8. Preußen-Talk bei AGRAVIS-Tochter Vovis

Bereits zum achten Mal fand am Mittwochabend (20. August) der beliebte Preußen-Talk im Autohaus Vovis Autohaus Vovis , einem Tochterunternehmen der AGRAVIS Raiffeisen AG, statt. Die exklusive Veranstaltung für Sponsoren, Fanprojektvorstand und Mitglieder der Fanteams, die an der Halbzeitunterhaltung im Preußenstadion Halbzeitunterhaltung im Preußenstadion teilnehmen, lockte 40 Gönner und Fans des Fußballdrittligisten in das Volvo,- Fiat- und Suzuki-Autohaus in Münster.

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Sie diskutierten beim 8. Preußen-Talk im Autohaus Vovis (v. li.): Alexander Heflik, Marcel Reichwein, Abdenour Amachaibou, Marco Aulbach, Phillip Hoffmann, Erik Zenga, Marc Heitmeier, Ralf Loose, Stefan Bergmann und Dirk Kugel8. Preußen-Talk bei AGRAVIS-Tochter Vovis
Sie diskutierten beim 8. Preußen-Talk im Autohaus Vovis (v. li.): Alexander Heflik, Marcel Reichwein, Abdenour Amachaibou, Marco Aulbach, Phillip Hoffmann, Erik Zenga, Marc Heitmeier, Ralf Loose, Stefan Bergmann und Dirk Kugel

Dirk Kugel, Sponsorenbetreuer beim SC Preußen Münster, moderierte die kurzweilige Talk-Runde in gewohnt spritziger Form. Im Podium standen neben Cheftrainer Ralf Loose auch die sechs Neuzugänge des SC Preußen: Marco Aulbach, Erik Zenga, Marc Heitmeier, Phillip Hoffmann, Abdenour Amachaibou und Marcel Reichwein sowie Alexander Heflik, Sportchef der Westfälischen Nachrichten (WN), und Stefan Bergmann, Chefredakteur der Münsterschen Zeitung (MZ).

Erstes Thema war die DFB-Pokal-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen den FC Bayern München. Alle waren sich einig, dass es eine gelungene Veranstaltung und auch sportlich ein guter Auftritt gegen den Titelverteidiger war. Trainer Ralf Loose wollte aber nicht allzu lange zurückblicken und sagte: „Das haken wir jetzt ab und gucken nur noch auf das Spiel in Osnabrück am Samstag!“ Eines ergänzte Stefan Bergmann von der MZ aber doch noch: „Dass so viele Menschen an den Bildschirmen die brach liegende Westkurve sehen mussten, war für die Stadt Münster schon blamabel.“ Er hofft, dass sich in Sachen Stadionrenovierung in diesem Jahr noch etwas tut, damit die Sanierung bzw. der Umbau zumindest konkret geplant werden könnten. Das sanierungsbedürftige Stadion ist ein leidiges Thema, das auch beim Preußen-Talk regelmäßig aufgetischt wird, ohne dass es bisher zu Fortschritten gekommen ist.

Die sechs neuen Spieler des SCP, die vor der Saison verpflichtet wurden, stellten sich dem Publikum vor, lobten das gute Klima im Team und versuchten, den alles andere als geglückten Saisonstart aus ihrer Sicht zu erklären. Stürmer Marcel Reichwein etwa meinte, er hätte durchaus schon zwei Treffer mehr erzielen können. Später sagte WN-Sportchef Alexander Heflik, dass Reichwein ihm geflüstert habe, dass er am „Samstag in Osnabrück einen Doppelpack hinlegt“. Abdenour Amachaibou kündigte an: „Wir wollen immer noch oben angreifen und brauchen jetzt einfach mal eine Welle, wie sie Dynamo Dresden hat“.

Coach Ralf Loose erhofft sich aus den nächsten drei Spielen in der „englischen Woche“ reichlich Punkte: „Die Spiele sind jetzt richtungsweisend, wir wollen in Osnabrück gewinnen und Mittwoch gegen Erfurt direkt nachlegen“. Den mauen Start in die Serie versuchte er auch mit Verletzungspech und Spielersperren zu erklären und erwähnte erneut den bedauerlichen Abgang von Spielern aus der Vorsaison. Er wehrte sich gegen Vorwürfe, die Mannschaft habe gegen Rostock und Dresden zweimal die erste Halbzeit verschlafen. Gegen Rostock stimmte dies zwar, aber in Dresden habe es sich um bedauerliche individuelle Fehler gehandelt, die zum frühen und hohen Rückstand geführt hätten.

Der ehemalige Osnabrücker Erik Zenga ist heiß auf das Spiel am Samstag beim alten Rivalen VfL und antwortete auf die Frage, was in Münster eigentlich besser sei als in Osnabrück: „Eigentlich alles: Stadion, Trainer, Mitspieler, Fans, Stadt und Sponsoren…“ – und erntete damit spätestens beim Punkt Stadion leicht irritierte Reaktionen. Marc Heitmeier brachte auf den Punkt, was alle Spieler und der Trainer versuchten zu erklären: „Wir müssen uns noch finden und unsere teilweise guten Leistungen konstanter und vor allem von der ersten Minute an auf dem Feld zeigen“.

Andreas Bode aus dem Vorstand des Fanprojektes des SC Preußen, einer Abteilung mit rund 750 Mitgliedern, berichtete noch aus Fankreisen und kritisierte deutlich die Ticketvergabe des VfL Osnabrück für das Spiel am Samstag gegen Münster. Zudem appellierte er an die Spieler, künftig bei Auswärtsspielen kurz zu den Fans zu kommen, die sehr weite Fahrten auf sich nähmen. Marcel Reichwein versprach, dies zu beachten. Andreas Bode fragte noch den Trainer, ob es eine vakante Stürmerposition gebe und spielte damit auf Stefan Reisinger an, der zurzeit im Probetraining ist. Die Antwort von Ralf Loose: „Nein, eigentlich nicht“.

Zum Schluss des achten Preußen-Talks im Autohaus Vovis gab es noch Fotos, Autogramme und reichlich Motivation für die Spieler für das Derby am Samstag…