Viele Stellschrauben erfolgreich drehen

Bei Familie Haßbargen dreht sich alles um Kühe. Der Fokus bei Haßbargens liegt auf der Zucht. Die künstliche Besamung ihrer Tiere übernimmt Juliane Haßbargen selbst. Was dabei zu beachten gilt und wodrauf die Familie außerdem viel Wert legt, erfahren Sie in diesem Bericht.

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Familienbild mit Lehrling und Kuh: (v.li.) Jürgen und Heika Haßbargen, Jannes Aden, Dirk Haßbargen mit den Söhnen Jörn und Magnus sowie Juliane Haßbargen mit Greta, der amtierenden 
Familienbild mit Lehrling und Kuh: (v.li.) Jürgen und Heika Haßbargen, Jannes Aden, Dirk Haßbargen mit den Söhnen Jörn und Magnus sowie Juliane Haßbargen mit Greta, der amtierenden "Miss Ostfriesland".

Bei Familie Haßbargen dreht sich alles um Kühe. Sogar das Wetter. Wo sich andernorts ein Hahn auf dem Dachfirst im Wind dreht, ist es auf dem Betrieb imostfriesischen Barstede eine eigene schwarzbunte Kuh. „Unser Beruf ist auch unser Hobby“, sagt Juniorchef Dirk Haßbargen. Zusammen mit Vater Jürgen, Mutter Heika, Frau Juliane und einem Auszubildenden führt er den Traditionsbetrieb.

185 Milchkühe sind auf dem Hof unweit von Aurich zu Hause. Die Betriebsleiter legen großen Wert auf artgerechte Haltung und gönnen ihrenTieren viel Komfort. In Tiefboxen können es sich die Milchkühe auf Stroh- und Sägemehleinstreu gemütlich machen. Ein Spaltenschieber hält die Laufwege sauber. Das sei wichtig für die Euter und Klauengesundheit. Die Ställe sind allesamt offen, licht- und luftdurchflutet. Zudem erhält die ganze Herde im Sommer einige Stunden Weidegang, betont Dirk Haßbargen: „Unser Ziel ist es, die Kühe möglichst lange und gesund im Bestand zu halten.“ Die Remontierungsrate des Betriebs liegt bei etwa 15 Prozent, die durchschnittliche Leistung der Abgangskühe liegt bei 45.000 Kilogramm Lebensleistung.

Der Fokus bei Haßbargens liegt auf der Zucht. Die künstliche Besamung ihrer Tiere übernimmt Juliane Haßbargen selbst. „Wir nehmen nur Bullen, die ein ausgezeichnetes Exterieur und gute Gesundheitsmerkmale vererben. Zudem beachten wir die Milchleistung“, erklärt die 30-Jährige. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Haßbargens sind regelmäßige Beschicker der Excellent-Schau in Leer. In diesem Jahr kamen sie mit Kuh Greta – vier Jahre alt, drei Mal gekalbt – und gingen mit ihr als amtierende „Miss Ostfriesland“.

Ein Baustein des Erfolgs ist das Futtermanagement Futtermanagement . Die Kälber erhalten in den ersten drei Wochen täglich sechs bis sieben Liter Milch, dazu das Kälbermüsli aus dem Combikorn-Programm und später die normale TMR. Thomas Vissering, Außendienstmitarbeiter der AGRAVIS Ems-Jade GmbH, ist regelmäßig in Barstede: „Ich kümmere mich um die Futterberatung und -berechnung sowie die Auswertung der Milchkontrollen.“ Die Zusammenarbeit sei sehr eng und vertrauensvoll und drehe sich darum, das betriebliche Potenzial nach und nach noch weiter auszuschöpfen.

Neben der hofeigenen TMR wird zusätzlich eine Sorte aus dem Laktolin-Programm gefüttert, die besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist und dazu beiträgt, die Energielücke in den ersten 100 Laktationstagen zu verringern. Dass es funktioniert, sieht man den Tieren an. Sie sind glatt im Fell und verfügen über eine gute Körperkondition“, sagt Thomas Vissering. Das Futter steigert Gesundheit, Wohlergehen sowie Milchleistung und Fruchtbarkeit der Kühe. Ein elektronischer Aktivitätsmesser dient zur genaueren Brunstüberwachung der Herde.

Vor einiger Zeit ließen Haßbargens ihre Kühe für einige Zeit mit Smaxtec Smaxtec überwachen und stellten damit ihr Herdenmanagement einmal mehr auf den Prüfstand. Das Gerät misst und speichert den pH-Wert im Pansen, gibt Auskunft über die Wasserversorgung und warnt vor einer eventuellen Übersäuerung, einer Acidose. „Die Werte waren sehr konstant und haben uns in unserem Handeln bestätigt“, sagt Dirk Haßbargen. Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Thomas Vissering, AGRAVIS Ems-Jade GmbH, Tel. 04945 . 929-232 oder 0162 . 9345460.

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