Spezialfutter „aus der Region für die Region“

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich begannen am Mittwoch im Hafen Straubing-Sand die Bauarbeiten für ein neues Mischfutterwerk der DoFu Donaufutter GmbH. Die Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG (Münster und Hannover) möchte spätestens ab Anfang 2016 auf dem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück am Südkai Spezialfutter und Edelrohstoffe für die Tierernährung herstellen.

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Die Produktionsleistung soll im ersten Jahr 30.000 Tonnen betragen, wobei deutliche Ausweitungen geplant sind. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 10 Mio. Euro.

Zehn Arbeitsplätze sollen auf Dauer entstehen.

Die AGRAVIS-Gruppe ist mit einer Jahresproduktion von 3,6 Mio. Tonnen einer der größten Futtermittelhersteller in Deutschland. In Straubing errichtet der Agrarhandelsund Dienstleistungskonzern nun erstmals ein Mischfutterwerk in Bayern. Vertrieblich ist die AGRAVIS über die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften Höveler und HL Hamburger Leistungsfutter GmbH HL Hamburger Leistungsfutter GmbH jedoch schon seit vielen Jahren in Süddeutschland tätig. „Aber der logistische Aufwand ist beträchtlich. Deswegen haben wir nach einer neuen Lösung gesucht und sie in Straubing gefunden“, sagte Konrad Falk, Geschäftsführer der AGRAVIS Futtermittel-Holding, anlässlich des Baubeginns.

Man sehe ein beträchtliches Wachstumspotenzial für das Futtermittelgeschäft in dieser veredelungsstarken Region, so Falk. Außerdem ließen sich angrenzende Märkte von Straubing aus leichter erschließen.Respekt zollte der AGRAVIS-Geschäftsführer den Verantwortlichen vor Ort, die den Hafen Straubing-Sand innerhalb kürzester Zeit zu einem florierenden Agrarstandort entwickelt hätten.

Hochwertige Nach- und Nebenprodukte

„Aus der Region, für die Region“: Dieses Motto beherzige die DoFu Donaufutter GmbH mit dem Bau des Futtermittelwerks in Straubing, sagte ihr Geschäftsführer Klaus Feils. Mehr als die Hälfte der eingesetzten Rohkomponenten seien hochwertige Nach- und Nebenprodukte aus der Lebensmittelindustrie. 30 Prozent der Rohwaren würden per Schiff angeliefert. Und das Werk in Straubing gewährleiste dank moderner Technik die ressourcenschonende und möglichst emissionsarme Herstellung von Futtermitteln. „Dies entspricht unserem Verständnis von Nachhaltigkeit“, betonte Feils.

Als hervorragend und unkompliziert bewertete er die Zusammenarbeit mit der Hafengesellschaft und den Behörden in Straubing. „Vom ersten Gespräch bis zum Baustart heute sind gerade einmal 14 Monate vergangen“, berichtete der Geschäftsführer. „Des passt scho“, beschrieb der gebürtige Rheinländer in bayrischer Mundart das konstruktive Miteinander. Als Vorsitzender des Zweckverbandes Industriegebiet mit Donauhafen Straubing-Sand (ZVI) hieß Landrat Josef Laumer die DoFu Donaufutter GmbH und ihren Mutterkonzern am Europaring willkommen. „Ich freue mich sehr, dass Sie trotz des bevorstehenden Winters keine Zeit verlieren wollen und nun mit dem Bau Ihres Futtermittelwerks starten“, sagte Laumer.

Landwirtschaft in Straubing

Die Ansiedlung stärke die Attraktivität des Hafengebietes weiter und unterstreiche die Bedeutung der Donau als leistungsfähige Wasserstraße für die Wirtschaft, betonte Hafengeschäftsführer Andreas Löffert. Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Aufsichtsratsvorsitzender der Hafen Straubing-Sand GmbH, hob den Stellenwert der Landwirtschaft in Straubing und Umgebung hervor und spannte den Bogen hin zum Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe. „Herzlich willkommen in der Region der Nachwachsenden Rohstoffe. Sie investieren hier in die Zukunft.“

Das Mischfutterwerk entsteht nach den Planungen der Firma Wolking aus Vechta, die auch den Auftrag für den Maschinen- und Stahlbau bekommen hat. Die Ingenieurleistungen wurden an das Büro Weiss in Straubing vergeben. Die Steuerung und Elektrik kommen aus dem Hause Hansmeier (Rheda-Wiedenbrück).