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Alles andere als ein Mainstream-Beruf

Ausbildung bei der AGRAVIS zum Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft. Ich bin Alexander und befinde mich im zweiten Ausbildungsjahr zum Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft, auch Müller genannt, bei der AGRAVIS Kraftfutterwerke Münsterland GmbH. Die Ausbildung mache ich im Kraftfutterwerk der AGRAVIS in Münster. Dort wurden im vergangenen Jahr (2014) 435.959 Tonnen Mischfutter für Tiere produziert – eine riesige Menge von der ich vor meiner Ausbildung gar keine Vorstellung hatte. Als ich dann allerdings die großen Silos und die Maschinen gesehen habe, wurde mir bewusst, wie diese Mengen zustande kommen.

In meiner Ausbildung lerne ich, Maschinen und damit den gesamten Produktionsprozess des Tierfutters zu steuern. Die Programmierung der Maschinen und die Steuerung findet in der Regel am Computer von der Steuerungswarte aus statt – den Müller mit dem weißen Sack auf dem Rücken und der Zipfelmütze gibt es schon lange nicht mehr. Anschließend werden die fertigen Futtermittel dann entweder direkt auf LKW geladen und zum Kunden gefahren oder in Säcke verpackt.

Aktuell bin ich in der Absackung eingesetzt und überwache dort die Anlagen. Meine erste Einsatzstation hatte ich in der Vermahlung. Dort werden bei Hammermühlenkontrollarbeiten Ersatzteile für die Maschinen bearbeitet und repariert. Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft - Ein Ausbildungsberuf bei der AGRAVIS Da ich technisch begabt bin, werde ich auch jetzt noch oft von meinem Kollegen angesprochen, um dort auszuhelfen. Die nächsten Einsatzstationen, auf die ich mich besonders freue, sind das Labor und die Steuerungswarte.

Natürlich gehe ich auch zur Berufsschule. Die ist nicht hier in Münster sondern in Stuttgart. Zwei Mal pro Jahr fahre ich für acht bis 12 Wochen dorthin. Dort läuft es quasi wie in einem Internat ab, da die meisten Schüler dort übernachten. Fächer sind zum Beispiel Mühle oder Labor. Im Fach Mühle geht es eher um technische Themen, z.B. wie Geräte und Maschinen funktionieren, wie sie gewartet werden. Im Fach Labor geht es um das wichtige Thema Qualitätssicherung. Chemie, Physik und Bio spielen hier eine große Rolle. Man sollte an diesen Fächern Interesse haben, damit man in der Schule mitkommt. Die Schule ist in Ordnung, aber eigentlich bin ich lieber im Werk.

Den Beruf des Müllers kannte ich vorher überhaupt nicht. Während der Schulzeit wusste ich nur, dass ich absolut keinen Mainstream-Beruf erlernen wollte. Im letzten Sommer bin ich über einen Bildungsträger dann auf die AGRAVIS aufmerksam geworden und habe ein Praktikum im Kraftfutterwerk gemacht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich direkt um die Ausbildungsstelle beworben habe und den Platz bekommen habe. Bis jetzt kann ich sagen: Es gab noch keinen Tag, der keinen Spaß gemacht hat!

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Wenn ich meine Ausbildung mit einem Wort beschreiben müsste: Abwechslungsreich!