter die Lupe zu nehmen.

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Unter anderem hält er mit dem speziellen Kontrollwagen auf dem Hof des Lohnunternehmens Marion Lempfer in Rehburg. „Wir bieten diesen Service sehr flächendeckend an, um möglichst viele Kunden zu erreichen“, erklärt Rene Geisler. 15 Termine im gesamten Arbeitsgebiet des Standorts Nienburg werden angeboten. Die Prüfungen, die seit 2014 alle drei Jahre vorgeschrieben sind, seien inzwischen zu einem wichtigen Standbein für die Werkstatt geworden, sagt der Niederlassungsleiter.

Routiniertes Prüfverfahren

Für die Landwirte sind sie nicht nur eine Pflichtaufgabe. „Wir bringen sehr viel Geld mit unseren Spritzen auf die Felder, daher ist es wichtig, dass unsere Spritzen richtig funktionieren“, betont Wilhelm Thürnau aus Hagenburg. Er ist Stammkunde der AGRAVIS Technik AGRAVIS Technik und lässt seine Geräte völlig unabhängig von den Vorschriften, die der Gesetzgeber macht, regelmäßig testen: „Das gehört inzwischen zur Routine.“ Routiniert läuft auch das Prüfverfahren ab. Frederik Liebenau ist gelernter Landmaschinen-Mechaniker und kennt sich mit den Spritzen bestens aus. Trotzdem musste er, um die Prüfung abzunehmen, extra eine spezielle Zusatz-Ausbildung absolvieren: „Die Pflanzenschutz- und Düngemittel sollen korrekt und möglichst gleichmäßig ausgebracht werden, die Technik muss funktionieren. Deshalb müssen auch wir Kontrolleure fit sein.“ „Wir“ sind in diesem Fall Liebenau und sein Helfer. Zusammen inspizieren sie zu Beginn Spritze, Pumpe und das druckregulierende Manometer ganz genau, pflegen die Daten in den Computer ein. Erste Tests zur Funktionalität der Pumpe finden noch auf dem Hof statt, zur genaueren Kontrolle geht es in eine große Halle, in der eine Plane, die ein bisschen an einen Swimmingpool erinnert, und ein kleiner Wagen auf die Prüflinge warten.

Genauigkeitsfanatiker

Zwischen zehn und 36 Metern breit sind die Feldspritzleitungen. Die von Landwirt Thürnau bringt es auf 27 Meter. Er braucht Fingerspitzengefühl, um das ausklappbare Gerät mitsamt Schlepper genau über der Plane zu positionieren. „Es geht darum, so zu tun, als wären wir auf dem Feld“, erläutert Liebenau. Das muss er Wilhelm Thürnau nicht zwei Mal sagen. Der selbsternannte „Genauigkeitsfanatiker“ richtet alles exakt aus und beäugt das anschließende Prozedere kritisch. Klares Wasser dringt aus der Spritze auf Plane und Scannerwagen. In einem ersten Durchgang wird die Wasserhärte gemessen, in einem zweiten die Querverteilung der Flüssigkeit. Der Scannerwagen weiß vorher, wie breit die Spritze ist, wie viele Mess-Stellen er anfahren muss, seine Daten liefert er direkt an den Computer. In einem Diagramm können die Prüfer nachher erkennen, welche Düse nicht richtig funktioniert – Ausreißer werden sofort lokalisiert. Die Düsen dürfen in ihrer Leistung höchstens zehn Prozent voneinander abweichen. Probleme bereiten eine schlechte Säuberung,die falsche Einlagerung der Spritze in den Wintermonaten, Schmutz, defekte oder verschlissene Düsen.

Spritzen sind wichtige Bausteine

„Für mich ist dieser Termin wichtig für die Selbstkontrolle, denn je genauer ich arbeite, desto besser ist das auch in finanzieller Hinsicht“, sagt Thürnau. Von April bis November ist er auf den Feldern unterwegs – auf seinen eigenen 50 Hektar Land und auf denen seiner Auftraggeber – und er bemühe sich, stets „vernünftigen Pflanzenschutz zu betreiben“. Eine intakte und kontrollierte Spritze sei dabei ein wichtiger Baustein. Frederik Liebenau hat nach Auswertung aller Daten und Fakten nichts zu beanstanden und schließt, während Thürnau Schlepper und Spitze wieder aus der Halle manövriert, die kleine Schatzkiste auf. Schließlich fehlt noch die Auszeichnung für die erfolgreich absolvierte Prüfung.

Aktuelle Termine zur Feldspritzenprüfung im gesamten Arbeitsgebiet finden Sie hier hier .