In Sicherheit und Effizienz investiert: Palettenwickelautomat im AGRAVIS-Distributionszentrum

Er ist groß, schnell, leise und kommt aus Italien: Der neue Palettenwickelautomat im Distributionszentrum Distributionszentrum der AGRAVIS Raiffeisen AG in Münster. 36 Paletten schafft er pro Stunde. Das ist mitunter schneller, als die Lager-Mitarbeiter die bestellte Ware des Kunden kommissionieren können. Die 14 Meter lange und vier Meter breite Maschine wickelt mithilfe von zwei Motoren und einem Dreharm vollautomatisch Artikel auf Europaletten in Folie ein.

„Mit dem neuen Automaten arbeiten wir viel effizienter und machen zudem die ausgelieferte Ware für den Transport sicherer. Bei den alten Halbautomaten mussten die Mitarbeiter immer noch einige Handgriffe selbst erledigen. Jetzt läuft alles vollautomatisch in Sekundenschnelle“, betont Ralf Gleitsmann, Leiter des AGRAVIS-Distributionszentrums. Außerdem spart der neue Automat auch Material ein. „Damit haben wir in Nachhaltigkeit und Kostenersparnis investiert“, sagt Ralf Gleitsmann. Mit einer Lautstärke von 63 Dezibel ist der notwendige Kompressor zudem leiser als eine Unterhaltung zwischen zwei Personen.

Transport noch sicherer

Der Prozess mit dem neuen Vollautomaten funktioniert so: Der Staplerfahrer bringt die volle Europalette zum Förderband, von wo aus sie bis zur Wickelstation transportiert wird. Dort wird die Ware mit einer Geschwindigkeit von 20 Umdrehungen pro Minute komplett in Folie eingehüllt. Das Besondere dabei: Der Automat dehnt die Folie um 300 Prozent vor und bildet beim Einwickeln Schnüre, um die versandfertige Palette noch fester zu wickeln. „Der Automat hilft, die Ware für den Transport noch sicherer zu machen, da der Ladungsträger eng mit der Ware verbunden ist“, so der Leiter des Distributionszentrums.

100.000 Euro hat die neue Anlage gekostet. Hochwertige Sensoren, die mit der Software verbunden sind, tasten die Ware auf der Palette ab, sodass sie individuell je nach Verpackungsart und Menge verpackt werden kann. Die Sensoren sorgen außerdem dafür, dass Abstände zwischen den Paletten auf der Förderstrecke eingehalten werden und es keine Kollisionen gibt. Maximal sieben Paletten finden auf dem Stauförderer Platz.

Investition in Lager-Schlagkraft

45 Logistik-Mitarbeiter können in Abhängigkeit vom Auftragsvolumen nun täglich die neue Maschine nutzen. „Zuerst müssen sich die Prozesse einspielen, aber der Automat wird sich schon bald rentieren. Er ist eine Investition in die Schlagkraft im Lager, Ladungssicherheit und Nachhaltigkeit zugleich“, betont Markus Menne, Bereichsleiter Logistik bei der AGRAVIS Raiffeisen AG. Die Investition ist ein Teil des Projektes „Logistik 21“. Dabei werden einzelne Prozesse im Distributionszentrum sukzessive optimiert sowie das Zusammenspiel von Handelsabteilung und Logistik stetig und langfristig verbessert.

AGRAVIS Raiffeisen AG Kontakt:
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