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AGRAVIS Raiffeisen AG: Kaum Engpässe durch die Kälte


Am Schiffanleger des AGRAVIS Kraftfutterwerkes in Münster gibt es zurzeit keine Engpässe. Die Kanäle sind noch befahrbar, Schiffe können anlegen und gelöscht werden. Foto: AGRAVIS Raiffeisen AG

  • Kanäle sind noch weitgehend frei
  • Distributionszentrum liefert pünktlich
  • Streusalz ist knapp

Weiße Weihnachten, Silvester und Neujahr im Schnee und noch ist kein Ende der Kältewelle in Sicht! Der Winter hält auch das Münsterland fest im Griff. Minustemperaturen und immer wieder neu fallender Schnee bescheren einen außergewöhnlichen Alltag und so manche Rutschpartie. Einige Bereiche der AGRAVIS Raiffeisen AG sind von der lang anhaltenden Kälteperiode unmittelbar betroffen. Die weitere Entwicklung ist von den Witterungsbedinungen der nächsten Tage abhängig.
Beinahe alle Kraftfutterwerke der AGRAVIS Raiffeisen AG haben eine direkte Anbindung an Wasserstraßen. Die Binnenschifffahrt ist daher ein wichtiges logistisches Standbein der Unternehmensgruppe. Etwa 70 Prozent der Futterrohstoffe werden auf diesem Wege in die AGRAVIS-Kraftfutterwerke befördert. Obwohl die Kanäle dauerhaft von Eisbrechern befahren werden, besteht dennoch das Risiko, dass sie gefrieren und nicht mehr benutzt werden können. Besonders problematisch ist das Passieren von Schleusen, die bei starker Kälte vereisen können. Derzeit sieht die AGRAVIS jedoch keinen Handlungsbedarf, auf alternative Transportmittel zu setzen. Bislang erreichen fast alle Binnenschiffe wie geplant die Produktionsstätten. Auch die Schleusen sind noch frei, so dass die Schiffe nicht zu Umwegen gezwungen sind. Im Notfall kann auf Lkw umgesattelt werden, die den permanenten Nachschub von Produktionsmitteln gewährleisten. Lieferengpässe werden nicht erwartet, zumal die Lagerkapazität sich auf acht bis neun Tage beläuft.
Im Blickwinkel steht auch das AGRAVIS-Distributionszentrum. Ein erhöhtes Auftragsvolumen, bedingt durch die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel, sowie die Inventuren im Distributionszentrum und bei verschiedenen genossenschaftlichen Vertriebspartnern verbunden mit der kalten Witterung verlangen den Mitarbeitern einiges ab. Derzeit wird in drei Schichten rund um die Uhr gearbeitet, damit alle Aufträge pünktlich bearbeitet werden. Unabwendbare Verzögerungen wurden und werden den Kunden vorher angekündigt.
In der Kälte schmelzen die Vorräte an Streusalz bei Kommunen, Städten und Gemeinden, aber auch bei Genossenschaften und Raiffeisen-Märkten schnell dahin. Schon vor Weihnachten verzeichnete die AGRAVIS mit dem ersten Wintereinbruch einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Auftausalz. Die Nachfrage ist momentan anhaltend hoch und die Situation entsprechend angespannt. Täglich wird derzeit eine Menge von 1.250 Tonnen Streusalz bestellt, was rund 50 Lkw-Ladungen 50-, 25 und 10-Kilo-Säcken entspricht. Diese Menge kann allerdings nicht mehr ausgeliefert werden. „Nur“ rund 300 bis 400 Tonnen Streusalz werden derzeit täglich ausgeliefert. Die Versorgungssituation ist angespannt, durch weiteren Frost und vor allem Schneefall könnte sie sich weiter zuspitzen, da die Produzenten bereits an ihrem Kapazitätslimit arbeiten und deren Vorräte schon stark zusammengeschrumpft sind.
Der Bereich Energie verzeichnet derzeit keine Nachfragesteigerung bei Heizöl, da die Bevorratungsbestände der Kunden schon vor der Kältewelle auf einem historisch hohen Niveau lagen. Aktuell kommt es daher nicht zu Lieferengpässen. Lediglich die Schneesituation mit schlecht geräumten Straßen könnte für Gefahrguttransporte zu kurzfristigen Lieferunterbrechungen führen.
Ein großes Glück bedeutet die zentimeterdicke Schneedecke für die Ackerbauern. Sie schirmt die empfindlichen Pflanzen von den Extremtemperaturen ab. Ohne die schützende Hülle wäre es beispielsweise dem Getreide und dem Raps schlecht ergangen. Schlussfolgernd steht der Bereich Pflanzenbau der AGRAVIS Raiffeisen AG den Folgen deshalb gelassen gegenüber. Aus der Kältewelle ergibt sich sogar ein Vorteil: Die virusübertragenden Läuse werden erheblich dezimiert und sind zumindest für das Wintergetreide nicht mehr gefährlich.

Münster und Hannover, im Januar 2010

AGRAVIS Raiffeisen AG

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit knapp 5 Mrd. Euro Umsatz und aktuell rund 5.000 Mitarbeitern. Die geschäftlichen Schwerpunkte der AGRAVIS Raiffeisen AG liegen in den klassischen Agrarsparten Getreide, Ölsaaten sowie Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenschutz und Saatgut. Bedeutende Aktivitäten bestehen zudem in den Bereichen Agrartechnik und Energie. Darüber hinaus wird ein Einzelhandelsgeschäft in den Raiffeisen-Märkten betrieben. Eine nennenswerte wirtschaftliche Rolle kommt zudem dem Baustoffhandel zu.
Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist Großhandelspartner der Primärgenossenschaften vor Ort, die das Geschäft mit den Landwirten verantworten. Daneben beliefert die AGRAVIS Raiffeisen AG über Tochtergesellschaften – in Regionen ohne Primärgenossenschaften – die Landwirte auch direkt. Das Arbeitsgebiet der AGRAVIS Raiffeisen AG reicht über große Teile Nordrhein-Westfalens bis nach Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Darüber hinaus bietet die AGRAVIS-Gruppe ihre Geschäftsmöglichkeiten und Dienstleistungen auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.

Die Pressefotos sind bei Verwendung des Fotovermerks „AGRAVIS Raiffeisen AG“ zur Veröffentlichung frei gegeben.

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