Konzepte zur zukunftsorientierten Fütterung

Mineralfutterprogramm für Rinder völlig neu ausgerichtet

Eine bedarfsgerechte Mineralfutterversorgung wird in der Rinderhaltung aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen künftig eine noch entscheidendere Rolle einnehmen. Ein Grund dafür ist die Ende März verabschiedete Novellierung der Düngeverordnung, die das definierte Ziel verfolgt, Nährstoffüberhänge auf landwirtschaftlichen Flächen der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig zu reduzieren.

Dadurch wird es ab 2018 aufgrund der verschärften Restriktionen bei den betriebsindividuellen Stickstoff- und Phosphorsalden sowie durch die verbindliche Einführung der Feld-Stall-Bilanz für einen Großteil der rinderhaltenden Betriebe zu gravierenden Veränderungen bei der Nährstoffbilanzierung bzw. beim landwirtschaftlichen Flächenbedarf kommen. Dieser Entwicklung kann mit einem ausgefeilten Fütterungsregime durchaus begegnet werden.

Nährstoffgehalte in der Gülle nachhaltig reduzieren

Phosphor- und aminosäurenoptimierte Milchviehrationen können beispielsweise durch den AGRAVIS-Produktionsberater betriebsindividuell berechnet werden. Im Ergebnis helfen sie dabei, die Nährstoffgehalte der Gülle nachhaltig zu reduzieren. Je nach Anforderung kommen neukonzipierte VitaMiral-Mineralfuttersorten VitaMiral-Mineralfuttersorten sowie Laktaria Laktaria- oder Lakto Qfit-Ausgleichsfutter Lakto Qfit-Ausgleichsfutter zum Einsatz, mit denen die Gehalte an Rohprotein und Bruttophosphor in den vorgelegten Rationen gezielt abgesenkt werden können. Ermöglicht wird diese Vorgehensweise durch die Berücksichtigung des leistungsabhängigen Bedarfs an verdaulichen Aminosäuren und verdaulichem Phosphor am Dünndarm der Milchkuh.

Phokus

Das AGRAVIS-Rationsberechnungstool Phokus gewährleistet neben der bedarfsgerechten Phosphorversorgung des Tieres immer auch die adäquate Versorgung der Pansenmikroben mit pansenverfügbarem Phosphor. Das Ergebnis dieser praxiserprobten Rationsoptimierung sind geringere Stickstoff- und Phosphorausscheidungen der Milchkühe bei konstant hohen Herdenleistungen. Die geforderte Nachvollziehbarkeit einer solchen Nährstoff-Minderungsstrategie ist aufgrund der betriebsindividuellen Rationsberechnung ebenfalls gegeben. Bei der Rationsgestaltung werden nämlich sowohl die nativen Inhaltsstoffgehalte und Verdaulichkeiten der Silagen und wirtschaftseigenen Kraftfuttermittel als auch die gefressenen Grundfuttermengen berücksichtigt.

Projekt Langlebigkeit

Neben geringeren Nährstoffausscheidungen leistet das überarbeitete Sortenprogramm von VitaMiral zusätzlich einen Beitrag zum Projekt Langlebigkeit der AGRAVIS. Hinter diesem Projekt verbirgt sich das Ziel, Milchviehhaltern vom Mutterkalb bis zur Milchkuh innovative Produktlösungen anzubieten, die nachweislich die Nutzungsdauer und daraus resultierend die Wirtschaftlichkeit der Milchkühe steigern. Fruchtbarkeits- und Stoffwechselstörungen sowie Erkrankungen des Euters und Bewegungsapparates sind deutschlandweit die Hauptabgangsursachen bei Milchkühen. Zur Begegnung dieser Probleme führt das Mineralfuttersortiment der AGRAVIS vier Sorten im Programm, die nachweislich die Herdenfruchtbarkeit steigern, Stoffwechselstörungen wie beispielsweise das Auftreten von Pansenazidosen reduzieren, einen Beitrag zur Verringerung der somatischen Zellen in der Milch leisten sowie das Auftreten von Klauen- und Gliedmaßen-Erkrankungen mindern.

Das Sortenprogramm Sortenprogramm von VitaMiral spart in Verbindung mit der innovativen Rationsberechnung der AGRAVIS Futterkosten, verringert nachhaltig die Stickstoff-und Phosphorüberhänge in den Rationen und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Projekt Langlebigkeit und zur zukunftsorientierten Milcherzeugung.

Weitere Infos gibt es bei den AGRAVIS-Produktionsberatern und bei Dr. Peter Rösmann, Telefon 0251 . 682-2262, peter.roesmann@agravis.de.

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