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Knöpfe haben ausgedient


  • GEKRA in Querfurt weiht neues Kraftfutterwerk ein
  • Computergesteuerte Produktionslinien
  • Investitionsvolumen von 10 Mio. Euro
  • "Positives Signal für die Veredlungsregion Sachsen-Anhalt"
  • Arbeitsplätze langfristig gesichert

Leistungsstark in der Region – das ist ein Grundsatz der GEKRA Getreide + Kraftfutter GmbH, einer 100prozentigen Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG. Gemäß dieser Vorgabe hat das Unternehmen zuletzt insgesamt rund 10 Millionen Euro in die Modernisierung und die Ausweitung der Produktionskapazitäten des Mischfutterwerkes in Querfurt investiert. Entstanden ist eines der modernsten und sichersten Mischfutterwerke Deutschland. „Damit setzen wir ein wichtiges Signal für den Veredlungsstandort Sachsen-Anhalt sowie für die Landwirtschaft in der Region“, betonte Dr. Clemens Große Frie, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG, während der feierlichen Einweihung am 24. September, bei der auch der Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt im Land Sachsen-Anhalt, Dr. Hermann Onko Aeikens, sowie der Landrat des Saalekreises, Frank Bannert, zu Gast waren. Große Frie unterstrich darüber hinaus den Stellenwert der GEKRA innerhalb der AGRAVIS-Gruppe und machte vor rund 150 geladenen Gästen deutlich, dass die Region Sachsen-Anhalt und insbesondere die Investitionen in den GEKRA-Standort für das Unternehmen eine wichtige Weichenstellung für eine erfolgreiche Zukunft sei. „Die erhöhten Produktionskapazitäten, schlanke Prozesse und die Investitionen in die modernsten Hygieneverfahren sichern dabei auch Arbeitsplätze in der Region.“

Dieses unterstreicht auch GEKRA-Geschäftsführer Martin Bock. Mit dieser Millionen-Investition seien am Standort Querfurt wichtige Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen worden. „Mit dem neuen Kraftfutterwerk können moderne Futterkonzepte der nächsten Generation umgesetzt werden“, so Bock, der dabei vor allem die neuen Hygieneverfahren innerhalb der Produktion anspricht, die eine Salmonellenfreiheit des Futters gewährleisten. Darüber hinaus, so der GEKRA-Geschäftsführer, sei auch die Kapazitätssteigerung wichtig für die Zukunftsfähigkeit des Werkes gewesen. „In den vergangenen Jahren haben wir unsere Produktion kontinuierlich ausgebaut und mit dem alten Werk mit rund 150.000 Tonnen jährlich auf Volllast gearbeitet.“ Durch den Ausbau des Mischfutterwerkes sei es nun möglich, in „ganz andere Dimensionen vorzustoßen“. Martin Bock: „Die Produktion können wir auf 300.000 Tonnen jährlich erhöhen und Qualitätsmischfutter für Geflügel und Schweine sowie künftig auch wieder für Rinder erzeugen“.

Die neuen Produktionsmöglichkeiten in Querfurt unterstreichen auch die Qualitätsführerschaft des Unternehmens. „Wir haben beispielsweise in ein neues Befettungsverfahren für Pellets investiert, aber auch in grammgenaue Dosierungsanlagen.“ Die Herstellung von Schweine-, Geflügel und Rinderfutter läuft künftig über strikt getrennte Produktionslinien. Mit der neuen Produktionsanlage ist ebenfalls eine separate Annahme, Förderung und Produktion von GMO-freien Futtermitteln möglich. Im Zuge der Modernisierung wurde auch die Rohwaren-Annahme erneuert und auf rund 200 Tonnen pro Stunde erhöht. Zwei Rohwaren-Annahmen nehmen die Waggon- und LKW-Lieferungen auf und sorgen durch neue und moderne Förderanlagen für eine schnelle Weiterverarbeitung.

Auch die Investitionen in Verladekapazitäten und -prozesse zahlt sich aus: Direkt über dem Transportfahrzeug werden künftig die Futterpellets gesiebt und schonend in die LKW verladen. „Das vermindert den Abrieb und sorgt für ein noch wertvolleres Futter“, erläutert Bock.
Neu gebaut wurde auch das Fertigfutterlager auf dem Gelände, das durch kurze Förderwege Zeit und Energie spart. Der gesamte Um- und Neubau der Anlagen dauerte insgesamt rund zweieinhalb Jahre.
Auch Knöpfe haben in Querfurt künftig ausgedient: „Die neue Anlage wird komplett über Computer gesteuert und nicht mehr umständlich über Schalter geregelt“, beschreibt der Geschäftsführer. Der Rechner registriert jeden Produktionsschritt und unterstützt damit eine noch schnellere Rückverfolgbarkeit der Waren und Erzeugnisse. „Vom Landwirt bis zum Kunden können wir somit die gesamte Erzeugerkette dokumentieren.“ Mit dem neuen Kraftfutterwerk und den optimierten Futtermitteln können Kunden nun noch individueller beraten und beliefert werden. Mit den neuen Futterkonzepten können sie ihre wirtschaftlichen Ziele im Stall umsetzten.

Querfurt, im September 2009

GEKRA Getreide + Kraftfutter GmbH

Die GEKRA Getreide + Kraftfutter GmbH ist eine 100prozentige Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG, die zuletzt mit rund 4.7000 Mitarbeitern über 5,8 Mrd. Euro Umsatz erzielte. Die geschäftlichen Schwerpunkte der AGRAVIS Raiffeisen AG liegen in den klassischen Agrarsparten Getreide, Ölsaaten sowie Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenschutz und Saatgut. Bedeutende Aktivitäten bestehen zudem in den Bereichen Agrartechnik und Energie. Darüber hinaus wird ein Einzelhandelsgeschäft in den Raiffeisen-Märkten betrieben. Eine nennenswerte wirtschaftliche Rolle kommt zudem dem Baustoffhandel zu.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist Großhandelspartner der Primärgenossenschaften vor Ort, die das Geschäft mit den Landwirten verantworten. Daneben beliefert die AGRAVIS Raiffeisen AG über Tochtergesellschaften – in Regionen ohne Primärgenossenschaften – die Landwirte auch direkt.

Das Arbeitsgebiet der AGRAVIS Raiffeisen AG reicht über große Teile Nordrhein-Westfalens bis nach Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Darüber hinaus bietet die AGRAVIS-Gruppe ihre Geschäftsmöglichkeiten und Dienstleistungen seit neuestem auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.


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Copyright: Mirko Schlender. Die Veröffentlichung der Bilder ist mit Namensnennung frei.


Zur Einweihung des neuen Kraftfutterwerks bei der GEKRA in Querfurt wurde symbolisch ein Baum gepflanzt: (v.li.) Dr. Clemens Große Frie (Vorsitzender des Vorstands der AGRAVIS Raiffeisen AG), Dirk Gremmel (Niederlassungsleiter Querfurt), Martin Bock (Geschäftsführer GEKRA Getreide + Kraftfutter GmbH), der Landrat des Saalekreises Frank Bannert und Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aiekens (Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt).

 
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