AGRAVIS-Kooperation: Partner bei der Nährstoffverwertung

Die AGRAVIS Raiffeisen AG und die ODAS GmbH & Co. KG weiten ihre Zusammenarbeit aus. Zum 1. Januar 2015 ist das Gemeinschaftsunternehmen ODAS GmbH an den Start gegangen, um zunächst vor allem Landwirten in Westfalen eine Lösung zur Verwertung von überschüssigem Wirtschaftsdünger anzubieten.

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„Wir haben alles besprochen. Die Verträge sind unterzeichnet“, berichten Ludger Leifker, Generalbevollmächtigter für das Futtermittelgeschäft Futtermittelgeschäft bei der AGRAVIS Raiffeisen AG, und Steffen Schirmacher-Rohleder, gemeinsam mit Torsten Smit Geschäftsführer bei der ODAS GmbH & Co. KG, von einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. 75 Prozent an dem Joint Venture hält ODAS, ein Viertel die AGRAVIS.

Anfang 2014 hat die AGRAVIS Raiffeisen AG die Biogasanlage Biogasanlage Dorsten übernommen, an dieser beteiligt sich ODAS nunmehr mit 16 Prozent. Seit dem Kauf der Anlage ist die ODAS gemeinsam mit den Verantwortlichen der AGRAVIS dort für das Stoffstrommanagement und die operative Betriebsführung zuständig. Die Geschäftsführung der Anlage obliegt der AGRAVIS. Geplant wird in der Endausbaustufe mit einem Substratmix von ca. 80 Prozent organischen Wirtschaftsdüngern in Form von Gülle und Mist sowie einem entsprechend geringen Anteil von Energiepflanzen. Angestrebt wird eine Leistung von rund 3,5 Megawatt. Die Umrüstung für die Nährstoffnutzung liegt im Zeitplan. Aktuell ist die Anlage zu ca. 80 Prozent hochgefahren.

Mit einem Einzugsgebiet von rund 75 Kilometern ist die Dorstener Anlage ein regionaler Baustein in der Gesamtstrategie beider Partner, Lösungen für die Nährstoffproblematik anzubieten. „Wir wollen das in Dorsten praktizierte Konzept später auch auf andere Veredelungsregionen übertragen“, erläutert Leifker die Pilotfunktion. Die anfallenden Gärreste werden in aufnehmende Ackerbauregionen gebracht, in denen sowohl die AGRAVIS durch ihre eigenen Agrarzentren, die regionalen Raiffeisen-Genossenschaften als auch ODAS durch bestehende Kundenverbindungen gut vernetzt sind.

„Unser Angebot beinhaltet weit mehr, als Gülle von A nach B zu transportieren“, betonen die Initiatoren. Vielmehr würden durch eine individuelle Nährstoffberatung maßgeschneiderte und kostengünstige Lösungen für jeden einzelnen Betrieb entwickelt. Die ganzheitlichen Konzepte schließen auch die Dokumentation ein – ein Aspekt, auf den die Landwirtschaftskammern besonderen Wert legen. Zudem werde sich die Nährstoffproblematik durch die Novellierung der Düngeverordnung weiter verschärfen, so Leifker.

„Die ODAS verfügt über viel Erfahrung und eine hohe Kompetenz in der Verarbeitung von Wirtschaftsdünger“, begründet der AGRAVIS-Generalbevollmächtigte die Auswahl des Partners. „Wir bewegen schon heute rund 300.000 Tonnen Wirtschaftsdünger pro Jahr und verfügen über eine eigene Transportflotte“, erläutert Torsten Smit. Bei der AGRAVIS wiederum beschäftigen sich die Bereiche Futtermittel Futtermittel , Pflanzenbau Pflanzenbau und TerraVis TerraVis schon seit vielen Jahren mit der Gülleverwertung, sodass die gesamte Prozesskette bedient werden kann.

Interessierte Landwirte können sich direkt an die ODAS GmbH wenden, aber auch den Kontakt über die Futtermittelberater der AGRAVIS oder die Genossenschaften herstellen. Das Joint Venture hat rund 50 Mitarbeiter. Die Geschäftsführung obliegt dem Mehrheitsgesellschafter ODAS.

AGRAVIS Raiffeisen AG Kontakt:
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